Wiener Börse Podcast

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Immofinanz bestätigt S Immo noch 2022 mit mehr als 50,01 % übernehmen zu wollen

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Die Immofonanz ist seit 2022 zu 77 % Bestandteil der CPI Property Group. Bettina Schragel IR-Manager: Die Immofinanz bestätigt, dass sie in Verhandlungen mit dem Mehrheitsaktionär der CPI Property Group treten, den gehaltenen Anteil der S Immo von derzeit 26,5 % auf über 50 % aufstocken wollen. "Wir sagen, dass beide Unternehmen sehr gut zusammenpassen würden, hinsichtlich Geografie, Geschäftsmodell und Ausrichtung. Zudem würde eine Kombination beider Unternehmen zu einer stärkeren Marktposition führen. Ziel ist es, bis Jahresende unseren Anteil auf 50 % +1 zu erhöhen, damit könnten wir die S Immo voll konsolidieren." - Die Mieterlöse blieben in den ersten 9 Monate 2022 stabil bei 217 Mio. Euro. Das Konzernergebnis lag bei 248,6 Mio. Euro, das ist ein Minus von 16 % vor einem Jahr. "Bei unserem Retail-Portfolio haben wir fast 170 mit einer vermietbarer Fläche von 1,3 Mio. Quadratmeter und das Erfreulichste daran ist, dass die Immobilien so gut wie voll vermietet sind. Wir haben einen Vermietungsgrad von 98,5 %."

Q3 Schoeller-Bleckmann Oilfield: Rekord-Auftragseingang

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Die hohen Energiekosten sind kein Ergebnis eines schrecklichen Krieges. "Das ist eine Ausrede der Politik", so Gerald Grohmann, CEO bei Schoeller-Bleckmann Oilfield. Mit erneuerbaren Energien alleine kann der europäische Energiebedarf nicht gedeckt werden. Die Öl- und Gasindustrie hat also noch lange nicht ausgedient. "Wir reagieren auf den Aufschwung, den wir nicht nur kurzfristig sehen." Das sieht man auch an den Quartalszahlen. Das Unternehmen freut sich über einen Rekord-Auftragseingang von etwa 430 Mio. Euro. Die Aktie macht seit Jahresbeginn 90 % gut. Mit 61,50 ist sie aber von den 110 Euro Mitte 2018 aber noch weit entfernt.

UBM mit deutlichem Gewinnrückgang in "neutralem Quartal" - CEO Winkler: "vorübergehend erratischere Gewinne"

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UBM CEO Thomas Winkler hat für die Immobilienbranche von einem perfekten Sturm gesprochen. "Der Höhepunkt ist noch nicht erreicht, wir befinden uns mitten in dem Sturm". Die Zurückhaltung im Markt ist weiterhin groß, somit hatte UBM in Q3 ein "neutrales Quartal" ohne Transaktionen. "Auch wenn das alles erst im 1. Quartal kommt, es kommt dennoch." Man sieht dieses neutrale Quartal aber im Gewinn: Das Vorsteuerergebnis fällt um 64 % auf 16,6 Mio. Euro, der Nettogewinn um 60 % auf 14,3 Mio. Grundsätzlich sei die Nachfrage aber noch da, sowohl nach den Projekten als auch nach den Aktien. "Sie können ohne Immobilien im Portfolio nicht leben. Das ist keine Assetklasse, die zur Randnotiz verkommt. Wir produzieren hier ja keine Einspritzdüsen für Dieselmotoren, sondern mit Wohnraum und Büroraum etwas, das auch in Zukunft nachgefragt werden muss".

Fondsmanager Wögerbauer: Bodenbildungen sind geeignet, schrittweise zu investieren

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Auch, wenn die Notenbanken die Zinsen weiter angeben werden, Alois Wögerbauer, Fondsmanager 3 Banken Generali sieht die Börsenwelt positiv. "Lieferketten erholen sich, Energiepreise sind massiv unter den Höchstständen, Gold hat korrigiert, Frachtraten sind kollabiert. Es findet bereits viel statt, was die Inflation tendenziell nach unten bringt. Die Inflationsspitze in der Eurozone liegt noch vor uns, in den USA ist sie bereits überschritten." Für die Aktienmärkte bedeutet das: "Wir gehen von einer Bodenbildung am Aktienmarkt aus, die durchaus noch Monate dauern kann. Der Markt wird sich auspendeln. Bodenbildungen sind geeignet, schrittweise zu investieren und das bleibt unsere Kernempfehlung." Auch bei Immobilientiteln zeichnet sich eine Bodenbildung ab. Und es tun sich Alternativen auf zu Aktien: Unternehmensanleihen und Staatsanleihen.

Wolfgang Matejka: Die positiven Überraschungsaktien 2022 aus Österreich

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Die Mutter aller Shopping-Wochen ist angebrochen und nun es wird sich zeigen, ob die Tage um den Black Friday wieder die Kassen der Einzelhändler füllen, oder ob diesmal durch Inflation und Rezession alles anders ist? "Die meisten denken daran, das Geld flach zuhalten und es erst dann auszugeben, wenn mehr Transparenz im eigenen Börsl stattfindet. - Eine der Überraschungen österreichischer Aktien war die Resilienz, die Widerstandskraft, die viele Aktien entwickelt haben. Beispielgebend für viele andere die Voestalpine oder die AMAG, die für mich 2 herausragende gemanagte Companies sind. Die auch unabhängig von Energie-Staatsunterstützungen es auf die Beine gestellt haben und gesagt haben: Nein, nein, das müssen wir selbst machen und es wirklich gut gemacht haben und auch Rekordergebnisse einfahren haben. Und von der Börse so langsam belohnt werden. Es gab noch 2 andere, die Andritz AG, die ein Großanlagenbauer im Umfeld der Wasserkraft ist. Und ein Underdog, der hat so langsam begonnen, die Hülle abzustreifen und als Schwan hervorzutreten, das ist die Agrana."

Uniqa CEO Brandstetter: "Versicherungstechnisch ein hervorragendes Ergebnis in Q3!"

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"Viel spannender kann es gar nicht mehr werden", sagt Uniqa CEO Andreas Brandstetter. Gemeint sind die großen Herausforderungen der Stunde: Krieg, Inflation, Rezession, Zinsen. "Die Inflation ist neben der Volatilität an den Kapitalmärkten derzeit die größte Challenge." Uniqa versucht den höheren Kosten gegenzusparen und auch einen Teil der Kosten an die Kunden weiterzuverrechnen. Mit Erfolg. Die Combined Ratio bei 93,3 % und das Vorsteuerergebnis bei 106 Mio. Euro. "Q3 war versicherungstechnisch ein hervorragendes Ergebnis! Wir werden Schwung auch spüren in Q4. Zurückhaltender sind wir beim Kapitalergebnis." Und: Steigende Zinsen sorgen für die Wiederbelebung der Lebensversicherung

Q3 Flughafen Wien AG: Reisefieber trotz Kostenfieberthermometer - Umsatzanstieg und höheres Nettoergebnis

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Die aktuelle Geschäftsentwicklung der Flughafen Wien AG: weniger Corona, mehr Urlaub und Business-Bewegungen, mehr Passagiere, mehr Umsatz (plus 85 %, 508 Mio. Euro) sowie Gewinn (Nettoergebnis klettert auf 109 Mio. nach Null). "Das Reisefieber ist wieder gestiegen", sagt CFO Günther Ofner, "das gilt in erster Linie für den touristischen Verkehr." Ofner hofft auf ein Ende des Krieges in der Ukraine und der strikten Coronapolitik in Asien. "Die Air India hat ihr Kommen angekündigt. Und der Verkehr nach China sollte auch wieder steigen." Das Kostenfieberthermometer geht auch in Wien kräftig nach oben. "Wir müssen mit höheren Lohnkosten rechnen. Es gibt einen drastischen Anstieg bei Fernwärme und Strom." Deshalb setzt das Unternehmen auf Photovoltaik und führt den Betrieb CO2-neutral. Synthetische Kraftstoffe sind zwar Zukunftsmusik, die aber bald schon auch in Wien aufgeführt wird. Ofner ist sich da sicher.

Q3 VIG: "Erhöhte Schadenaufwendungen vor allem im Sachversicherungsgeschäft" - Gesamtprämienvolumen: 9,5 Mrd.,

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Die Vienna Insurance Group hat in den ersten neun Monaten 2022 weiter zugelegt. Das Gesamtprämienvolumen beläuft sich auf 9,5 Mrd. Euro, der Gewinn vor Steuern hat sich um 10 % auf 413,4 Mio. Euro verbessert. Das Nettoergebnis ist mit 302,4 Mio. ebenso um 10 % höher als im Vorjahr. CFRO Liane Hirner: "Wir haben unser Ziel erreicht, in Ungarn zum Marktführer aufzusteigen." Welchen Einfluss hat die Inflation auf das Versicherungsgeschäft? „Wir spüren erhöhte Schadenaufwendungen. Das macht sich vor allem im Sachversicherungsgeschäft bemerkbar, insbesondere bei Kfz-Versicherungen, weil Material- und Ersatzkosten sowie Stundenlöhne gestiegen sind. Bisher konnten wir aber in unseren Märkten das Inflationsrisiko wirksam steuern.“

Kostad: Nach AC- und DC-Laden kommen jetzt E-Ladesäulen mit Mega Charging Standard (MCS)

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Kostad produziert eine der wichtigsten Steckdosen unserer Infrastruktur: "Ladesäulen für Elektrofahrzeuge". Kostad ist ein Spezialist im Bereich DC-Ladesäulen (Schnell-Laden). CEO Günther Köstenberger: "Die Elektroautos entwickeln sich weiter, wir haben jetzt eine maximale Ladeleistung bei E-Autos von 360 KW. Es kommt ein neuer Standard auf dem Markt, das nennt sich Megawatt Charging System (MCS). Das bedeutet: Bei CD-Schnell-Laden für eine Reichweite von 300 Kilometern sind wir hier bei 15-20 Minuten. Und diese Zeit wird sich bei MCS noch einmal um die Hälfte reduzieren. - Bei der Kostad AG ist eine Kapitalerhöhung für 6-7 Mio. Euro in Arbeit, der Prospekt wurde dazu beauftragt. - Die Kostad Steuerungsbau GmbH wird voraussichtlich 10-12 Mio. Euro erzielen, was sehr von den Lieferbedingungen abhängig sein wird. - "Die gesamte Industrie greift auf genau drei Chiphersteller zu. Wir als Ladestation-Hersteller benötigen die selben Chips wie die Automobilindustrie und deren Steuerungen. Hier gibt es eine extreme Verknappung am Markt."

Robert Halver: "Aus Wohlstand für alle wird weniger für alle!"

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Viele Fragen heute an Robert Halver: DAX bleibt auf Kurs - Hoffnung auf positive Impulse von Biden-Xi-Treffen, bringt das die Entspannung an den Börsen? Die Pleite der Kryptobörse FTX, hat ein Showdown in der Kryptowelt begonnen? "Der Zins ist der natürliche Feind der Aktien, ich bin positiv geläutert, dass es weiter nach oben geht. - Wichtig ist, dass auch eine Bundesregierung begreift, dass Wohlstand für alle eine wichtige Größe ist und dass Ideologie in den Mülleimer gehört, in solchen Fragen auch, was die Energiesicherheit betrifft. - Die Firmen haben ja die Welt als Auswahl, die können schauen, wohin sie investieren."

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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