Wiener Börse Podcast

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Alois Wögerbauer: Ukraine-Krieg schwächt Europa - "Wir haben hohe US-Gewichtungen - Anleihen sind klare Konkurrenz zu Ca

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Hohe Inflation in Europa und den USA. - Weiter keine Zinswende der EZB in Sicht. Die EZB lässt Zinsen unverändert, die Anleihekäufe sinken bis Juni monatlich. Alois Wögerbauer: Die Negativzinsen müssen weg, das würde auch keinen wirtschaftlichen Schaden geben. - Die Amerikaner machen das sehr gut, weil sie sich Spielraum erschaffen. Sie sind, wie man in unserer Sprache sagt, vor der Kurve. - Anleihen sind noch keine Konkurrenz zur Börse, aber eine klare Konkurrenz zu Cash, also Cash-Reserven, die nicht verzinst sind, in eine Anlagewelt überführen. - Dieser Ukraine-Krieg wird kein Szenario entwickeln, wo die Amerikaner als Verlierer hervorgehen. Das heißt, vom Grundsatz her bleibt die Aussage aufrecht, möglichst hohe US-Gewichtungen zu haben. Wir haben Europa reduziert und US-Gewichtung erhöht. Zudem haben wir Sachwerte, Silber, Gold, Metalle ... wir haben auch Waldbesitzer und Forstbetriebe.

Wie aufstellen in der aktuellen Situation? Fondsmanager Matejkas Favoriten: Stahl, Schifffahrt, Rohstoffe, Bau

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Wie der Krieg in der Ukraine sich entwickeln wird, ist fast unmöglich zu prognostizieren. Fondsmanager Wolfgang Matejka: "Wir sind an den Kapitalmärkten über Nacht zu quasi Kriegsexperten gezwungen worden. Es ist schwierig das zu differenzieren!" Auf mögliche Folgen für die Börsen müssen sich Marktteilnehmer allerdings vorbereiten. Das gilt auch für mögliche neue Sanktionen. Wie aufstellen in der aktuellen Situation? Wolfgang Matejkas Favoriten sind aktuell Stahl, Schifffahrt, Rohstoffe, Bau. Im Interview erklärt er, weshalb.

Marinomed mit Rekordumsatz 2021 - "Nach wie vor ist der Hauptteil Corona-Umsatz" - Überlegungen zu Finanzierung der Zuku

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Marinomed hat im Geschäftsjahr 2021 einen Rekordumsatz 2021: 11,6 Mio. Euro, +43 %. CEO Dr. Andreas Grassauer: "Nach wie vor ist der Hauptteil Corona-Umsatz" - allerdings nicht nur. Unter dem Strich blieben 5,9 Mio. Euro Verlust, das ist aber üblich bei forschungsintensive, Geschäft. Die Aktie hat auf 12 Monatsbasis deutliche Rückgänge zu verzeichnen, der Vorstand ist trotzdem positiv gestimmt: "Es hat uns nicht so hart erwischt wie andere kleinere Life Science Unternehmen". Nun soll weiter investiert werden, über die Finanzierung der nächsten Schritte werden unterschiedliche Überlegungen angestellt: Strategische Partnerschaften, Förderungen sowie mögliche Optionen der Eigenkapitalfinanzierung über Kapitalmärkte. "Das stärkste Kapital, das es gibt, ist Eigenkapital. Und die Aktie könnte mehr Liquidität vertragen." Der Jahresstart sei "vielversprechend" verlaufen.

Cleen Energy CEO Scherzenlehner: "Im Schnitt haben wir jetzt alle 30 Minuten eine Kundenanfrage"

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Cleen Energy - (Cleen mit 2e) hilft Firmen, Energie zu sparen, zum Beispiel mit LED-Technik, Wärmepumpen und Photovoltaik auch für einen E-Fuhrpark. CEO Lukas Scherzenlehner: "Was man ein bisschen vergisst in der ganzen Diskussion, der Energiepreis war schon extrem hoch, er hatte sich am europäischen Energiegroßhandelsmarkt, schon vor dem Ukraine-Krieg verdreifacht. Jetzt, mit dem Ukraine-Krieg, ist jedem diese unendliche Abhängigkeit von Strom und Gas aus dem Ausland bekannt. Und aus diesem Grund müssen wir jetzt tatsächlich den Turbo zünden und die Energiewende vorantreiben aufgrund unserer Umwelt-Situation, aber auch aufgrund der Abhängigkeiten. - Wir haben das heute neu ausgewertet, wir haben im Schnitt alle 30 Minuten eine Kundenanfrage digital oder am Telefon!" Die Cleen Energy AG hat aktuelle eine Kapitalerhöhung über 5 Mio. Euro abgeschlossen, die Nachfrage war so groß, dass eine weitere über 2 Mio. folgen könnte.

UBM zahlt Rekorddividende für 2021 - CEO Winkler: UBM eine echte Cashmaschine für ihre Aktionäre - keine Prognose für 20

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Die UBM Development AG will für das Geschäftsjahr 2021 eine Rekorddividende von 2,25 je Aktie zahlen. Damit sieht sich UBM als einer der "Dividenden-Kaiser in Wien". CEO Thomas Winkler: "Wir glauben, das ist sehr wichtig. Ich habe mich noch zu einer anderen Aussage verstiegen, nämlich dass die UBM eine echte Cashmaschine für ihre Aktionäre ist. Und das soll auch so bleiben." 60,1 Mio. Euro Vorsteuergewinn sind mehr als die Analysten erwartet haben und auch ein bisschen mehr als prognostiziert, mit 55 bis 60 Mio. Also zwar nicht der Rekord, aber immerhin der zweithöchste Gewinn der Firmengeschichte. Der Umsatz ist um 52 % gestiegen auf 278 Mio. Euro. Ziel bleibt es, Europas größter Holzbau-Entwickler zu werden. Spielen Sanktionen unter anderem gegen russisches Holz eine Rolle? Wo gibt es überhaupt Berührungspunkte? Immerhin wird mit Verweis auf den Krieg in der Ukraine auf eine Prognose für 2022 verzichtet. "Wir haben Projekte im Wert von über 400 Mio. Euro, mit Beginn im zweiten Halbjahr. Alles, wo Energie drin steckt, wird teurer werden. Darüber hinaus gibt es unterbrochene Lieferketten."

Feuerwehrautobauer Rosenbauer leidet unter Lieferkettenproblemen, es fehlen z. B. Fahrgestelle von MAN - Holzgestelle he

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Bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2021 zeigen sich beim Fahrzeughersteller Rosenbauer International AG ganz klar die Auswirkungen von Corona und den Lieferkettenproblemen. Der Konzernumsatz 2021 sank um 6,6 % auf 975 Mio. Euro, das EBIT reduziert sich auf 35 Mio. Euro, -40 %. Die Dividende wird von 4,20 Euro auf 2,30 Euro reduziert. CFO Sebastian Wolf: "Aktuell sind die Fahrgestell-Hersteller in aller Munde, hier fehlen Kabelstränge, die in der Ukraine produziert wurden für MAN und dadurch verzögern sich auch die Fahrgestelle an uns. Und ohne Fahrgestelle geht gar nichts! Wir haben hier eine Möglichkeit gefunden, trotzdem zu produzieren, beispielsweise die Aufbauten auf Holzgestelle aufzubauen und dann später das Fahrgestell zu verheiraten."

Frequentis AG 2021: +13 % 333 Mio. Umsatz - CEO Haslacher: "Fernsteuerung für Flughäfen, Tower ohne Fluglotsen"

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Die Frequentis AG baut systemkritische Infrastruktur weltweit, Einsatzleitzentralen wie Flugsicherungen und für Blaulichteinheiten wie Feuerwehren, Polizei, Notarzt sowie maritimen Einsatz und öffentlicher Transport. Nachdem die Kunden Behörden sind, war das Geschäft in den letzten 2 Corona-Jahren weitgehend stabil. Zum Beispiel entwickelte Frequentis zusammen mit dem DLR, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, einen Multiplen-Remote-Tower. Norbert Haslacher CEO: "Wir haben schon vor vielen Jahren begonnen, eine Technologie zu entwickeln, die es ermöglicht, einen Flughafen von remote zu betreiben. Saarbrücken war der Erste, der auch zugelassen wurde. Die Controller sitzen knapp 500 Kilometer weiter in Leipzig. Jetzt gib es viele Use Cases, wo der Fluglotse sicher in einem Bunker sitzen kann und ein Flugfeld betreiben kann, es gibt auch sehr starke Tendenzen bei regionalen Airports, wo es wenig Verkehr gibt alles aus einem Center heraus zu betreuen. So kann ein Controller Team 2-3 Airports betreuen."

Biogena will auch in Zukunft zuverlässiger Dividendenzahler sein - gesteigerter Anteil an Biogena Group hebt Gewinn

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Die Biogena Group Invest AG ist die börsennotierte Holding mit einer Beteiligung an der operativ tätigen Biogena Group. Mit den Erlösen der Kapitalerhöhung aus 2021 wurde der Anteil an der Biogena Group auf 3,9 % gesteigert. Deren Erfolg steigert auch den Gewinn der Biogena Group Invest AG im Geschäftsjahr 2021/2022. So stieg bei konstantem Umsatz der Gewinn auf 0,7 Mio. Euro, im Vorjahr war es weniger als 0,1 Mio. Euro. Somit konnte auch eine höhere Dividende gezahlt werden. Und das soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Vorstand Stefan Klinglmair: "Durch das Konstrukt der Beteiligung an der Biogena Group haben wir den Kleinanlegern eine strategische Richtung gegeben an dem Wachstumskurs zu partizipieren. Wir sehen sie eher als Botschafter, denn als Aktionäre. Wir haben eine ganz klare Dividendenstrategie."

Robert Halver: "Wladimir Putin - Bloody Wladi" vs Rezflation und trotzdem gut laufende Börsen

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Robert Halver: "Gute Politiker sind im Moment so rar wie Rohstoffe" - Wir haben eine Inflation an Krisen. Und dennoch, mit Blick auf die Börsen muss man sagen, wir halten uns relativ stabil. Und das finde ich sehr gut, dass wir uns einem lupenreinen Aggressor, nennen wir ihn Wladimir Putin - Bloody Wladi, nicht ergeben. Die Börse hat sich selbst an das Grauenhafte, was wir da jeden Tag aus der Ukraine sehen müssen, gewöhnt. Die Börsen haben das im Blick, die haben sich an Krisen gewöhnt. - Die Börse bezahlt Zukunft, man muss versuchen, sich die Inflation zurückzuholen, entweder am Aktienmarkt, oder für die, die vorhaben, etwas zu bauen oder zu kaufen. Das Geld bekommt man ja nach Inflation nachgeschmissen. Man muss die Seiten wechseln, vom Anlagezins zum Kreditzins." - Jetzt müssen wir alle neue Wörter lernen. Was ist denn eine Rezflation? "Die EZB bleibt unser Beschützer. Sicher tut das weh in puncto Inflation, weil diese nicht bekämpft wird. - Europa muss jetzt zusammenhalten, sonst müssen wir die letzte Ölung vorbereiten."

Jahreszahlen FACC AG: "Nach Konsolidierung und Transformation geht es jetzt endlich wieder Richtung Wachstum"

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Auch ohne direktes Russland- oder Urkainegeschäft ist das österreichische Luftfahrtunternehmen FACC AG vom russischen Krieg in der Ukraine betroffen: "Wir haben zwar eine sehr geringe Titanabhängigkeit, anders sieht es aber bei der Energiefrage aus", sagt CEO Robert Machtlinger. Mit dem Thema "Aufrüstung" beschäftigt sich FACC nicht: "Nein, wir sind ein ziviles Unternehmen." FACC investiert in neue Standorte in den USA und Kroatien. "Wir gehen von Wachstum aus." Das Geschäftsmodell wird breiter aufgestellt: Neben dem Kerngeschäft liege auhc im Space-Markt und in der Urban Air Mobility die Zukunft, so Machtlinger. 2021 blieb kein Gewinn, rote Zahlen zum zweiten Mal in Folge. 497,60 Mio. EUR Umsatz im Jahr 2021, das operative EBIT (ohne Einmaleffekte) liegt bei +4,3 Mio. EUR. Für 2022 wird ein Umsatzwachstum von 10 % erwartet. "Operativ sind wir sehr zufrieden."

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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