Wiener Börse Podcast

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Polytec CFO Haidenek: "Haben eine große Portion von Nehmerqualitäten - guter Start ins Jahr 2021"

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Autoindustrie und Zulieferer haben es nicht leicht. Brexit, Dieselskandal, Wandel zur E-Mobilität und dann auch noch Corona. Da braucht man eine große Portion Nehmerqualitäten. Polytec CFO Peter Haidenek: "Wir sind gut aufgestellt für die Herausforderungen der Automotiveindustrie. Verknappung von Rohstoffen und Halbleitern sind neben Covid die neuen Herausforderungen für 2021." Der Umsatz geht 2020 zurück um 100 Mio. auf 522 Mio. 16 %, das EBIT liegt bei 13 Mio. nach 32 Mio. "Das Jahr war geprägt von erheblichen Sonderkosten und Sondererträgen. Der Verkauf des Bereichs Industrial war eine gute Gelegenheit ein Non Core Business zu Cash zu machen." Für das laufende Jahr plant Polytec einen Umsatz von 575 Mio. und ein EBIT von 35 Mio. "Wir sind vergleichsweise gut ins Jahr gestartet. Vorkrisenniveau erreichen wir im nächsten Jahr, spätestens aber 2023."

Weltfondstag – VÖIG Präsident Bednar: "Der Trend zum Investieren in Nachhaltigkeit sehr dynamisch!"

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Der Weltfondstag am 19. April ist auch der Geburtstag von Abraham van Ketwich. Der Kaufmann, aus Amsterdam gilt als Vater der Fonds und brachte 1774 der ersten Fonds an den Start. Heute erfreuen sich Fonds sehr großer Beliebtheit, auch und vor allem bei jungen und privaten Investoren. Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung der Österreichischen Investmentgesellschaften (VÖIG): "Das Volumen hat sich sehr rasant entwickelt, wir sind raus aus der Nische." Vor allem Nachhaltigkeit hat als Anlageklasse deutlich zugelegt im Bewusstsein der Investoren. "Derzeit gibt es etwa 100 nachhaltig veranlagte Fonds in Österreich." Die Wiener Börse hat deutlich besser performt in den vergangenen 12 Monaten als die anderen Börsen und das erhöht das Interesse der Anleger. "Wenn der Heimmarkt gut performt, ist das etwas, was die Kunden anspricht. Das gibt Vertrauen und Stabilität."

Alois Wögerbauer: "Rallye ohne Ende? Wird mir nicht über die Lippen kommen - dafür habe ich zu viel erlebt!"erb

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Die Börsen steigen und steigen. Es scheint, als könnte keiner die Rallye aufhalten. Alois Wögerbauer: "Rallye ohne Ende? Das würde mir zu weit gehen! Umso mehr Leute das sagen, umso mehr müsste man sich die Frage stellen, ob zu viel Optimismus im Markt ist. Auch ich gehöre zu den Optimisten. Aber Rallye ohne Ende wird mir nicht über die Lippen kommen – dafür habe ich in den letzten 30 Jahren zu viel erlebt!" Welche Faktoren könnten denn für Korrekturen sorgen? Alois Wögerbauer über Inflation, TINA und Value vs Growth und die ATX-Rekorde.

Cannabis und Klimaschutz an der Wiener Börse - hanETF bedient jetzt noch besser die Anleger in Österreich

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Ein ETF bündelt das Investment einzelner Anleger in einem Korb von mehreren Einzelinvestments. Anleger müssen sich also nicht mit jeder einzelnen Aktie befassen. Der Anleger streut so sein Risiko und hat weniger Arbeit. HanETF ist ein junger ETF Anbieter mit Sitz am Finanzplatz London. Zwei der ETFs aus dem Portfolio hat man jetzt auch an der Börse Wien platziert. Andre Voinea, zuständig für den deutschsprachigen Raum: "Die Nachfrage aus Österreich ist größer als in Deutschland!" Und wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Propheten. Die beiden ersten Fonds befassen sich mit medizinischem Cannabis und mit Klimaschutz.

Marinomed: Virusblocker Nasenspray bringt 2020 Rekordumsatz - "Von Kapazitätenseite geht noch mehr"

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Marinomed ist aktuell vor allem wegen des Nasensprays im Fokus: das Carragelose Nasenspray könnte gegen Covid-19 helfen als Virusblocker gegen das Coronavius. Die Nachfrage ist stark angezogen und das zeigt sich in den Jahreszahlen 2020: Umsatzanstieg um 32 % auf 8,1 Mio. Euro, Rekordwert. Aktuell laufen einige Studien, die die prophylaktische Wirkung unterstreichen sollen. Marinomed schreibt als forschungsintensives Pharmaunternehmen aber weiterhin einen Verlust von -6 Mio. Euro. Investiert wird sowohl in das Hauptprodukt, die Marinosolv-Plattform, aber auch in das Carragelose-COVID-19-Programm. Für 2021 werden weitere Fortschritte in Aussicht gestellt. Trotz Verzögerungen wird die Marschroute beibehalten.

Robert Halver: "Die Kraft der zwei Herzen für den DAX - Export-Wirtschaft brilliert - Impfstoff für Affen im Zoo San Die

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Robert Halver: "Der DAX hat die Kraft der zwei Herzen und er wird auch heuer noch weitere Allzeithochs machen. Ich finde es auch sehr schön, dass die deutsche Industrie es begriffen hat, dass man die E-Mobilität beherzt angehen muss. Mit eigenen Ladesäulen und mit eigener Batterieproduktion. Dass man sich dem Thema jetzt endlich annimmt. Ich hoffe auch, dass man danach die Brennstoffzelle beherzt angeht. Wir haben immer noch die Legendenhaftigkeit des deutschen Automobilbaus. Und darauf muss man bauen. Das werden andere Anbieter so schnell nicht schaffen." Wie gut geht es der Deutschen Wirtschaft? "Export hui - Binnenkonjunktur pfui. - Mich ärgert, dass die Affen im Zoo von San Diego geimpft werden und bei uns nicht!" - Warum ist denn der DAX wieder so beliebt? Er galt doch lange Zeit eher als zweite bzw. dritte Wahl? "Der DAX läuft besser als die Nasdaq!"

Rosenbauer 2020: Rekordjahr, Umsatzmilliarde geknackt, Dividende fast verdoppelt - CFO Wolf: "Grundsolides Geschäftsmode

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Rosenbauer bietet vor allem Fahrzeuge und Equipment für Feuerwehren und ähnliche Institutionen. Dass dieses Geschäft auch in Krisenzeiten gut funktioniert, zeigen die Rekorde im Geschäftsjahr 2020: Der Umsatz knackt erstmals die Milliarde. 1,04 Mrd. Euro, 6,8 % Plus. CFO Sebastian Wolf: "Wir haben beweisen können, dass wir ein grundsolides Geschäftsmodell haben." Der Gewinn stieg +18,7 % auf 41,1 Mio. Euro. Nun soll die Dividende deutlich erhöht werden: 1,50 Euro je Aktie nach 80 Cent je Aktie. Im Interview erklärt CFO Sebastian Wolf den Gewinnanstieg, die Prognose und das Marktumfeld.

Frequentis Jahreszahlen 2020 – wenig Coronaspuren in der Bilanz, dafür aber von der Commerzialbank Mattersburg

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Frequentis ist Marktführer für sichere Kommunikation, zum Beispiel bei Flughäfen, Bahn und Polizei. Gerade die Flughäfen standen im Coronajhr 2020 ziemlich still. In den Frequentis Jahreszahlen 2020 sieht man davon aber wenig: 299,4 Mio. Euro Umsatz sind nur ein Mini Rückgang von 1,4 %. Und auch in den Aufträgen zeigt sich Corona nur wenig: etwas rückläufiger Auftragseingang mit 314,6 Mio. Euro, -5,7 %, Auftragsbestand 427,6 Mio. Euro, +9,2 %. Die Kunden sind nicht die Airlines oder Flughäfen, sondern die Flugsicherungen und damit die öffentliche Hand. Auch die Covid Recovery Funds Elemente in Europa kommen in den Aufträgen an. Unter dem Strich bleibt aber Verlust: -3,4 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 12,5 Mio. Euro Gewinn. Das ist aber einem Sondereffekt aus der Commerzialbank Mattersburg Affäre geschuldet. Eine Dividende von 15 Cent je Aktie soll es dennoch geben. CEO Norbert Haslacher gibt Einblick in die Akquisitionspläne, Digitalisierung und die Prognose 2021.

Neuer S-Immo CEO Ettenauer: Robuste Zahlen 2020 - Update zum geplanten Übernahmeangebot der Immofinanz

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Shoppingcenter und Hotels haben belastet: die Zahlen der S-Immo zeigen deutliche Corona-Bremsspuren. Operativ ging das Geschäft zurück aber lediglich von 87,0 auf 71,1 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) sinkt aber deutlich von 271,4 auf 101,0 Mio. Euro. Entsprechend sinkt der Jahresgewinn auf 56,9 (213,3) Mio. Euro. CEO Bruno Ettenauer: "Ich glaube, dass das sehr robuste Zahlen sind." Probleme gab es bei den Hotels und Shoppingcentern: "Bei beiden sehen wir perspektivisch eine Recovery-Situation. Wir gehen von einer Erholungsphase bis 2024 aus im Hotelbereich." Unklar ist derzeit der Übernahmepoker durch die Immofinanz. "Das ist kein Poker. Wir wissen, dass ein Übernahmeangebot angekündigt ist, haben die Unterlagen aber noch nicht erhalten. Grundsätzlich sind wir nicht abgeneigt. Wichtigstes Kriterium ist aber das Erreichen der Mindestquote von 50 %. Vorher die Satzung zu ändern ist nicht sinnvoll."

Wolfgang Habermayer: "Das Wunder der Impfstoff-Findung! Es gibt gute Gründe, zuversichtlich zu sein"

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US-Finanzministerin Yellen fordert globale Mindeststeuern für Unternehmen. Jeff Bezos findet das gut. Andere Manager offensichtlich auch. Sind das jetzt alles Gutmenschen geworden? Dr. Habermayer: "Das Hirn sollte man nie an der Garderobe abgeben. Das nimmt Komplexität heraus und damit Kosten." Sie investieren in historische Streichinstrumente - und verleihen sogar mal eine Stradivari. Warum? "Das bringt sowohl eine emotionale Dividende als auch Kapitalzuwächse." Ist der Markt zu hoch bewertet? "Die Zuversicht ist begründet und wird zu weiteren Kursanstiegen führen. Solange die Unternehmen die hohen Erwartungen erfüllen."

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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