Wiener Börse Podcast

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CA Immo CEO Silvia Schmitten-Walgenbach: "Nachfrage nach Premium Büros ist sehr hoch!"

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"Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr", sagt CA Immo Vorstandsvorsitzende Silvia Schmitten-Walgenbach, "die Nachfrage nach Premium Büros ist sehr hoch." Die CA Immo hat ihr Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2022 um knapp 30 % gesteigert auf 220,1 Mio. Euro. Die in der Immobilienbranche wichtige Ertragskennzahl FFO 1 stieg um 7,9 % auf 73,9 Mio. Euro. Die Mieteinnahmen stiegen leicht um 1,0 % auf 121,1 Mio. Euro. Bereinigt um Portfolioveränderungen (4 Mietobjekte verkauft, eines gekauft) hat CA Immo die Mieteinnahmen um 4 % gesteigert. "Neue Mieter sind bereit, für Qualität auch Inflations-angepasste Mietverträge zu akzeptieren. Indexmieten sind ohnehin Standard im Geschäftsmodell der Gewerbeimmobilien." Auch bis zum Jahresende geht CA Immo weiter davon aus, "gut vermieten zu können" und rechnet mit einem FFO von 125 Mio. in 2022.

Marinomed negatives Eigenkapital in H1 - CEO Grassauer: "Kurzfristig muss man sich über die Marinomed keine Sorgen mache

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Im ersten Halbjahr des Jahres 2022 gab es bei Marinomed einen Umsatzanstieg über 50 % auf 4,9 Mio. Euro, den CEO Andreas Grassauer als "postpandemisch" wertet. Das Periodenergebnis ist mit 3,9 Mio negativ, trotz Verbesserung zum Vorjahr (4,4 Mio.). Ebenso negativ ist das Eigenkapital mit knapp 2 Mio. Die Rotalgen sind das geringste Problem, eher noch schlagen die Produktionskosten sowie die Verpackung aus Glas zu Buche. Ist Marinomed noch solvent? Könnte es eine Kapitalerhöhung geben? Grassauer schließt das nicht aus, sagt aber: "Wir könnten auch ohne Kapitalerhöhung unser Ziel erreichen, profitabel zu werden. Kurzfristig muss man sich über die Marinomed keine Sorgen machen."

Bernd Maurer (Raiffeisen Research): "Aufwertung des US-Dollar tut dem Markt gut" - Luftfahrt, Telekommunikation

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Die Sommerrallye brachte dem DAX eine 13-prozentige Markterholung. Auch der österreichische Markt hat sich erholt. Dabei zeigen Finanzwerte und zyklische Unternehmen die stärksten Bewegungen, darunter befinden sich die Raiffeisenbank International und Wienerberger. "Die Aufwertung des US-Dollar tut dem österreichischen Markt gut", so Bernd Maurer von Raiffeisen Research. Die Q2-Ergebnisse der Öl- und Gas- sowie Energieunternehmen sind in aller Munde: OMV verdoppelte den Umsatz und SBO hat den Gewinn sogar verachtfacht. Das Reiseaufkommen in Europa ist zwischen Februar und Mitte Juli um 19 % gestiegen. Das bestätigt auch Robert Machtlinger von der FACC im Interview vom 17. August. Die Telekom Austria hat zum wiederholten Male ein starkes Ergebnis eingefahren. "Gut wie immer! Die anhaltende Digitalisierungswelle hat die Nachfrage des gesamten Sektors verbessert."

Uniqa CEO Brandstetter: "Solides erstes Halbjahr trotz hoher Abschreibungen auf russische Anleihen"

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"Schwierig, die vergangenen sechs Monate waren für uns schadensmäßig sehr belastend in der Größenordnung von 130 Mio. Euro. Das liegt über dem langjährigen Durchschnitt", sagt Uniqa CEO Dr. Andreas Brandstetter, "diese Schäden passierten in 18 Ländern, überwiegend aber in Österreich. Das drückt auf die Schadenquote." Insgesamt ist Brandstetter aber zufrieden und beschreibt das Geschäft als solide. "Die Schaden-Kosten-Quote ist gestiegen, und liegt mit 95 % über unserem Ziel von 94 %. Ich bin zuversichtlich, dass wir das bis zum Jahresende aufholen werden." Auch Abschreibungen auf russische Anleihen und die RBI belasten das Ergebnis. Langfristige Chancen sieht Brandstetter im Bereich Nachhaltigkeit: "Es gibt wohl keine Industrie, die so stark vom Klimawandel betroffen ist, wie Versicherungen." Ebenfalls Aussagen zum Pflichtangebot für Strabag Aktien und zu neuen Klagen aus der Thematik Insolvenz der Infinus AG.

Fritz Mostböck: "ATX mit KVG von 6,5 historisch attraktiv niedrig bewertet!"

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Lieferketten-Probleme, hohe Inflation, hohe Energiepreise, hohe Kosten, aber trotzdem hohe Börsenkurse? Wir hatten jetzt an der Börse eine Sommerrallye. Die Sommerrallye hat den Dow Jones vom Juni-Tief um gut 13 %, den S&P um 17 % und den Nasdaq sogar gar um mehr als 23 % nach oben getrieben. Auch der DAX konnte auf ein Plus von fast 13 % zurückblicken. Fritz Mostböck: "Jetzt nur rein auf die Wiener Börse und den ATX zurückkommend, wir haben aktuell ein KGV von um die 6,5, das ist schon sehr, sehr niedrig und sehr, sehr historisch attraktiv bewertet. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals eine Bewertung im KGV von 6 gegeben hat!"

Vienna Insurance Group mit Erfolgsbilanz zum Halbjahr 22: Höhere Umsätze und Gewinne - Ukraine: "Solidarität großartig"

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"Die Solidarität ist einfach großartig", so Liane Hirner (CFO Vienne Insurance Group) über die Mitarbeiter in der Ukraine, die im ersten Halbjahr 2022 ein Prämienplus von 23 % erreicht haben. Der VIG-Family-Fund hilft unterdessen den Kriegsopfern im Team. Das Prämienvolumen konnte in H1/2022 um 11,6 % auf 6,44 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Gewinn vor Steuern stieg um 10,3 % auf 277,3 Mio. Euro. Die höheren Umsätze und Gewinne kommen aus allen Sparten, insbesondere deutlich zu sehen aber in den Lebensversicherungen. Die Zinsen könnten von der EZB weiter angehoben werden, dies habe jedoch "eine positive Wirkung" auf das Versicherungsgeschäft. "Wir forcieren schrittweise unsere Investitionen in Erneuerbare Energien und Green Bonds." Weitere Informationen erhalten Sie in den Nachhaltigkeitspodcasts des Börsenradio: https://go.brn-ag.de/209

SBO Zahlen zum HJ22 fast schon märchenhaft: Gewinn verachtfacht

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Der Auftragseingang von Schoeller-Bleckmann Oilfield hat sich im ersten Halbjahr 2022 auf 271 Mio. Euro verdoppelt, der Umsatz klettert um zwei Drittel auf 223 Mio., der Gewinn hat sich verachtfacht. "Seit dem Q4 2020 haben wir jedes Quartal zugelegt", so CEO Gerald Grohmann. In der Zukunft möchte sich das Unternehmen verstärkt dem neuen Segment "Energy Transition und Green Tech" widmen. Grohmann erklärt, warum sich Energiesicherheit (Öl und Gas) und Nachhaltigkeit nicht ausschließen. "Grüner Wasserstoff wird eine große Rolle spielen." Beim Thema "Green Tech" möchte die SBO bis 2030 ein gutes Stück vorankommen. Die annähernd 300 Mio. Euro liquide Mittel in den Büchern werden bei diesem Vorhaben sicher nicht schaden. "Der Kapitalmarkt steht uns ebenfalls offen."

FACC CEO Robert Machtlinger: "A320 ist für uns die wichtigste Plattform" - H1/2022: Ebit verdoppelt

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CEO Robert Machtlinger: "Die A320 ist für den Luftfahrt-Zulieferer FACC AG die wichtigste Plattform, 35 % des Gesamtumsatzes der FACC erwirtschaften wir mit der A320-Familie. Und das ist derzeit das erfolgreichste Flugzeug am Markt. - Derzeit rechnen wir mit höheren Energiekosten von monatlich 250.000 bis 350.000 Euro, als vor der Energiekrise, das ist im überschaubaren Bereich und für uns zu managen. Wir bestätigen das 10 %-ige Wachstum im Jahr 2022." FACC steigerte in H1/2022 den Umsatz um 12,5 % auf 270 Mio. Euro und hat das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdoppelt auf 6,1 Mio. Euro. Nach Steuern drehte das Ergebnis aber von 3,2 Mio. auf -0,5 Mio. Euro ins Minus. United Airlines hat bereits 100 Modelle bestellt, von der eVTOL-Drohne von Archer für die Anbindung des Flughafens mit der City.

Frequentis CEO Haslacher: "Das ist eine tolle Journey, auf der wir gerade sind"

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"Das gibt uns Sicherheit", sagt Frequentis CEO Norbert Haslacher, "eine halbe Mrd. Euro Auftragsbestand. Und wir sind lieferfähig, auch kurzfristig. Wir haben unser Lager etwas aufgebaut." Frequentis arbeitet im der Regel für Behörden in sicherheitsrelevanten Bereichen. "Da gibt es Megatrends, die intakt sind. Wir sind krisenresistent." Die Eckdaten zum 1 HJ 2022: Umsatz +16 % auf 167 Mio., Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen positiv 8,4 Mio., nach Abschreibungen leicht negativ. "Das ist saisonal bedingt und vollkommen normal, das holen wir regelmäßig wieder auf." Der Markt honoriert das krisenresistente Geschäft mit einem Kursplus YTD von 20 %. Und auch die Börse Wien honoriert das. Der 1. Platz beim Wiener Börse Preis in der Kategorie Mid Cap ging an: Frequentis

Rosenbauer: Rote Zahlen - Volle Auftragsbücher - aber Teile fehlen und sind teuer - Prognose bestätigt

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Rote Zahlen bei Rosenbauer: Die Auftragsbücher sind voll, aber wegen der gestörten Lieferketten fehlen Teile und sind teuer. Die höheren Preise können nicht weitergegeben werden. Sebastian Wolf, frisch gebackener CEO bei Rosenbauer: "Mit öffentlichen Auftraggebern haben wir Festpreise vereinbart. Darüber werden wir sprechen müssen." Das führt im ersten Halbjahr 2022 zu einem Verlust von 11,7 Mio. Euro. Aber Rosenbauer hält fest an der Prognose von einer Mrd. Euro Umsatz und einem positiven Ergebnis. "Werden im zweiten Halbjahr alles tun, um die Ziele zu erreichen." Wegen der großen Trockenheit brennt es in Europa an allen Ecken. Führt das zu Sonderbestellungen? "Für die Bekämpfung von Waldbränden haben wir etliche zusätzliche Bestellungen. Neu sind aber auch Kooperationen wie beispielsweise in der satellitengestützten Früherkennung von Waldbränden, Baggern, Löschbooten und Löschflugzeugen."

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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