Wiener Börse Podcast

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Gregor Rosinger über China: "In der Immobilienbranche kracht es wie eine Kaisersemmel"

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Wie groß ist die Krise in China, Herr Rosinger? Sehen wir etwa eine neue Lehman-Pleite? "Es knistert im Gebälk", mehr noch: Insbesondere in der Immobilienbranche "kracht es wie eine Kaisersemmel". "Das Wohlstandsversprechen ist gefallen", erklärt Rosinger. Ein drohender Crash hätte auch Auswirkungen auf die weltweite Finanzszene, denn anders als bei Lehman handelt es sich in Chinas Wirtschaft nicht um Luftgeschäfte, sondern um reale Assets. (Teil 1)

Uniqa vom Umweltbus mit KI, schnelle Arzttermine, Rückzug Russland, oder Wellens-Oase-Versicherungen,

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Rasche Arzttermine online buchen auf Uniqa.at. - Rasche Arzttermine, gibt es so etwas wirklich? Andreas Brandstetter, CEO. "Ja, wir versuchen es, indem wir Vertragspartnerschaften mit Ärzten eingehen, um unseren 1,5 Mio. privat Gesundheitsversicherten einen schnelleren und besseren Service zu bieten. Wir denken, dass Gesundheit das große Thema in den nächsten Jahrzehnten sein wird. Weil die Staaten nicht in der Lage sind, die Bedürfnisse Ihrer Bürger erstklassig zu befriedigen. Wir bieten zum Beispiel einen Service an von Fr. 18:00 Uhr bis Mo. 6:00, dass unsere Kunden jederzeit in eines unserer 5 Privatspitäler gehen können, wenn Sie medizinische Probleme haben. - Wir werden dafür etliche Rubel bekommen", so Brandstetter auch zum Verkauf der Raiffeisen Life in Russland. - "Das Geschäft brummt weiter!" Die Prämien in H1/2023 sind gestiegen um 8 % auf 3,7 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Steuern stieg deutlich auf 216 Millionen Euro. Das Periodenergebnis lag bei 172 Mio. nach 84 vor einem Jahr +105 %.

Wolfgang Matejka: "Man gibt mehr von seinem Reserve-Vermögen aus, als es vorher der Fall war!"

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Was stirbt zuerst, die Wirtschaft oder die Inflation? - Wer hat sich bereichert? Wolfgang Matejka Asset-Manager: "Du würgst den Patienten, bis er sich nicht mehr bewegen möchte. Ich glaube, der aktuelle Zinstrend ist: Wenn diese Schmerzen, denen der Ursachen überwiegen, dann wird gestoppt. Dann hören wir auf, denn umbringen wollen wir den Patienten nicht." - Spruch Richtung Deutschland: Zeigen klemmende Landeklappen der Außenministerin nicht den Zustand Deutschlands? - "Der Industrie zuzuhören, wie sie ihre Investitionen planen, das ist eine der Kerngrößen, die ein Politiker in sich tragen muss. Deutschland bietet keine Sicherheit für Investoren. Deutschland ruft nach den Schlafwagen der ÖBB, so eine Peinlichkeit! Q2 - Europa leider Gottes schlechter als die Amerikaner. Achtung, in Australien werden die LNG-Terminals bestreikt!"

Reinhard Friesenbichler: Nachhaltigkeit rechnet sich! -

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Nachhaltigkeit an der Wiener Börse: entweder mit ESG-Anleihen / Green Bonds oder mit dem österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX. - Reinhard Friesenbichler, rfu: "Es stellt sich immer wieder die Frage, zahlt sich nachhaltiges Investment aus? Die Antwort: Nachhaltigkeit rechnet sich!" In Österreich sind die Mittelverwendungen im Bereich des sozialen Wohnbaus, Green Buildings sowie im Office- und gewerblichen Bereich besonders stark. Das liegt an der großen Bedeutung von Banken als Greenbond-Emittenten. "Es ist eine sehr große Kredit-Kategorie. Weitere Finanzierungsfelder sind erneuerbare Energien, alles was mit Windkraft, Wasserkraft oder Energiesparten zu tun hat. Oder aus dem Sozial-Bereich kann ich Ihnen die Finanzierung einer Demenz-Einrichtung nennen."

Wien hebt wieder ab - Starke Halbjahresbilanz Flughafen Wien:

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FACC und Frequentis hatten schon am Vortag berichtet, dass beide Firmen vom Aufschwung der Luftfahrtindustrie profitieren. Heute kommen die Zahlen vom Flughafen Wien. Passagierzahlen und Finanzzahlen. Auch der Flughafen Wien profitiert von der Erholung in Tourismus, Businessflügen und Cargo. Das Geschäft hat das Niveau von 2019 wieder erreicht: dem (Rekord)Jahr vor der Coronakrise. In gleichem Maße steigt auch die "Konsumlogistik" auf dem Areal des Flughafens Wien. Essen, Shoppen und Parken in erster Line. Die Steigerung des Non-Aviation-Einkommens hat eine hohe Priorität, so Head of Capital Markets Bernd Maurer. H1/2023: Der Umsatz steigt auf 428,1 Mio., das Periodenergebnis klettert auf 82,7 Mio. Euro. "Wir haben die Prognose angehoben und werden uns steigern in Ergebnis und Umsatz."

Fernziel Profitabilität und Dividende - Marinomed CEO:

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Die Marinomed hat drei Produkt-Asse im Ärmel: Carragelose, Budesolv und Tacrosolv. Ein viertes Ass sind Augentropfen (auch) als Lifestyleartikel, damit die Augen frischer wirken. Ein Angebot, das besonders in Japan "wahnsinnig läuft", so CEO Andreas Grassauer. Eine "erwartbare Entwicklung" erkennt er in den Halbjahreszahlen 2023: Marinomed berichtet von einem Umsatzanstieg von 7 % auf 5,2 Mio. Euro, der vollständig auf das Carragelose-Geschäft zurückzuführen ist. Das EBIT betrug - 2,9 Mio. Die Cashposition liegt bei 5,4 Mio. Genug für den Wachstumskurs. Das Fernziel kann also nur lauten: Profitabilität. "Eines der schönsten Dinge wäre es doch, auf der Hauptversammlung eine Dividende verkünden zu können. Daran arbeiten mir. Das ist Aufgabe des Managements. Das ist meine Aufgabe!"

FACC HJ 2023 CEO Machtlinger "Wir sind im Ramp-Up-Modus!"

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Die Meldungen aus der Luftfahrtindustrie ähneln sich auf positive Art und Weise. Flughafen Frankfurt, Frequentis, Lufthansa, Rekordbestellungen bei der Paris Air Show. FACC reiht sich nahtlos ein: deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung im 1. Halbjahr 2023. In Zahlen Umsatz wächst um knapp ein Drittel auf 355 Mio. Euro, EBIT von 6,1 Mio. auf 14,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt. CEO Robert Machtlinger: "Kurzstrecke, Mittelstrecke und die Wide-Bodies auf der Langstrecke. In allen Bereichen sehen wir deutliche Steigerungen." Die Auftragsbücher sind voll und FACC sucht gute Mitarbeiter. "Seit 18 Monaten planen wir einen intensiven Aufbau von Mitarbeitern weltweit mit attraktiven Angeboten. Derzeit starten jede Woche 15-25 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Urban Mobility hat der Experimentierstatus verlassen "2024 beginnt die Serienfertigung!"

Frequentis wächst weiter - CEO Haslacher:

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Frequentis wächst, die Nachfrage ist stark, langfristig und weitgehend krisenresistent. 2.200 Mitarbeiter erwirtschafteten 2022 einen Umsatz von EUR 386 Mio. und ein EBIT von 25 Mio. Euro. Auch 2023 bleibt Frequentis auf Wachstumskurs. Die Zwischenbilanz nach 6 Monaten: Umsatz +12 % auf EUR 187 Mio. Euro, Auftragseingang +29 % auf 208 Mio. Euro. Auftragsbestand jetzt 547 Mio. Euro. CEO Norbert Haslacher: "Wir folgen den beiden Megatrends Sicherheit sowie Mobilitätsbedürfnis von Menschen und Waren." Das Ergebnis zum Halbjahr ist mit minus 0,3 Mio. Euro leicht negativ. "Das ist der Besonderheit des Behördengeschäftes geschuldet. Projekte werden am Jahresende abgerechnet. Wir kennen das, müssen das aber immer wieder erklären." Warum nur Nischenchampion? "Understatement steht uns besser. Wir denken in Generationen und nicht in Quartalen. Analysten sagen: Wir "underpromisen" und "overdelivern". Im Sicherheitsbereich sollte man nicht zu sehr prahlen."

Rosenbauer wartet weiterhin auf Fahrgestelle von den Herstellern!

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s brannte fast überall von Spanien, Portugal bis rüber nach Griechenland, warum kommen hier (noch keine) neuen Bestellungen für Waldlöschfahrzeuge? - CEO Sebastian Wolf: "Wir haben nach wie vor Probleme, die Fahrgestelle genauso zu bekommen, wie wir sie gerne hätten. Etwa jedes 2 Fahrgestell ist noch zu spät! Wir würden auch noch mehr verarbeiten könnten, als wir bekommen. In unserer Branche ist noch keine Rezession in Sicht." Raiffeisen Research kommentiert:"Die Zahlen für das zweite Quartal ergeben ein insgesamt solides Bild und die Jahresziele erscheinen erreichbar. Jedoch bleibt der signifikante Bedarf einer Bilanzverbesserung unserer Meinung nach ein Schwachpunkt." - Restrukturierungsmaßnahmen brachten den operativen Turnaround, das EBIT liegt im 2. Quartal 2023 bei 5,6 Mio. Euro und ist damit auch nach den ersten sechs Monaten wieder positiv!

H1 Österreichische Post AG, IR Hagenauer: "Gebot der Stunde: Monatlich seine Cashbestände auch in Hard currency haben"

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Harald Hagenauer, Leiter IR bei der Österreichischen Post, über die Krise des stationären Handels, die Konkurrenz anderer Dienstleister wie Amazon und den Umgang mit der Inflation - nicht zuletzt beim Partner Arras in der Türkei. Hagenauer sieht hier die Ursachen für die "Kostenauftriebe" und "Währungsturbulenzen". "Das Gebot der Stunde: Monatlich seine Cashbestände auch in Hard currency haben." Zu den H1-2023-Zahlen: Umsatzerlöse +6,0 % auf 1,3 Mrd. Euro gerundet, Gewinn als EBIT +4,6 % auf 95,2 Mio. Euro.

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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