Wiener Börse Podcast

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Agrana: Was macht eigentlich der Rüsselkäfer? - Betain für Sportler-Nahrung - Agranas H1-Long-Covid-Folgen

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Agrana CEO Markus Mühleisen: "Wir konnten den Rüsselkäfer gut in Schach halten und so erwarten wir bei den Zuckerrüben eine gute Ernte, vom Ertrag her so ca. 70 bis 80 Tonnen je Hektar. So gehen wir von einer guten Zuckerernte aus." Agrana erreichte im 1. Halbjahr 2021/22 einen Umsatz 1,4 Mrd. Euro mit einem Konzernergebnis von 27 Mio. Euro nach 34 Mio. vor einem Jahr. Der Grund für den Rückgang sind die Coronafolgen: "Wir hatten im Gastronomiebereich einen guten Sommer, natürlich ist der ganze Eventbereich noch stark betroffen von Corona." Zucker, Stärke, Frucht ... mit diesen drei Begriffen kennen die meisten die Produkte von Agrana, doch Agrana hat noch viel mehr: wie zum Beispiel verrottbare Bio-Plastiktüten. Heute geht es besonders um die Grundstoffe für Kosmetika und wofür benötigt man Betain?

Robert Halver: "Ich mag den Begriff Stagflation überhaupt nicht - Das ist ein Modebegriff, um die Gazetten zu füllen"

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Die Heizkosten und Ölpreise gehen durch die Decke. Müssen wir uns daran gewöhnen? Robert Halver: "Vorübergehend schon. Wir haben einen gewaltigen Nachfrage-Boom. Alle wollen nach Corona zeitgleich ordern. Das sorgt dafür, dass es eine Knappheit gibt. Das heißt: die alten Gesetze von Nachfrage und Angebot wirken. Aber: ich bin mir sicher, im nächsten Jahr wird sich das entspannen und es kommt zur Balance." Also keine drohende Stagflation? "Ich mag den Begriff Stagflation überhaupt nicht. Das ist ein Modebegriff geworden, um die Gazetten zu füllen. Wir haben im Augenblick eine technische Konjunkturdelle, die im nächsten Jahr aber wieder behoben wird." Den Börsen scheint diese Diskussion sowieso nichts anzuhaben, der DAX geht auf den höchsten Wert im Monat Oktober. "Wir haben bei den Krisenthemen auch Entspannungseffekte." Könnte die Berichtssaison der guten Laune etwas anhaben?

Voquz Labs: nach Halbjahreszahlen und Kapitalerhöhung wird nun das Wachstum in Angriff genommen

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Softwarehersteller Voquz Labs konnte im 1. Halbjahr 2021 27 % beim Umsatz wachsen auf rund 1,2 Mio. Euro. CEO Martin Kögel: "Das gefällt mir im Rahmen der Erwartungen normal gut. Wir sind dort weiter auf Kurs." Im Softwaregeschäft wird üblicherweise das Hauptgeschäft in Q4 gemacht. Das gilt auch für den Gewinn, der allerdings schon jetzt positiv ist. Im September gab es eine Kapitalerhöhung. "Mit unserem Testballon sind wir sehr zufrieden. Aber wir haben immer gesagt, wir gehen an die Börse, um unsere Expansionspläne zu finanzieren. Da ist noch mehr geplant." Was wird jetzt angegangen?

Athos Immobilien: Großteil der Verkäufe getätigt - "Die Butter am Brot wird etwas geringer ausfallen in den nächsten Per

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Athos Immobilien ist als Projektentwickler, Investor und Vermieter in Oberösterreich und Wien tätig. Die Strategie sieht weiteren Ausbau des Segments Wohnen vor und weiteren Abbau von Fachmarktzentren, Büro und Gastro. Das bringt natürlich kurzfristig hohe Gewinne: von den 6,9 Mio. Euro Ertrag aus dem ersten Halbjahr 2021 kommen nur 2,4 Mio. Euro aus Nettomieterträgen und 3,7 Mio. aus bereits erfolgten Verkäufen. In Zukunft könnten diese Erträge also geringer ausfallen? CEO Manfred Pammer: "Da sehen wir sehr realistisch der Zukunft entgegen. Die Butter am Brot wird etwas geringer ausfallen in den nächsten Perioden, da die Verkäufe zum Großteil bereits umgesetzt wurden." Gibt es auch diesmal wieder eine hohe Dividende? In Zukunft ist ein Modell geplant, in dem Privatpersonen ihre Wohnung an Athos verkaufen und dort als Mieter blieben können.

Rosen: "Die meisten Kommentatoren geben der Fed wirklich eine römische I für die Art wie sie ihr nächsten Schritte kommu

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Anleger sind ja immer etwas aufgeregt, wenn die US-Notenbank tagt. Die September-Zinssitzung der Fed war durchaus "hawkish." Monika Rosen: Es geht um die Frage, wie nimmt man diese Stützräder der Konjunktur langsam weg, ohne das Fahrrad ins Schlingern zu bringen. Derzeit werden pro Monat rund 120 Mrd. Dollar an Anleihen gekauft. 80 Mrd. davon sind US-Staatsanleihen, und 40 Mrd. verbriefte Hypothekendarlehen, die ja auch in der Finanzkrise zur traurigen Berühmtheit gelangt sind, das ist der Mix." Bei der nächsten Sitzung Anfang November könne eine Drosselung der milliardenschweren Wertpapierkäufe beschlossen werden, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch nach der Sitzung der US-Notenbank. Nach der Fed-Sitzung schlossen die Wall Street Indizes überraschend im Plus.

Dr. Habermayer: "Risiko nachhaltige Investements - eine neue Blase, teilweise astronomische Bewertungen, mit KVG von 1.0

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Dr. Wolfgang Habermayer: "Wir haben vor allem in diesem Jahr sehr hohe Zuflüsse in ESG-Fonds, in Nachhaltigkeitsfonds gesehen. Es wurde oftmals in Form von Themenfonds angeboten. Die Zuflüsse waren ganz enorm. Und hier konzentrieren sich die Kapitalflüsse oftmals auf sehr aufmerksamkeitsstarke und dadurch auch überbewertete Titel. Die Bewertungen sind zum Teil astronomisch. Wir sind an manchen Stellen nicht nur überbewertet und bei Blasen, sondern wir haben in einzelnen Themenfonds KGVs von über 1.000. Das klingt nahezu absurd und lässt manche Technologie-Bewertungen erblassen. Tatsächlich hat das große Gefahren. Und die Frage ist, ob solche Themenfonds ein Fluch oder ein Segen sind?" - Weiteres Thema: die Pleite des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande, ist das ein weiteres Risiko für unseren Aktienmarkt.

Biogena: So gesund ist Österreich - Ergebnis der größten Gesundheitsstudie noch in diesem Jahr - Wachstum und radikale Q

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Biogena, die Gesundheitscompany. Seit November 2020 an der Wiener Börse und nach der Kapitalerhöhung im Mai 2021 aufgestiegen in den direct market plus. COO Julia Ganglbauer beschreibt die Mission und das Alleinstellungsmerkmal von Biogena. "Gesundheit und Wohlbefinden für möglichst viele Menschen." 30 Wissenschaftler treiben Forschung und Entwicklung voran. "Das ist unsere Spielwiese. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab. Radikale Qualität ist für uns das A&O". Im Geschäftsjahr 2019/20, das mit 30.9.20 endete, gab es Rekorde: 52 Mio. Euro Umsatz und ein verdreifachtes EBITDA mit 11 Mio. Das Ziel für dieses Jahr: Umsatzsteigerung von 30 %. Zum Halbjahr waren es 16 % Plus. "Kurz vor Ende des Geschäftsjahres sind wir voll auf Kurs. Wachstum im zweistelligen Bereich. Wir haben ein sehr heißes Eisen im Feuer..."

Evergrande nicht das neue Lehman - aber vielleicht China? - Gregor Rosinger: "Chance für andere Börsen"

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Die Entwicklung in China drückt die Stimmung an den Börsen weltweit. Die Schieflage des chinesischen Immobilienkonzerns Evergande bringt immer wieder den Vergleich zu Lehman Brothers hervor. Kommt das neue Lehman also aus China? Gregor Rosinger: "China das neue Lehmann - Ja, Evergrande das neue Lehman - Nein!" Die gesamte Entwicklung in China könnte also durchaus Probleme bereiten. Ist China also momentan nicht investierbar? "Ich mache keine Geschäfte mit Kommunisten!" Investitionschancen gibt es aktuell aber dennoch. Wo sieht Gregor Rosinger diese?

Wann endet die Börsenruhe? Alois Wögerbauer: "Zwei Themen beschäftigen: Inflation und China"

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Dass es den Sommer über ruhig bleibt, hatte Alois Wögerbauer richtig prognostiziert. Wann kommt aber wieder Bewegung rein und welche Faktoren spielen dafür eine Rolle? "Zwei Themen beschäftigen: Inflation und China". Bei der Inflation sei es vor allem wichtig, ob auch Lohndruck hinzukommt und auf die Margensituation der Unternehmen wirkt. In China ist die Situation noch schwieriger einzuschätzen: Schieflage in der Immobilienbranche mit Evergrande, Regulation bei Bildungsfirmen und im Computerspielesektor, mögliche Zerschlagung von Alipay. "Aus meiner Sicht ist es historisch, was hier passiert. Das wird überraschend wenig in europäischen Medien thematisiert. Es ist im Prinzip ein Rückfall in ein Schema des Kommunismus!"

Fritz Mostböck: "Tapering ist längst gegessen - würde das nicht überbewerten"

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Der Chef der Zentralbank aus Österreich hatte die Märkte kurz aber heftig ins Rutschen gebracht. Seine Überlegung, die Pandemiehilfen zurückzufahren, gefiel nicht jedem. Fritz Mostböck, Chefanalyst der Erste Group Bank bleibt gelassen. "Die EZB Entscheidung hat nur einen kurzfristigen Einfluss auf die Märkte. Ich würde das nicht überbewerten. Dadurch braucht man sich nicht aus der Fassung bringen lassen." Auch das Tapering in den USA ist mit Sicherheit schon "gegessen", weil es schon erwartet wird. "Das Umfeld für Aktien bleibt recht günstig." Anders bei den Immobilienpreisen: "Da läuft etwas verkehrt!" Wichtige Anmerkungen zum wichtigen Thema Nachhaltigkeit ("Das ist Mainstream!") und zu den attraktiven Bewertungsniveaus der Börse Wien im Interview.

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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