Wiener Börse Podcast

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Rosenbauer CEO Wolf: "Q1 2023 trotz Cyber-Attacke deutlich besser als im Vorjahr!"

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Alle 40 Sekunden wird ein Unternehmen gehackt und Opfer einer Cyberattacke. "Es ist nicht die Frage, ob man getroffen wird, sondern wann", sagt Sebastian Wolf, CEO von Rosenbauer. Rosenbauer wurde im Februar Opfer eines solchen Angriffs. "Wir waren aber vorbereitet und haben sehr schnell reagiert. Trotzdem war die Produktion zwei Wochen gestört. Wir hätten noch mehr ausliefern können." Interessant: Die Cloud-Systeme waren offensichtlich sicher, sodass die Kommunikation nicht gestört war. Dank Recovery Systemen wurden Tausende Rechner und Hunderte Server neu aufgesetzt. Zum Geschäft: Die Versorgung mit Fahrgestellen hat sich verbessert, wenn auch nicht so stark, wie erhofft. "Die Hersteller haben immer noch sehr lange Lieferzeiten." Der Umsatz steigt 8 % auf 192 Mio. Euro. Ergebnisse besser als vor einem Jahr, aber unterm Strich immer noch negativ: Das EBITDA ist leicht positiv mit 2,5 Mio., das operativer Ergebnis negativ, Periodenergebnis -10,4 Mio. Euro. Cashflow, Umsatz, Ergebnis, Kosten: All das will Wolf bei Rosenbauer mit dem Turnaround Projekt wieder in die Spur bringen. "Das Ziel für 2023 lautet 1 Mrd. Euro Umsatz und eine Marge von 3 %."

Der Flughafen Wien schreibt gute Geschichten: Passagierzahlen, Ausweitung der Airport-City und Komplettentschuldung

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Drei Großaktionäre kennzeichnen die Aktionärsstruktur des Flughafen Wien: Stadt Wien (20 %), Bundesland Niederösterreich (20 %) sowie der australische Infrastrukturfonds EFM (43 %). Der Streubesitz liegt bei 6,5 %. Das Unternehmen ist komplett entschuldet. "Wir haben das Geschäftsjahr 2022 mit einer Nettoliquidität von ca. 150 Mio. Euro abgeschlossen", sagt Bernd Maurer, Head of Capital Markets. Das bedeutet auch mehr Dividende für die Anleger. Ein Ergebnistreiber sind die gestiegenen Passagierzahlen im ersten Quartal (plus 88 %). Der Flughafen Wien möchte nun die eigene Infrastruktur ausbauen, darunter fällt auch die Ausweitung der Airport-City (Office Parks, Shopping, Hotels). Der Flughafen betreibt insgesamt 8 Photovoltaikanlagen.

Polytec Jahr 2022: "We Transform Vision in Plastic Solutions" - Beispiel Hightech-Plastic für Hochvolt-Batterie-Gehäuse

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Die Polytec Group ist ein Automobilzulieferer und Kunststoffverarbeiter. "Polytec veröffentlichte das Zahlenwerk zum abgelaufenen Geschäftsjahr und überraschte dabei mit der Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr." Umsatz 2022: 600 Mio. Euro +8 %, der Ergebnis nach Steuern liegt bei -2,2 Mio. (2021: 7,0 Mio. Euro). CEO Markus Huemer: "Die Stabilität der Abrufe hat sich verbessert, besonders in Q1/2023. Wo die kurzfristigen Abrufe nicht mehr in dieser Tragweite gegeben waren. Wir haben es geschafft, eine Balance zu finden zwischen den zwingend notwendigen Kostenweitergaben, die uns eine solide Bilanzposition sicherstellen konnte und gleichzeitig aber ist diese neue Positionierung zu schaffen der Polytec Plastic Solutions in Auftragseingänge umzumünzen!"

Palfinger-CFO Strohbichler über das Q1: "Signifikante Steigerung zum bislang besten Jahr" - Jahresziel: über 2,4 Mrd.

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Das Rekordjahr 2023 der Palfinger AG mit Zahlen untermauert: Fast 592 Mio. Euro mehr Umsatz, das EBIT wird sich auf rund 49 Mio. verbessern. Das Ziel für 2023: über 2,4 Mrd. Umsatz. CFO Felix Strohbichler: "Ein neues Rekordquartal Q1. Sind auf Kurs für ein neues Rekordjahr." Keine Konjunktursorgen in den Kundensegmenten der Palfinger. Insbesondere in Nordamerika brummt das Geschäft. In Schaumburg (Illinois) soll bald ein neues Headquarter entstehen. Ein differenzierteres Bild dagegen in Europa: Hier läuft das Geschäft volatiler. "China erwacht, aber China springt nicht auf. Zumindest nicht in unserer Industrie." Im einwohnerstärksten Land Indien erwartet das Unternehmen "gute Auftragseingänge"."Ein absoluter Kernmarkt in der Zukunft. Der Riese ist erwacht."

CEO Thomas Arnoldner "Solider Start ins neue Jahr!"

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Telekom Austria seit 2000 an der Börse Wien notiert, der Streubesitz bei ca. 20 %, 28 % staatlich und mit 51 % Mehrheitseigentümer Amerika Movil von Carlos Slim. Telekom Austria im ersten Quartal mit mehr Umsatz und Gewinn. Die Umsatzerlöse kletterten um rund 8 % auf 1,3 Mrd. Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich um etwa 3 % auf 135 Mio. Euro. "Ein solider Start ins neue Jahr, das Geschäft der Telekom Austria ist resilient gegen Krisen, Umsatz stark gesteigert." Das Ergebnis klettert weniger deutlich, "das liegt am inflationären Umfeld, mehr Marketing und höheren Energiekosten." Arnoldner will die Effizienz steigern, zum einen durch Kostensenkung "Automatisierung auch mithilfe von KI", und durch höhere Preise "es ist richtiger, von Wertsicherungsmaßnahmen zu reden."

Erwin Hof (Wiener Börse): "Die breite Masse geht jetzt in den Kapitalmarkt" - über die 5 Mythen des Vermögensaufbaus

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"Finanz- und Wirtschaftsbildung wird in den Schulen leider stiefmütterlich behandelt", so Erwin Hof, der an der Wiener Börse für genau diesen Bereich verantwortlich ist. Seine fünf wichtigsten Grundsätze für den Vermögensaufbau: "Früh anfangen, breit streuen, auf die Gebühren achten, langfristig handeln. Und das alles am besten in der passenden Anlageklasse." Auf dem Börsentag in Wien rät er zu Fonds oder ETFs, bevor es an Einzeltitel geht. Zur Vorsicht mahnt er aber bei Themenfonds. Am Beispiel KI erklärt er: "Anleger müssen aufpassen, dass sie in kein Klumpenrisiko kommen." "Wer gut schlafen will, kauft Anleihen. Wer gut essen will, kauft Aktien" - so Kostolany. Hof aber meint: "Warum nicht beides?"

Marinomed CEO Grassauer: "Das Risiko für den Aktionär ist (für Biotechs) sehr gering."

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Marinomed Biotech AG hat Bilanz gezogen und berichtet von einem guten Geschäftsjahr 2022. Der Umsatz geht leicht zurück von 11,6 Mio. auf 11,3 Mio. Euro. Das Ergebnis ist mit 6,4 Mio. Euro negativ. Nicht ungewöhnlich bei Biotechs in der Anlaufphase. Stark der Bereich Carragelose. CEO Andreas Grassauer: "Carragelose wächst weiter zweistellig und macht fast den ganzen Umsatz. Wir verdienen da schon Geld. Unsere Zukunft liegt aber in der Virologie." Dafür hat Marinomed 7 Mio. Euro investiert in 2022. "Entwicklung im Pharmabereich ist sehr aufwändig und kann bis zur Marktreife dreistellige Millionenbeträge kosten." Mit Weltmarktführer P&G will Marinomed den wichtigsten Markt USA erobern. "Das hat das Potenzial, das Unternehmen profitabel zu machen." Marinomed ist in einer einzigartigen Position - die großen klinischen Programme sind bereits gelaufen. "Das Risiko für den Aktionär ist (für Biotechs) sehr gering."

New EpisodeVÖIG-Präsident Heinz Bednar am Weltfondstag 2023: "Zuflüsse bei Aktien und Renten, Abflüsse bei Misch- und Im

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Am heutigen 19. April findet der jährliche Weltfondstag der österreichischen Investmentbranche statt. Fondsgesellschaften, Banken und Finanzdienstleister starten an diesem Tag und in den Wochen davor verschiedene Initiativen, um die Vorteile von Fonds und des Fondssparens in Erinnerung zu rufen. Wie hat sich das Fondssparen im Krisenjahr 2022 entwickelt? Heinz Bednar von der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften: "Kein großartiges Jahr für die Performance, aber die Retail-Kunden sind uns treu geblieben." 2023 habe mit einer besseren Marktunterstützung begonnen. "Schöne Zuflüsse über Aktien und Renten, Abflüsse allerdings bei Misch- und Immobilienfonds." Welche Fonds sind besonders gefragt? "Die Österreicher setzen langfristig auch auf die nachhaltigen Produkte."

Christian Drastil: "Österreich zwischen Unterbewertung und Ostphantasie" - ATX-Comeback der Telekom Austria?

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Christian Drastil von Börse Social Network ist gut vernetzt in österreichischen Wirtschaftskreisen. Im Interview auf dem Wiener Börsentag gibt er Auskunft über den Immobiliensektor, Versicherungen (Vienne Insurance, Uniqa), Bauunternehmen (Strabag, Porr), die Bankenbranche und "starke Zykliker" wie Palfinger, Wienerberger sowie Voestalpine. "Stärker als Deutschland ist Österreich bei den Öl-Werten aufgestellt." Drastil erwartet im Herbst ein ATX-Comeback der Telekom Austria. Aus der zweiten Reihe "geile Aktien, geile Storys" mit Frequentis und FACC. Bei der AT & S könnte die Börsenregel "Buy The Fucking Dip" (Kauf den verdammten Rücksetzer!) funktionieren.

Andreas Kern (wikifolio.com): "Der Anleger lässt sich täuschen. Einige werden Opfer der eigenen Psyche"

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Servus, Zinsen! Aber was ändert das für die Anleger? "Die Anlage lässt sich täuschen", so Andreas Kern, CEO und Gründer von wikifolio.com, auf dem Wiener Börsentag. "Der Kaufkraftverlust ist trotzdem katastrophal. Einige werden Opfer der eigenen Psyche." Kern spricht von einer kognitiven Verzerrung ("cognitive bias"), wonach Investoren mehr Angst vor Verlusten als Freude über Gewinne empfinden. Anhand der Inflationsentwicklung in Deutschland seit 1988 kommt Kern zu diesem Schluss: "Wer in Aktien investiert, hat im Ergebnis 14 mal mehr auf dem Teller als jemand, der seine Euros liegen lässt." Gute Anlagechancen sieht Kern bei Unternehmen, die Künstliche Intelligenz geschickt einsetzen.

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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