Wiener Börse Podcast

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Polytec CFO Haidenek: "Die Zange hat uns alle gekniffen. Situation ist hart, aber kein Make or Break!"

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Die Polytec Group ist ein österreichischer Automobilzulieferer und Kunststoffverarbeiter. Und damit unmittelbar betroffen von den derzeitigen Sorgen und Nöten in der Autobranche: Chipmangel, Lieferketten, Preissituation, Nachfrage und Corona. Daher hatte Polytec den Markt Anfang Oktober bereits gewarnt. CFO Peter Haidenek: "Preise sind breitflächig und drastisch gestiegen, um etwa ein Drittel. Das radiert im Gesamtjahr gut 10 Mio. Euro Ergebnis aus. Das ist erheblich!" Die Lieferketten sind weltweit gestört, das belasten das gesamte Ökosystem Automobiltechnik. "Es ist uns nicht möglich, die nächsten Wochen einzuschätzen. Der Markt geht gefasst damit um. Auch, weil wir am Jahresende auf alle Fälle ein deutlich positives EBIT haben werden. Also ganz klar: Das ist für uns keine "Make or Break Krise". Wir haben die Cashsituation gut im Griff."

FACC: Gestern Verlustwarnung - Heute gute Zahlen. Ein lachendes und ein weinendes Auge

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Es ist ein Schlag ins Gesicht! Ein Schiedsgericht in London verdonnert FACC zur Zahlung von 30 Mio. Euro. Der Streit geht zurück bis ins Jahr 2011. Damit hatten CEO Robert Machtlinger und seine Anwälte nicht gerechnet. "Vollkommen überraschend und zur Unzeit. Werden das akzeptieren. Einspruch hat kaum Aussicht auf Erfolg. Für uns zählt aber das operative Geschäft und das läuft in die richtige Richtung." Weitaus versöhnlicher da schon die Zahlen zum Q3 / 2021. Umsatz 118,1 Mio. Euro ( VJ 101,5 Mio. Euro), das EBITDA 7,6 Mio. Euro (VJ -10,8 Mio. Euro). Nach drei operativ positiven Quartalen atmet man zuversichtlich auf bei FACC. "2022 werden wir im intrakontinentalen Flugverkehr wieder Vorkrisenniveau erreichen. Wir haben FACC verschlankt und Kostenstrukturen optimiert. Können derzeit Volumeneffekte sehr gut mitnehmen."

Wienerberger mit Rekordergebnis - CEO Scheuch: "Optimale Struktur dank Kosten- und Preismanagement!"

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Wienerberger erzielt ein Rekordergebnis in den ersten drei Quartalen 2021. Heißt: Umsatz von 2,9 Mrd. Euro (+14 %), EBITDA von 509,1 Mio. Euro (+19 %) und Nettoergebnis von 227,3 Mio, zuletzt lag das bei 43 Mio. Euro. Ein Sondereffekt? "Nein", sagt CEO Heimo Scheuch,"das ist das Ergebnis einer vorausschauenden Einkaufspolitik. Wir haben optimale Strukturen dank Kosten- und Preismanagement." Auch die Transformation der Wienerberger trägt Früchte. "Wir haben uns sehr stark erneuert. Wir sind heute nicht mehr nur die "Ziegeljungs aus Wien." Wienerberger setzt verstärkt auf Digitalisierung, innovative und nachhaltige Systemlösungen für die gesamte Gebäudehülle. Wienerberger hebt den Ausblick an. Probleme durch Corona sieht Scheuch nicht, geht aber mit der Coronapolitik der Regierung hart ins Gericht.

AT&S CEO Gerstenmayer 3,5 Mrd. Prognose: "So einen Markt hat man nicht immer. Das ist eine Once-in-a-lifetime-opportunit

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Hohe Nachfrage nach Mikroelektronik. Andreas Gerstenmayer, CEO bei der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft: "In Summe sind die Kapazitäten an allen Standorten sehr gut ausgelastet." Die Nachfrage bei ICE-Substrate sei am höchsten. "Wir haben uns bei kritischen Materialien etwas mehr eingedeckt." Der Halbjahresumsatz steigt um 30 % auf 698 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA liegt mit 140 Mio. € um 23 % über dem Vorjahr. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22 wurde erhöht, das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum von 21 bis 23 %. Derweil investiert AT&S in ein Research&Develeopment-Center: "Wir werden dort künftige Technologien entwickeln und Kleinserien produzieren." Darüber hinaus wird der mittelfristige Ausblick noch stärker von positivem Marktumfeld und Großprojekten in China und Malaysia begünstigt.

Lenzing Q3: Was ändert sich ohne CEO Doboczky? CFO Obendrauf: "Wir sind mitten in der Transformation"

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Mit dem Ende von Q3 verabschiedete sich auch CEO Stefan Doboczky von Lenzing. Ändert sich damit etwas an der Ausrichtung oder der Strategie? CFO Thomas Obendrauf: "Wir sind mitten in der Transformation. An der Strategie wird sich nichts ändern, die werden wir konsequent fortführen." Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2021 um 32,9 % auf 1,59 Mrd. Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 113,4 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch Verluste von 23,3 Mio. Euro standen. Geholfen hat die Rückkehr zur Normalität in der Textilbranche und die gestiegenen Preise. Eine mögliche Belastung kommt aber aus Logistikschwierigkeiten, vor allem in Asien. Hinzu kommen hohe Energiepreise. Die Jahres-Prognose von mindestens 360 Mio. Euro würde sogar über dem Vorcoronaniveau liegen. Wie sind die weiteren Pläne?

Wolfgang Matejka: Klimakonferenz auch als Investorenthema - Gefahr einer Nachhaltigkeitsblase?

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Nachhaltigkeit ist auch für die Finanzbranche ein wichtiges Thema. Ist somit auch die Klimakonferenz in Glasgow ein Investorenthema? Und kann der Finanzmarkt überhaupt die Rolle des Weltretters übernehmen? Fondsmanager Wolfgang Matejka: "Am Kapitalmarkt ist man Lösungsorientierung gewohnt. Man sagt: da ist ein Problem und das müssen wir lösen". Viel Geld fließt in das Thema Nachhaltigkeit, auch politisch gewünscht. Vieles davon würde sonst vielleicht nicht in die entsprechenden Sektoren fließen. Sind das Fehlallokationen, droht vlt. sogar eine Blase? "Beispiel erneuerbare Energie. Der Sektor hat eine Underperformance hingelegt. Im Herz des grünen Investors ist plötzlich ein Sektor, der performancetechnisch nicht funktioniert. Auf der anderen Seite hat man die dirty old Sektors wie Öl und Energie. Aus Investorensicht war es heuer schwierig, ohne diesen Sektor eine Performance aufrecht zu halten." Dort sind bekanntermaßen die Preise rasant gestiegen. Wie lange wird man diese Auswirkungen spüren?

OMV: Gewinntreiber war Chemie, nicht nur Öl und Gas - CFO Florey zu Ölpreis, Gasversorgung und Transformation

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Die OMV konnte den Gewinn in den ersten neun Monaten 2021 deutlich steigern auf 2,13 Mrd. Euro, vor einem Jahr war dort noch ein Verlust von 468 Mio. Euro zu verzeichnen. Kein Wunder: der Öl- und Gaspreis ist stark angezogen und trotz Transformation ist die OMV in diesen Segmenten stark. Gewinntreiber war aber der Bereich Chemie, auf dem seit der Borealis-Übernahme vermehrt der Fokus liegt. Denn auch die Polyethylen-Preise sind stark gestiegen. Die Transformation schreitet voran, es gab weitere Verkäufe wie aktuell bei einem Ölfeld in Norwegen. OMV CFO Reinhard Florey gibt Einblick in die Strategie, die Einschätzung der Ölpreisentwicklung und die Lage der Gasversorgung für den Winter.

Palfinger AG: Neues Rekordjahr angepeilt - über 148 Ladekräne für Thailand - Angespartes für Betongold

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Weiterhin hoch hinaus will der österreichische Kranhersteller Palfinger. In Q1 bis Q3/2021 strebt die AG ein neues Rekordjahr mit mehr als 1,75 Mrd. Euro Umsatz und einem EBIT von über 150 Mio. für das Gesamtjahr 2021 an. "Wir spüren einen starken Rückenwind vom Markt", erklärt CFO Felix Strohbichler, "nicht nur Aufholeffekte nach Corona sind die Gründe. Unser Unternehmen bedient auch Megatrends wie Construction Recycling." Viele Menschen hätten derzeit das Bedürfnis, ihr Angespartes in Betongold zu gießen."Im Sinn der Nachfrage ist Corona nicht mehr da. Die steigenden Materialkosten werden uns im vierten und noch im ersten Quartal 2022 aber voll treffen. Auch Palfinger kann sich den Material- und Lieferengpässen nicht entziehen - das führt zu Ineffizienzen. Sie können aber davon ausgehen, dass wir mit unserem Auftragsbestand bis in Q2/2022 eingedeckt sind. Wir werden unsere Guidance für 2021 ganz klar einhalten." Midterm Target: Bis 2024 2,3 Mrd. Euro Umsatz.

Fritz Mostböck: "ATX Outperformer 2021 - trotzdem historisch günstig!"

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Die Inflation steigt im Euroraum. Getrieben vor allem durch den fast schon dramatischen Anstieg bei den Energiepreisen. Fritz Mostböck: "Die Anlageklasse Aktie ist nach wie vor ein attraktives Investment". Der ATX erlebt ein starkes Jahr und hat viele europäische Indizes outperformed. "Trotzdem ist der ATX historisch günstig. Wir rechnen mit einer Dividendenrendite von 3,5 - 4 %." Die Unternehmen ziehen derzeit starke Bilanzen. Bleibt das so? "Österreichische Unternehmen sind sehr gut aufgestellt und haben ihre Hausaufgaben gemacht."

Aventa Immobilien AG setzt auf technisches Know-how: Günstig bauen ohne Qualitätsverlust

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Aventa ist ein Immobilienentwickler aus Graz. Graz ist die Landeshauptstadt der Steiermark und die zweitgrößte Stadt Österreichs. Der Großraum Graz war in den letzten zehn Jahren der am schnellsten wachsende Ballungsraum. Seit November 2020 ist Aventa im Segment Direct Market Plus der Wiener Börse. Großaktionäre sind die Vorstände Christoph Lerner und Bernhard Schuller. Aventa sieht sich "anders als gewöhnliche Projektentwickler". IR Peter Resch: "Unsere Mitarbeiter haben sehr viel technisches Know-how. Das bedeutet: Günstig bauen ohne Qualitätsverlust." Materialknappheit am Bau sowie die massive Verteuerung von Baumaterialien ist derzeit kein Thema. "Von einer langfristigen Knappheit gehen wir nicht aus. Wir rechnen mit sinkenden Preisen." Die Aventa AG plant wie bereits für das Jahr 2020 auch weiterhin mit einem geringen, gesunden und nachhaltigen Wachstum. "Die Wohnungspreise steigen weiter. Damit haben selbst wir nicht gerechnet."

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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