Wiener Börse Podcast

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... und immer steigt die Dividende - VIG-CFO Hirner: Rekordergebnis über 1 Mrd. Euro

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Rekordjahr für die Vienna Insurance Group: Zum ersten Mal über 1 Mrd. Euro Ergebnis vor Steuern. CFO und CRO Liane Hirner erklärt die Treiber hinter dem starken Wachstum. Bessere technische Ergebnisse, höhere Kapitalerträge und geringere Unwetterschäden stärken den Konzern. Dazu kommt eine strategische Expansion: Die Übernahme der Nürnberger Versicherung soll die Position im deutschen Markt ausbauen. Gleichzeitig bleibt die VIG konservativ aufgestellt - ohne Exposure im Iran und mit Fokus auf stabile Kapitalanlagen.

Vom Couponschneider zum ETF-Sparer: Österreich entdeckt die Aktie

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Mehr ETF als Erbtante: Wie Österreich langsam Börse lernt! Österreich tastet sich an den Kapitalmarkt heran - und zwar spürbar. Im Aktienbarometer 2026 zeigt Markt- und Meinungsforscher Dr. Peter Hajek: Der Wertpapierbesitz ist seit 2022 signifikant von 25 auf 31 % gestiegen. Ein Kulturwandel also, aber keiner für alle gleichermaßen. Männer investieren häufiger als Frauen, Besserverdienende häufiger als Menschen mit geringerem Einkommen, Akademiker häufiger als Pflichtschulabsolventen. Treiber ist weniger plötzliches Finanzgenie als die Erkenntnis, dass das Sparbuch real oft keine Vermögenshilfe mehr ist. Besonders gefragt: Fonds und ETFs als einfacher Einstieg. Die größte Bremse ist laut Hajek nicht nur fehlendes Wissen, sondern vor allem geringe Risikobereitschaft. Gleichzeitig wächst ein neues Motiv: Vorsorge. Oder, wie Hajek sinngemäß sagt: Die Pensionsfrage könnte zum Türöffner einer neuen Aktienkultur in Österreich werden. Das Aktienbarometer - eine jährliche Umfrage im Auftrag der Industriellenvereinigung, des Aktienforums und der Wiener Börse.

Angstszenario "Hormus" - "Versorgungssicherheit und Wirtschaftswachstum vor Ideologie"

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Was passiert, wenn die Straße von Hormuz wirklich länger gesperrt bleibt? Kapitalmarktprofi Gregor Rosinger warnt vor massiven Folgen für Industrie, Lieferketten und Energiepreise. 20 % des weltweiten Ölhandels laufen durch dieses Nadelöhr. Fällt dieser Strom länger aus, drohen Produktionsstopps – zuerst in Asien, später auch in Europa. Rosinger fordert mehr Resilienz: eigene Energiequellen, neue Technologien und mehr Investitionen in Sicherheit.

Mostböcks Regel für Krisentagen: Iran-Krieg - Risk-off ja, Panik nein -

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Fritz Mostböck, Head of Research der Erste Group, ordnet die Risk-off-Lage nach dem Angriff auf den Iran ein: Gold ist gesucht, Öl fester, Aktien verunsichert. Sein Hinweis: In Phasen großer Unsicherheit nicht ins fallende Messer greifen, erst eine Bodenbildung abwarten. Europas Kursrutsch hält er für eine Überreaktion: Durch die Straße von Hormus geht mehr Öl nach Asien als nach Europa, trotzdem preist Europa den Schock stark ein. Inflation kommt, wenn überhaupt, verzögert und hängt von Dauer und Intensität der Energiepreise ab. Für Notenbanken heißt das: Zinssenkungen könnten bei neuer Inflation vom Tisch sein. Mehr Klarheit bringen eher die Inflationsdaten für März. Stresscheck: zuerst auf den Volatilitätsindex schauen. Wien bleibt attraktiv: KGV von 11 für heuer, 10 für nächstes Jahr, Dividendenrendite 4,5 bis 5 %. Chancen sieht er unter anderem bei OMV, EVN, Strabag und VIG. Strategie: Ruhe bewahren, Risiko dosieren, Daten schlagen Schlagzeilen.

EuroTeleSites FY2025: Stabilität vor Tempo

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85% Marge, sinkende Schulden und wachsendes Drittgeschäft - EuroTeleSites liefert solide Zahlen. CFO Lars Mosdorf erklärt, warum Stabilität Vorrang hat, weshalb trotz schneller Entschuldung keine Dividende kommt und wie über 400 neue Türme 2026 weiteres Wachstum sichern. Ein Infrastrukturmodell mit planbaren Cashflows und bewusst konservativer Strategie.

Marktleader statt Platzhirsch: Vienna Insurance setzt zum Sprung an

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Die Vienna Insurance Group ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Zentral- und Osteuropa und sucht nun verstärkt die Aufmerksamkeit in Deutschland. Nicht nur deshalb ist die Gruppe auf den Hamburger Investorentagen zu Gast. In der Pre-Closing-Phase befindet sich derzeit eine Übernahme der Nürnberger Versicherungen. "Deutschland wird aber auch danach für uns ein Spezialmarkt bleiben", so CEO Hartwig Löger. Das heißt: Vienna Insurance strebt eine Profitabilisierung des Nürnberger-Geschäfts an, aber keine allgemeine Marktführerschaft in der deutschen Versicherungslandschaft. Der österreichische Vizekanzler und Finanzminister a.D.: "Wir verfolgen in unserer Assetallokation nach wie vor eine sehr konservative und defensive Strategie." Für Aktionäre bedeutet dies: "Die Dividende steigt und steigt."

Warum "breiter" 2026 besser klingt. Alois Wögerbauer: Investiert bleiben, aber nicht mit hohen Gewichtungen.

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"Der Österreichanteil liegt so bei 3 bis 4 Prozent ... und das ist durchaus eine hohe Gewichtung." - Gold im Schleudergang, KI als Risiko und Trump als Lärmquelle: Alois Wögerbauer (3 Banken Generali) ordnet die Märkte ein. Beim "Edelmetall-Crash" sieht er keinen Trendbruch, sondern Gewinnmitnahmen nach einer Gold-Performance 2025 von +50 % in Euro. Trotz Korrektur seit dem 02.01.2026 liegt Gold noch rund bei +10 %. Spekulanten und Trendfolger wurden ausgestoppt, höhere Schwankungen bleiben. Die KI-Wette mit hohem Capex, etwa bei Amazon, sorgt für Zweifel, schafft aber auch Nachfrage nach Chips und Rechenzentren. Sein Rat: Investiert bleiben, aber breiter statt "Super 7". Treiber sind solid e Gewinne: US-Unternehmen liegen bei etwa +11 % statt der erwarteten 7-8 %. In der Allokation bleibt Amerika über 50 %, Emerging Markets 10-12 %, Japan 5-6 %, Europa den Rest. Österreich: 3-4 %. Rohstoffe: 6-8 % direkt, Rohstoffaktien 4-6 % des Aktienanteils. Umschalttrigger wären nervöse US-Treasuries oder steigende Renditen in Japan.

Verdichtung und Planbarkeit. EuroTeleSites AG, CFO Lars Mosdorf: "Infrastruktur ist Demokratisierung"

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"Wir betreiben rund 14.000 Mobilfunkmasten in Österreich und in der CII-Region. Wir arbeiten mit der Telekom noch sehr eng zusammen, sind aber nunmehr Dienstleister. Etwas über 90 Prozent unserer Umsätze generieren wir dennoch weiterhin mit der Telekom." EuroTeleSites AG ist ein börsennotiertes Infrastrukturunternehmen mit Sitz in Wien, das sich auf passive Telekommunikationsinfrastruktur spezialisiert hat. Nach der Ausgliederung (Spin-Off) aus der A1 Telekom Austria AG wurde das Unternehmen am 22. September 2023 im Prime Market der Wiener Börse notiert. Ein wichtiges Geschäft wird der Ausbau der 5G-Technologie sein, CFO Lars Mosdorf spricht auf den Hamburger Investorentagen von einer "Verdichtung", also auch von mehr Türmen nicht nur im ländlichen Raum.

Steuern zuerst, Trade danach: Österreichs Depot-Fallen.

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Aktien handeln macht Spaß, bis Steuern zur Renditebremse werden. Steuerberater Lukas Maurer von Deloitte sagt klar: Der folgenschwerste Fehler passiert vor dem ersten Trade, wenn Anleger die steuerlichen Folgen nicht prüfen und ein Auslandsdepot wählen. Dann führt kein Broker die Kapitalertragsteuer, KESt, automatisch ab, Sie werden zum Buchhalter und müssen oft in FinanzOnline ins Vollverfahren wechseln. Bei Auslandsdividenden droht Quellensteuer-Überhang: Anrechenbar sind meist nur bis 15 %, der Rest ist nur mit Formularen rückholbar. Besonders heikel sind Fonds und ETFs: Ohne Meldefonds droht Pauschalbesteuerung, mindestens 10 % vom Marktwert als fingierter Ertrag. Gute Nachricht: Verlustausgleich ist möglich, aber nur im selben Jahr und nicht über unterschiedliche Steuersätze, Depots oder Gemeinschaftsdepots hinweg. Und: Auslandsdepots bleiben Behörden durch automatischen Informationsaustausch nicht verborgen. Fazit: Steuern zuerst klären, dann handeln.

Polytec-CFO Markus Mühlböck: "Wir sehen uns als Automotive-Zulieferer-Company und sind dem Ziel noch nie so nahe, wie je

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POLYTEC befindet sich 2025 klar in einer operativen Erholungsphase. Nach einem schwachen Vorjahr verbessert sich die Ergebnislage sichtbar. Umsatz und EBIT steigen. Das Konzernergebnis kehrt in die Gewinnzone zurück. Restrukturierungen zeigen Wirkung. Der Kapitalmarkt erkennt den Fortschritt, bleibt aber vorsichtig. Die Aktie reflektiert Hoffnung auf einen nachhaltigen Turnaround, verlangt aber weitere Beweise. CFO Markus Mühlböck bei den Hamburger Investorentagen von Montega: "Der europäische Markt stagniert. Es braucht eine aktive Konsolidierung." Das Unternehmen ist deshalb verstärkt auch im Non-Automotive-Sektor tätig (z.B. Smart Plastic). Potentielle Übernahmen inklusive. "Wir sehen uns aber nach wie vor als Automotive-Zulieferer-Company."

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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