Wiener Börse Podcast

Wiener Börse Podcast

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00:

00:00:06: Bei Agrarner wird die Rechnung wieder süßer.

00:00:09: Das halbjahres Ergebnis und das halbjares Ebit hat sich mehr als verdoppelt.

00:00:14: Im Zucker ist das zweite Quartal wieder positiv, aber Dürre drücken auf die Rübenernte, Food in Barrage verdient weniger und die Verschuldung steigt.

00:00:22: Woher kommt die Wende?

00:00:24: Und wie stabil ist sie?

00:00:29: Peter Heinrich.

00:00:30: Ja, starten wir mit der Ernte!

00:00:32: Zucker rüben Ernte und dem Weltmarkt?

00:00:34: Wie läuft denn die Zucker rübem Erntee zwanzig, sechsundzwanzig aktuell?

00:00:38: Kann man das jetzt schon hier im Oktober am achten Oktober schon sagen?

00:00:41: Vorkampagnenstaat hat ja die österreichische Ertragsschätzung bei rund fünfundfünfzig Tonnen je Hektar nach etwa fast achtzig Tonne im Vorjahr gelegen.

00:00:51: Bestätigt sich das?

00:00:52: Und was bedeutet das für den Zuckergehalt?

00:00:54: Die Auslastung?

00:00:55: Stückkosten in Thulen

00:00:57: Ja, also wir haben diese Woche angefangen erst mit der Rübenverarbeitung in Thulen beispielsweise.

00:01:04: Die Zahlen die Sie genannt haben vor allem die Reduktion der Hektarträge wird sich wohl bestätigen.

00:01:10: das ist eine deutliche Reduktions der Rühbemengen die wir zur Verarbeitung bekommen werden.

00:01:15: ja klarerweise hat es auch Auswirkungen auf die Stückkosten, die Fixkostenbelastung und die Unterauslastung wird natürlich erheblich sein in dem Jahr.

00:01:23: Schlecht für die Landswirte, aber vielleicht gut für sie?

00:01:25: Weil der Zuckerpreis steigen könnte.

00:01:27: Wenn ein Zuckerpreist steigt ist das nicht nur positiv für uns sondern auch positiv für die Landwirte weil ja in weiterer Folge wenn die Zuckerpreise steigen auch die Hülbepreise steigend.

00:01:36: Insofern für alle ist es notwendig dass das Preisniveau sich wieder erholt und deswegen muss man auch sagen dass eigentlich diese geringeren Ernte-Erwartungen über ganz Europa auf der einen Seite Serpitas sind natürlich für die aktuelle Verarbeitungssaison vor allem was die Auslastung anbelangt auf der anderen Seite, dass aber auch notwendig ist damit der Zuckermarkt in Europa wieder einen eingeschwungenen Zustand zurückgehen kann weil wir doch aus einer Situation mit deuter Hieberbeständen kommen.

00:02:01: Ja da will ich ja fast überleitend zum Weltmarkt.

00:02:03: das passt ganz gut.

00:02:05: es gibt ja einen FAO-Zuckerpreisindex der ist im September um sechs Prozent gestiegen.

00:02:10: jetzt gibt's ja dieses große Wetterphänomen El Nino und El Nio.

00:02:14: Ist das wirklich ein Treiber?

00:02:16: Ich meine Es gibt ja kleinere Ernten in EU, das haben sie gesagt.

00:02:19: Indien, Thailand, Regen im Brasilien – wie ist denn die Weltmarktzuckerlage?

00:02:24: Also

00:02:24: aktuell geht man soweit ich das weiß doch eher Richtung Defiziterwartung.

00:02:29: Solche Wetterphänomene wie El Nino können doch sehr starke Auswirkungen haben auf die gesamten Produktionsmengen.

00:02:37: global muss man jetzt abwarten.

00:02:39: also wir kennen das und diese Verwerfungen vor allem was das Wetter jetzt anbelangt.

00:02:44: Das muss man dann wirklich beurteilen, wenn es so weit ist.

00:02:46: Also gibt sicher auch Spekulationen die da drin entsteckt und wir schauen uns das jetzt mal an.

00:02:51: Wir wissen der Ölpreis ist hoch.

00:02:53: Ist das gut oder schlecht für sie?

00:02:54: Und mehr brasilianisches Ethanol?

00:02:57: Wie viel dieses Preisanstieg kommt bei ihnen mit welchem Zeitversatz, bei ihren Verkaufspreisen und Marschen an?

00:03:04: Der eigene Energiepreise sind grundsätzlich für die Wirtschaft nicht gut.

00:03:07: würde ich jetzt nochmal generell sagen dass wir ihn können sich auch nicht gut für uns sein.

00:03:11: Das wirkt sich negative auf die Konjunktur aus, das hat natürlich auch wieder entsprechende negative Auswirkungen auf die Nachfahre-Seite bei uns.

00:03:18: Können wir das sofort weitergeben?

00:03:20: Nein, natürlich nicht!

00:03:21: Also wenn wir beispielsweise das Zuckergeschäft nehmen... ...das ist ein Kompannengeschäft,... ...dass natürlich auch sehr stark davon beeinflusst wird ob es eine Überversorgung gibt oder in meiner Unterversorgungsregelung... ...wenn es eine über Versorgen gibt dann entkoppelt sich ja der Preis für den Zucker von der Kostenseite.

00:03:37: Deswegen sind steigende Energiekosten hier eine zusätzliche Belastung.

00:03:41: Etanolpreise ja sind gestiegen.

00:03:43: Das sehen wir, ich möchte aber auch sagen Wir machen jetzt Profitabilität im Bereich etanol.

00:03:49: das sind aber jetzt keine Margen für die wir uns genieren müssten Sondern es ist doch so dass ihr jedes Unternehmen Wirtschaftet und zumindest einmal seine Kapitalkosten zu verdienen.

00:04:00: Und wenn wir uns in diesem Bereich hinbewegen Im etanoll Geschäft dann denke ich ist das immer eine Grundvoraussetzung Dass man sowas auch betreibt.

00:04:07: In diese Richtung gehen wir aktuell.

00:04:09: deswegen würde ich von einer normalen Ergebnisseentwicklung sprechen in diesem Bereich, der natürlich sicher auch gestützt wird durch die Energiefersorgungsthematiken, die ja aus dem Iran Krieg entstehen.

00:04:20: Wir haben uns jetzt zu Anfang viel über Zucker unterhalten.

00:04:24: Agrarne ist ja mehr!

00:04:25: Zu wieviel Prozent ist Agrarna eigentlich kein Zuckerkonzern mehr?

00:04:29: Also Zucker ist mittlerweile doch das deutlich kleinste Geschäftssegment, dass die Agrarner hat.

00:04:35: Also wir werden uns hier bei rund drei Komma vier Milliarden Umsatz, wären wir uns beim Zucker sage ich mal in Richtung doch deutlich wachhaltig unter zwanzig Prozent an diesem Gesamtkonzern-Unsatz hinbewegen und den Tentenz geht ja eher nach unten als nach oben.

00:04:51: Also damit habe ich es glaube schon beantwortet weniger als zwanzich Prozent vom Umsatz.

00:04:55: Ergebnismäßig brauchen wir die letzten Jahre nicht sprechen weil da hat's ja nicht einmal positive Ergebnisse gegeben sondern nur negative.

00:05:01: In diesem Sinn ist wird die Bedeutung nicht.

00:05:04: auch

00:05:04: Man merkt es auch an den Zugkäufen, kommen wir zu den Zugkäufen SROM und Mercato Ember.

00:05:11: Mit SROM planen sie ja ihren jüngsten Zukauf, einhundert zwölf Millionen Euro Umsatz rund einenhundert fünfzig Millionen Euro Unternehmenswert und ein Multiple von neunmal EBIT da.

00:05:24: Mercato ember ist bereits übernommen?

00:05:26: Warum ist SROM diesen Preis wert?

00:05:29: Welche Synergien erwarten Sie konkret und wieviel zusätzliche Verschuldung wollen Sie dafür akzeptieren?

00:05:34: Wir planen den Zug auf ja nicht mehr, wir haben ja die Verträge unterschrieben.

00:05:39: Das heißt das Signing ist ja erfolgt und jetzt sind in der Phase der kartellrechtlichen Genehmigung.

00:05:44: Das kann einige Monate und wird auch einige Monate in Anspruch nehmen.

00:05:48: Insofern beabsichtigen wir das nicht mehr sondern wir haben es gekauft, wir brauchen halt noch die Genehmigungen.

00:05:53: Warum haben wir das gemacht?

00:05:54: Ganz klar!

00:05:55: Wir haben auf der einen Seite unserem Agar Commodities-Bereich doch eine starke Restrukturierung, die wir durchführen müssen – da haben wir gerade darüber gesprochen Umschichten sozusagen, wir reduzieren unser Engagement in Bereichen vor allem auch im Zucker wo wir wenig bis gar keine Profitabilität haben und reinvestieren das in unsere Wachstumsfelder.

00:06:16: Wir haben immer gesagt dass wir einen Wachsungsbereich haben.

00:06:18: Das ist unser strategischer Geschäftsbereich der Food & Beverage Solutions.

00:06:22: Da geht es vor allem um kundenspezifische Rezepturen In allen möglichen Branchen Im food Bereich vor allem Und die Akquisition von ESA-ROM ist einfach hier ein perfekter strategischer Fit.

00:06:34: Wir wissen, dass wir global aufgestellt sind.

00:06:37: Wir haben eigentlich weltweit lokalen Marktzugang auch über unsere Werke im Bereich der Fruchtzubereitungen, wo wir ja Weltmarktführer sind global.

00:06:46: Dieser Marktzugang ermöglicht es uns natürlich auch in Zukunft zusätzliches Knowhow und zusätzliche Applikationen in diese Märkte hinein zu bringen – über diesen physischen Fruchtbring, den wir haben.

00:06:57: Und dieses Know-how und diese Applikationen vor allem im Getränkebereich, der sicher der Wachstumsbereich schlechthin ist in den nächsten Jahren.

00:07:06: Der wird uns hier doch noch sehr viel Spaß bereiten.

00:07:10: Anlass ist ja das erste Halbjahr des Interviews.

00:07:14: die Zahlen.

00:07:15: schauen wir da rein gehen wir Richtung Börse.

00:07:18: Der Umsatz läuft im ersten halben Jahr praktisch seitwärts.

00:07:21: Das operative Ergebnis hat vor Ad-Aquity und Sondeffekten, ja es liegt von ... Wie viel der Ergebniswende ist wirklich nachhaltig operativ?

00:07:38: Und wieviel ist Basiseffekt aus weggefallenen Belastungen.

00:07:42: Also

00:07:43: siehst du den Unterschied nicht!

00:07:47: Wenn die Belastung ins Dokurell weggefallen sind, ist das nachhaltige.

00:07:50: Insofern ist das ja auch unsere Strategie.

00:07:52: Also Verlustbringer, nämlich permanente Verluste zu reduzieren, ist sicher ein nachhaltig positiver Effekt.

00:07:58: und wenn wir uns natürlich eine deutliche Verbesserung aus dem Zuckergeschäft daher... Ich glaube da ist es auch ein sehr gutes Beispiel die wir in den letzten drei Jahren gemacht haben.

00:08:08: Wir waren im Zucker strukturell sicher deutlich schlechter unterwegs als unsere Mitbewerber Und ich denke, wenn man sich die Mendo-Mem unserer Mitbewerber in den Zuckerbereich ansieht und die Zahlen etwas studiert dann kann man sehen dass wir ja doch mittlerweile aktuell eine deutlich bessere Performance erreicht haben im ersten halben Jahr.

00:08:25: So das sind doch auch deutlich strukturelle Verbessungen die auch nachhaltig sein werden und wir investieren in Geschäftsbereiche die auch eine stabilere Profitabilität ausweisen.

00:08:35: deswegen gehen wir schon davon aus dass diese Verbesserungen auch nach haltig sein werde.

00:08:40: strukturell Ja und wir werden in diese Richtung natürlich weiter arbeiten.

00:08:44: Food and beverage solution wächst bei Umsatz richtig stark auf eighthundert sechsenneunzig Millionen Euro, das e-Bit fällt von achtundsechzig auf sechszig Millionen euro.

00:08:55: Warum verliert ausgerechnet ihr größter Ergebnestträger an Marge?

00:08:58: Und wann erwarten Sie dort wieder Ergebniswachstum?

00:09:01: Das ist sehr einfach zu erklären!

00:09:03: Wir haben in diesem Geschäftsbereich oder in diesem Segment eben nicht ausschließlich unser Solutions-Business abgebildet, sondern hier ist auch die AustriaJuice dabei.

00:09:12: Die AustriaJusice hat doch noch einen beträchtlichen Anteil an Commodity Business und das ist das Wuchtshaftkonzentratgeschäft.

00:09:18: Das ist ja abgebiledet und da haben wir eine deutliche Ergebnisreduktion.

00:09:23: Und der Grund dafür ist im zweiten Jahr in Folge ein Komplettausfall der Abschleernte in Ungarn.

00:09:29: dass hat einen doch deutlich negativen Ergebnisinfekt, das können wir dort in keinster Weise kompensieren.

00:09:35: Wir konnten es teilweise kompenzieren über unser Solutions-Business, über unsere Rezepturngeschäft aber eben nicht zur Gänze.

00:09:42: Das heißt, es ist wieder ein Effekt der aus diesem Rohstofflastigen Verarbeitungsteil kommt und die Rohstoffsituationen, die Wettersituationen können wir nicht beeinflussen von einem Tag auf den anderen, ja, auf einmal keine Verarbeitung mehr haben.

00:09:59: In doch einem ganz wesentlichen Land der Verarbeitungen für unser Abflussartkonzentrat was schon mal dagegen tun, da können wir gar nichts tun.

00:10:06: Na das ist wie bei Energieversorgern!

00:10:08: Wir können zu Ihren Namen denken wenn die Wasserstände niedrig sind dann gibt es weniger

00:10:13: Strom.

00:10:13: Genau.

00:10:14: Blicken wir voraus und ich picke mir jetzt die richtigen Zahlen nochmal hier raus sie haben die EBIT Guidance auf neunzig bis einhundertzehn Millionen Euro angehoben.

00:10:24: Zugleich liegt die Nettoverschuldung bei vierhundert sechzig Millionen Euro und das Gearing bei einen Vierzig Prozent gerundet.

00:10:32: Was muss im zweiten Halbjahr passieren, damit sie am oberen Ende landen?

00:10:36: Und wann soll die Verschuldungen wieder senken?

00:10:39: Also wir arbeiten natürlich permanent an einer Reduktion der Verschulung.

00:10:43: ja!

00:10:43: Das ist einerseits durch das Working Capital Management ganz klar.

00:10:47: Dadurch dass wir natürlich auch unser Zuckergeschäft reduzieren, haben wir weniger Kapital gebunden in Vorräten.

00:10:54: Sie wissen zucker ist ein Kampannengeschäft wo über drei Monate plus minus der gesamte Fahrrad aufgebaut wird weil er die Rüben verarbeitet werden.

00:11:02: das liegt an On-Stock.

00:11:03: Das ist natürlich eine extreme Belastung fürs Working Capital.

00:11:07: Wenn wir in andere Geschäftsmodelle investieren wo wir diese saisonalen Peaks nicht haben dann entlasten wir natürlich auf der einen Seite das Working Capital Auf der anderen Seite natürlich das ganze Thema, wie wir das managen.

00:11:18: Da haben wir auch sehr viel Geld rausgeholt die letzten Jahre.

00:11:21: Wir haben ja über die letzten drei bis vier Jahre einen positiven Free Cash flow von fast fünfhundert Millionen Euro erwirtschaftet und von diesen fünfhundert Millionen haben wir rund die Hälfte in Akquisitionen investiert.

00:11:31: Die müssen jetzt einmal integriert werden.

00:11:33: Jetzt sind wir mal so aufgestellt denke ich dass wir da genug zu tun hatten In der nächsten Zeit und dementsprechend müssen dann noch die Ergebnisse steigen damit letzten Endes das Eigenkapital wieder weiter aufgebaut werden kann und dann sinkt auch die Verschuldung.

00:11:46: Also, die Rechnung ist eine einfache, die Performance muss rauf.

00:11:49: Wir müssen das gut managen vor allem wirken Kapitelbelastungen

00:11:52: etc.,

00:11:53: dann werden die Schulden natürlich auch wieder nach unten gehen.

00:11:56: Denke aber schon dass wir da sehr gute Arbeit geleistet haben weil man muss es ja auch mal zustande bringen, dass wir trotz dieser Extrembelastung in Ergebnis seiteut vor allem im Zuckerbereich diesen doch sehr harten restrukturierungs Kurs den wir erfahren müssen auf der anderen Seite auch ein Wachstumsfeld haben.

00:12:13: Und hier, auch in Zeiten wo fast niemand in unserer Branche Akquisitionen tätigt, auch hier auf das Wachstone im Unternehmen schauen können.

00:12:21: Also ich denke da haben wir eigentlich eine gute Mischung und dass sich natürlich solche Zugkäufe auf die Verschuldung auch kurzfristig auswirken ist ja klar.

00:12:28: Na es vielleicht jetzt sogar die beste Zeit für Zugkäuve?

00:12:31: Wenn's der richtige Zugauf ist, ist es immer eine gute Zeit!

00:12:34: Vielen Dank.

00:12:35: Nach den Quartalsberichten ist vor dem Quartal bericht der Termin, vierzehnte Januar ergebnisse für das Q-Drei, zwanzig sechsundzwanzig, siebenzwanzige.

00:12:44: Danke fürs Gespräch.

00:12:45: bei Granester Zucker wieder etwas süßer.

00:12:47: jetzt muss nur noch die Rendite dauerhaft schmackhaft kommen aber da gibt es ja dafür Aromen.

00:12:53: Danke für immer noch Wiedersehen!

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

Rund um die Uhr bestens informiert. Hören Sie rein!

In Kooperation mit www.boersenradio.de
Mehr zur Wiener Börse: wienerboerse.at

von und mit Wiener Börse AG, Börsen Radio Network AG

Abonnieren

Follow us