Wiener Börse Podcast

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Agrana-CEO Mühleisen: "Verstehe die Sorgen des Marktes, fühle mich aber unterbewertet!"

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Hohe Rohstoffpreise und Energiekosten - AGRANA stellt von Erdgas auf Erdöl um. Einen Großteil der Produktionskapazitäten möchte das Unternehmen auf diesem Wege absichern. Bereits im Herbst sollen die wichtigsten Werke umgerüstet sein - ein 10-Millionen-Projekt. Gute Zahlen erntete das Unternehmen in Q1 des Geschäftsjahres 22/23 (1. März - 31. Mai 2022): AGRANA steigerte das Ergebnis mit einem sehr deutlichen Anstieg von 21 Mio. Euro auf 52 Mio. Der Umsatz stieg auf 886 Mio. "Wir erwarten ein schwieriges zweites Halbjahr", so CEO Markus Mühleisen. Die Dividende wurde zurückgenommen, die Aktie ist seit Jahresbeginn ein Prozent im Minus. "Völlig klar: Die Aktie ist unterbewertet."

Zumtobel mit Gewinn- und Dividendensprung - CFO Erath: "Wollen den Aktionären zeigen, dass Sie am Erfolg partizipieren k

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Licht-Spezialist Zumtobel konnte im Geschäftsjahr 2021/22 den Umsatz um +9,9 % auf Vor-Corona-Niveau steigern (1.148,3 Mio. Euro). Kostenerhöhungen konnten gut weitergegeben werden, die Fixkosten konnten gleich gehalten werden, somit steigt das Ergebnis überproportional: 60,8 Mio. Euro nach 43,4 Mio. Euro, das beste Ergebnis der letzten 5 Jahre. Höhermargige Produkte und Effizienzverbesserungen ließen die Marge auf 5,3 % ansteigen. Nun soll auch die Dividende gesteigert werden: 35 Cent je Aktie sollen gezahlt werden, nach 20 Cent im Vorjahr. CFO Thomas Erath: "Da die Aktionäre nicht mit dem Aktienkurs verwöhnt werden, wollen wir durch die attraktive Dividendenrendite von ca. 5 % den Aktionären zeigen, dass Sie am Erfolg partizipieren können."

Robert Halver: "Stimmung am Markt wie im Michael Jackson Video Thriller: Die Zombies tanzen auf dem Friedhof"

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Dividenden, der schönste Nebeneffekt beim Aktienhandel. Einfach so ein passives Einkommen. Leider muss man auf ausländische Aktiendividenden 2x Steuer bezahlen, 1x in Deutschland die ganz normale Kapitalertragssteuer und des Weiteren zusätzlich im Land des Sitzes der AG. Diese sogenannte Quellensteuer können Sie sich wieder zurückholen. Beispiel Schweiz: von 1.000 CHF Dividende fallen rund 350 Franken Quellensteuern an und davon kann man sich 200 CHF zurückerstatten lassen, rund 20 % bekommen Sie wieder zurück. Dazu gibt es eine Kooperation mit Börsenradio, Sie können sich hier registrieren: http://www.meine-quellensteuer-zurueck.de . Im Interview mit Justin besprechen wir heute 4 anstehende Dividenden-Zahlungen: CEWE Stiftung & Co. KGaA mit einer Rendite von 2,7 %, HHLA mit Dividendensteigerung von knapp 67 %, die Wachstumswerte VARTA und die Danaher Corporation.

ESG-Talk: Wie sich nachhaltige Unternehmen an der Börse Kapital holen

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Der Kapitalmarkt ist ein wesentlicher Hebel, wenn es um die Transformation unserer Wirtschaft in eine CO2-freie Zukunft geht. Um die Umsetzung zu beschleunigen, werden große Mengen an Kapital für Investitionen benötigt. Der Börse kommt dabei die wichtige Rolle zu, so viel privates Kapital wie möglich für diesen Wandel zu aktivieren. In der ESG-Diskussionsrunde in Kooperation mit Brutkasten zeigen zwei österreichische mittelständische Unternehmen, wie die Finanzierung grüner Geschäftsmodelle gelingt und welchen Vorteil dabei ein Börsen-Listing bietet. Weiters werden die Chancen und Herausforderungen welche ESG-Ratings und Nachhaltigkeits-Berichtserstattung mit sich bringen dargelegt.

Diskussionsteilnehmende:

Christoph Boschan, CEO Wiener Börse
Peter Werth, CEO Wolftank Group
Lukas Scherzenlehner, CEO CLEEN Energy
Katharina Schönauer, Sustainability-Expertin KPMG

Moderation:

Sara Grasel, Chefredakteurin Brutkasten

Chefanalyst Mostböck: "Wir sehen momentan historisch günstige Aktienmärkte! 5,3 % Dividendenrendite im ATX"

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"Der ATX war zu Beginn des Ukrainekrieges stärker unter die Räder gekommen", sagt Fritz Mostböck, Chefanalyst der Erste Group Bank, "aber das hat sich in den letzten Wochen wieder relativiert." Der Krieg bringt Unsicherheit und Inflation. Das belasten die Stimmung und die Konjunktur. Die Sanktionen gegen Russland werden Wirkung zeigen, allerdings wird das noch etwas Zeit brauchen. "Für den Westen bedeutet das ein schnelleres Umdenken und Wegkommen von russischen Importen." Der Krieg bewirkt letztendlich eine Beschleunigung im Umdenken auch in ESG Themen. "Wir rechnen im Q3 mit Anzeichen einer Bodenbildung und im Q4 mit einer leicht besseren Performance."

Fondsmanager Wögerbauer: "Die Dynamik der Zinswende hat selbst mich alten Hasen überrascht"

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Noch keine Trendwende im Aktienmarkt sieht Fondsmanager Alois Wögerbauer, und rät: "An Angsttagen kaufen, an starken Tagen eher zurückhaltend zu sein." Für eine Entwarnung ist es also noch zu früh. Erst wenn sich bei einem (besser zwei) der drei großen Herausforderungen der Zeit Entspannung zeigt, könnte man Entwarnung funken: Inflation ("Gefühl der Plateauphase erreicht?"), Zinswende ("Muss nicht ganz so viel sein wie die erwarteten 3,7 %), Ukrainekrieg ("Plan für eine friedliche Zukunft"). Ein abschließender Rat: "Lieber entspannt auf den Horizont blicken als auf die täglichen Wellen!". "Im Zusammenhang mit dem folgenden Beitrag verweisen wir auf den Disclaimer der 3 Banken-Generali, abrufbar unter http://www.3bg.at."

Ölembargo, Energiepreise und OPEC - Setzt Fondsmanager Matejka weiterhin auf Werte rund um Öl?

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In dieser Woche wurde das europäische Ölembargo beschlossen, auch wenn es nicht umfassend ist und erst in einigen Monaten in Kraft tritt. Nun könnte sich auch die OPEC gegen Russland stellen. Fondsmanager Wolfgang Matejka: "Jetzt haben wir das politische Kalkül drinnen. Ob die Interventionen der USA oder eigene Erkenntnis ist, es treibt in die gleiche Richtung wie die EU: den Cashflow nach Russland zumindest einzuschränken." Werte aus dem Ölbereich gehörten zu Matejkas Favoriten, hat sich das geändert? "An sich nein! Ich glaube nicht, dass das Trendmomentum kippt. Es bedeutet, dass Europa die Energieversorgung auf andere Beine stellen muss." Problem für alle wird die Inflation, die in Europa auf Rekordwerte gestiegen ist. Was sind die Folgen und was wird jetzt wichtig? Außerdem: Droht bald ein Corona-Comeback?

Solides Auftaktquartal - Porr CEO Karl-Heinz Strauss: "Wir sind voll auf Kurs"

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Porr startet sehr solide ins neue Geschäftsjahr. Das EBT klettert von minus 9,4 auf plus 0,6 Mio. Euro. Der Umsatz steigt um 15 %, ebenso die Produktionsleistung, der Auftragsbestand bleibt bei über 8 Mrd. Euro. So hoch wie noch nie. CEO Karl-Heinz Strauss: "Wir haben das Ergebnis im Vorjahr gedreht und das soll auch nachhaltig sein. Das ist eine Bestätigung unseres Weges." Die Nachfrage wird grundsätzlich hoch bleiben. "Was die Bauindustrie belastet, ist gar nicht der Ukraine-Krieg, sondern nach wie vor Covid und der strenge Lockdown in China." Der Markt ist noch sehr zurückhaltend. Die Aktie hat in den vergangenen 12 Monaten kontinuierlich verloren, von 16 auf 12 Euro. "Der faire Wert der Porr Aktie liegt um 25 Euro. Aktienkurse sind kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir sind gut aufgestellt und werden wieder dort landen."

Kapitalmarktstratege Robert Halver: "Die Preise bleiben brutal hoch, aber die Zuwächse könnten kippen. Das wäre positiv!

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"Wir haben zwar viele Krisen, aber man muss versuchen, durch diese Nebelwand hindurchzusehen und etwas Positives herauslesen", sagt Robert Halver, der Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. "Ich rechne damit, dass die Chinesen Anfang Juni Shanghai aus dem Lockdown entlassen, dass sich die Inflation in der zweiten Jahreshälfte entspannt und dass der Krieg in der Ukraine nicht weiter eskaliert." Jetzt noch zu verkaufen, wäre keine gute Idee. "Wir haben eine Stimmung an den Märkten, wie auf dem Friedhof um Mitternacht. Aber ein kleiner Lichtblick - und die Stimmung dreht auf Erholungsrallye." Nicht anfassen derzeit würde Robert Halver die "Corona Lieblinge wie Netflix und Essenslieferanten."

UBM Q1 ohne Sondereffekte unter Vorjahr, weiterhin ohne Prognose - CEO Winkler sucht Chancen

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Immobilienprojektierer UBM zeigt in Q1 2022 in vielen Ertragskennzahlen ein Minus: -10 % Gesamtleistung, -27 % Umsatz, -67,1 % Vorsteuergewinn und -59 % Nettogewinn. Nun ist Q1 im Projektgeschäft ohnehin nicht besonders aussagekräftig, außerdem waren im Vorjahr Sondereffekte angefallen. Womit sollte man vergleichen? CEO Thomas Winkler: "Am liebsten wäre mir, wenn man mit Q1 2019 vergleicht. Das war in etwa auf demselben Niveau und das war unser Rekordjahr. Ich will damit aber nicht sagen: wir sind auf Rekordkurs. Dafür sind die Umfeldbedingungen viel zu unvorhersehbar". Das ist auch der Grund, dass eine Guidance weiter fehlt. Die UBM sieht sich mit der "krisensicheren Bilanz" aber gut aufgestellt in diesem Umfeld: eine halbe Mrd. Euro Eigenkapital und über 370 Mio. Euro Cash. Damit sollen Gelegenheiten genutzt werden. Die sich am aktuellen Markt ergeben könnten.

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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Mehr zur Wiener Börse: wienerboerse.at

von und mit Wiener Börse AG, Börsen Radio Network AG

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