Wiener Börse Podcast

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OMV: Gewinntreiber war Chemie, nicht nur Öl und Gas - CFO Florey zu Ölpreis, Gasversorgung und Transformation

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Die OMV konnte den Gewinn in den ersten neun Monaten 2021 deutlich steigern auf 2,13 Mrd. Euro, vor einem Jahr war dort noch ein Verlust von 468 Mio. Euro zu verzeichnen. Kein Wunder: der Öl- und Gaspreis ist stark angezogen und trotz Transformation ist die OMV in diesen Segmenten stark. Gewinntreiber war aber der Bereich Chemie, auf dem seit der Borealis-Übernahme vermehrt der Fokus liegt. Denn auch die Polyethylen-Preise sind stark gestiegen. Die Transformation schreitet voran, es gab weitere Verkäufe wie aktuell bei einem Ölfeld in Norwegen. OMV CFO Reinhard Florey gibt Einblick in die Strategie, die Einschätzung der Ölpreisentwicklung und die Lage der Gasversorgung für den Winter.

Palfinger AG: Neues Rekordjahr angepeilt - über 148 Ladekräne für Thailand - Angespartes für Betongold

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Weiterhin hoch hinaus will der österreichische Kranhersteller Palfinger. In Q1 bis Q3/2021 strebt die AG ein neues Rekordjahr mit mehr als 1,75 Mrd. Euro Umsatz und einem EBIT von über 150 Mio. für das Gesamtjahr 2021 an. "Wir spüren einen starken Rückenwind vom Markt", erklärt CFO Felix Strohbichler, "nicht nur Aufholeffekte nach Corona sind die Gründe. Unser Unternehmen bedient auch Megatrends wie Construction Recycling." Viele Menschen hätten derzeit das Bedürfnis, ihr Angespartes in Betongold zu gießen."Im Sinn der Nachfrage ist Corona nicht mehr da. Die steigenden Materialkosten werden uns im vierten und noch im ersten Quartal 2022 aber voll treffen. Auch Palfinger kann sich den Material- und Lieferengpässen nicht entziehen - das führt zu Ineffizienzen. Sie können aber davon ausgehen, dass wir mit unserem Auftragsbestand bis in Q2/2022 eingedeckt sind. Wir werden unsere Guidance für 2021 ganz klar einhalten." Midterm Target: Bis 2024 2,3 Mrd. Euro Umsatz.

Fritz Mostböck: "ATX Outperformer 2021 - trotzdem historisch günstig!"

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Die Inflation steigt im Euroraum. Getrieben vor allem durch den fast schon dramatischen Anstieg bei den Energiepreisen. Fritz Mostböck: "Die Anlageklasse Aktie ist nach wie vor ein attraktives Investment". Der ATX erlebt ein starkes Jahr und hat viele europäische Indizes outperformed. "Trotzdem ist der ATX historisch günstig. Wir rechnen mit einer Dividendenrendite von 3,5 - 4 %." Die Unternehmen ziehen derzeit starke Bilanzen. Bleibt das so? "Österreichische Unternehmen sind sehr gut aufgestellt und haben ihre Hausaufgaben gemacht."

Aventa Immobilien AG setzt auf technisches Know-how: Günstig bauen ohne Qualitätsverlust

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Aventa ist ein Immobilienentwickler aus Graz. Graz ist die Landeshauptstadt der Steiermark und die zweitgrößte Stadt Österreichs. Der Großraum Graz war in den letzten zehn Jahren der am schnellsten wachsende Ballungsraum. Seit November 2020 ist Aventa im Segment Direct Market Plus der Wiener Börse. Großaktionäre sind die Vorstände Christoph Lerner und Bernhard Schuller. Aventa sieht sich "anders als gewöhnliche Projektentwickler". IR Peter Resch: "Unsere Mitarbeiter haben sehr viel technisches Know-how. Das bedeutet: Günstig bauen ohne Qualitätsverlust." Materialknappheit am Bau sowie die massive Verteuerung von Baumaterialien ist derzeit kein Thema. "Von einer langfristigen Knappheit gehen wir nicht aus. Wir rechnen mit sinkenden Preisen." Die Aventa AG plant wie bereits für das Jahr 2020 auch weiterhin mit einem geringen, gesunden und nachhaltigen Wachstum. "Die Wohnungspreise steigen weiter. Damit haben selbst wir nicht gerechnet."

Agrana: Was macht eigentlich der Rüsselkäfer? - Betain für Sportler-Nahrung - Agranas H1-Long-Covid-Folgen

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Agrana CEO Markus Mühleisen: "Wir konnten den Rüsselkäfer gut in Schach halten und so erwarten wir bei den Zuckerrüben eine gute Ernte, vom Ertrag her so ca. 70 bis 80 Tonnen je Hektar. So gehen wir von einer guten Zuckerernte aus." Agrana erreichte im 1. Halbjahr 2021/22 einen Umsatz 1,4 Mrd. Euro mit einem Konzernergebnis von 27 Mio. Euro nach 34 Mio. vor einem Jahr. Der Grund für den Rückgang sind die Coronafolgen: "Wir hatten im Gastronomiebereich einen guten Sommer, natürlich ist der ganze Eventbereich noch stark betroffen von Corona." Zucker, Stärke, Frucht ... mit diesen drei Begriffen kennen die meisten die Produkte von Agrana, doch Agrana hat noch viel mehr: wie zum Beispiel verrottbare Bio-Plastiktüten. Heute geht es besonders um die Grundstoffe für Kosmetika und wofür benötigt man Betain?

Robert Halver: "Ich mag den Begriff Stagflation überhaupt nicht - Das ist ein Modebegriff, um die Gazetten zu füllen"

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Die Heizkosten und Ölpreise gehen durch die Decke. Müssen wir uns daran gewöhnen? Robert Halver: "Vorübergehend schon. Wir haben einen gewaltigen Nachfrage-Boom. Alle wollen nach Corona zeitgleich ordern. Das sorgt dafür, dass es eine Knappheit gibt. Das heißt: die alten Gesetze von Nachfrage und Angebot wirken. Aber: ich bin mir sicher, im nächsten Jahr wird sich das entspannen und es kommt zur Balance." Also keine drohende Stagflation? "Ich mag den Begriff Stagflation überhaupt nicht. Das ist ein Modebegriff geworden, um die Gazetten zu füllen. Wir haben im Augenblick eine technische Konjunkturdelle, die im nächsten Jahr aber wieder behoben wird." Den Börsen scheint diese Diskussion sowieso nichts anzuhaben, der DAX geht auf den höchsten Wert im Monat Oktober. "Wir haben bei den Krisenthemen auch Entspannungseffekte." Könnte die Berichtssaison der guten Laune etwas anhaben?

Voquz Labs: nach Halbjahreszahlen und Kapitalerhöhung wird nun das Wachstum in Angriff genommen

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Softwarehersteller Voquz Labs konnte im 1. Halbjahr 2021 27 % beim Umsatz wachsen auf rund 1,2 Mio. Euro. CEO Martin Kögel: "Das gefällt mir im Rahmen der Erwartungen normal gut. Wir sind dort weiter auf Kurs." Im Softwaregeschäft wird üblicherweise das Hauptgeschäft in Q4 gemacht. Das gilt auch für den Gewinn, der allerdings schon jetzt positiv ist. Im September gab es eine Kapitalerhöhung. "Mit unserem Testballon sind wir sehr zufrieden. Aber wir haben immer gesagt, wir gehen an die Börse, um unsere Expansionspläne zu finanzieren. Da ist noch mehr geplant." Was wird jetzt angegangen?

Athos Immobilien: Großteil der Verkäufe getätigt - "Die Butter am Brot wird etwas geringer ausfallen in den nächsten Per

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Athos Immobilien ist als Projektentwickler, Investor und Vermieter in Oberösterreich und Wien tätig. Die Strategie sieht weiteren Ausbau des Segments Wohnen vor und weiteren Abbau von Fachmarktzentren, Büro und Gastro. Das bringt natürlich kurzfristig hohe Gewinne: von den 6,9 Mio. Euro Ertrag aus dem ersten Halbjahr 2021 kommen nur 2,4 Mio. Euro aus Nettomieterträgen und 3,7 Mio. aus bereits erfolgten Verkäufen. In Zukunft könnten diese Erträge also geringer ausfallen? CEO Manfred Pammer: "Da sehen wir sehr realistisch der Zukunft entgegen. Die Butter am Brot wird etwas geringer ausfallen in den nächsten Perioden, da die Verkäufe zum Großteil bereits umgesetzt wurden." Gibt es auch diesmal wieder eine hohe Dividende? In Zukunft ist ein Modell geplant, in dem Privatpersonen ihre Wohnung an Athos verkaufen und dort als Mieter blieben können.

Rosen: "Die meisten Kommentatoren geben der Fed wirklich eine römische I für die Art wie sie ihr nächsten Schritte kommu

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Anleger sind ja immer etwas aufgeregt, wenn die US-Notenbank tagt. Die September-Zinssitzung der Fed war durchaus "hawkish." Monika Rosen: Es geht um die Frage, wie nimmt man diese Stützräder der Konjunktur langsam weg, ohne das Fahrrad ins Schlingern zu bringen. Derzeit werden pro Monat rund 120 Mrd. Dollar an Anleihen gekauft. 80 Mrd. davon sind US-Staatsanleihen, und 40 Mrd. verbriefte Hypothekendarlehen, die ja auch in der Finanzkrise zur traurigen Berühmtheit gelangt sind, das ist der Mix." Bei der nächsten Sitzung Anfang November könne eine Drosselung der milliardenschweren Wertpapierkäufe beschlossen werden, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch nach der Sitzung der US-Notenbank. Nach der Fed-Sitzung schlossen die Wall Street Indizes überraschend im Plus.

Dr. Habermayer: "Risiko nachhaltige Investements - eine neue Blase, teilweise astronomische Bewertungen, mit KVG von 1.0

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Dr. Wolfgang Habermayer: "Wir haben vor allem in diesem Jahr sehr hohe Zuflüsse in ESG-Fonds, in Nachhaltigkeitsfonds gesehen. Es wurde oftmals in Form von Themenfonds angeboten. Die Zuflüsse waren ganz enorm. Und hier konzentrieren sich die Kapitalflüsse oftmals auf sehr aufmerksamkeitsstarke und dadurch auch überbewertete Titel. Die Bewertungen sind zum Teil astronomisch. Wir sind an manchen Stellen nicht nur überbewertet und bei Blasen, sondern wir haben in einzelnen Themenfonds KGVs von über 1.000. Das klingt nahezu absurd und lässt manche Technologie-Bewertungen erblassen. Tatsächlich hat das große Gefahren. Und die Frage ist, ob solche Themenfonds ein Fluch oder ein Segen sind?" - Weiteres Thema: die Pleite des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande, ist das ein weiteres Risiko für unseren Aktienmarkt.

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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