Wiener Börse Podcast

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00:00:00: Börsenradio Network AG.

00:00:02: Die Expertenmeinung Ja, Fritz Moskvölk Head of Group Research der erste Group Bank AG.

00:00:08: Aus dem Börseneradiestudio grüßt Peter Heinrich die Aktienmärkte knapp unterhalb von Rekorden obwohl die Belastungsfaktoren eigentlich nicht verschwunden sind.

00:00:17: vor allem die Eskalation zwischen den USA und Iran hält Brent Öl bei rund sixundneunzig US-Dollar und schürzt die Infektion sorgen.

00:00:25: Gleichzeitig bewegen sich zehnjährige US-Staatsanleihen mit rund vier Komma seventy Prozent nur knapp unter ihrem jüngsten mehr Jahres hoch.

00:00:34: Schwache USA Arbeitsmarktdaten entlasten zwar deren Diten, löst das Inflationsproblem der Notendbanken nicht.

00:00:40: Der Mospek an den Börsen wird gerade irgendwie gleichzeitig Gas gegeben und auf die Bremse getreten.

00:00:46: Wie lange kann es gut gehen?

00:00:48: oder auch anders gefragt?

00:00:49: Was ist für die Börse gefährlicher?

00:00:50: Brand Buy?

00:00:52: fast hundert Dollar oder zehnjährige US-Anleihe mit knapp vier Komma acht Prozent.

00:00:57: Wir befinden uns eigentlich in einem sehr fragilen Umfeld, das macht aber die Aktie solche alternativlos.

00:01:06: Aber warum ist es so?

00:01:07: Es gibt natürlich eine Fülle von geopolitischen Krisen nach wie vor.

00:01:12: da gibt's offensichtlich noch keine Lösungen weder Indokrene noch im Nahen Osten.

00:01:21: bei Ölpreis bleibt hoch.

00:01:23: Das schürt natürlich die Inflation, die offensichtlich auch Notenbankmaßnahmen seitens der EZB im September notwendig machen wird.

00:01:33: Auf der anderen Seite muss man sagen das Wachstum ist gering.

00:01:37: aber warum ist die Aktie alternativ los?

00:01:40: Weil nämlich Sie haben schon angesprochen und die Staatsanleihen merkte Teils vor allem in den USA erhebliche Randit-Anstiege zeigen Und damit fallen die Kursen natürlich, heißt dass die USA dann in lesser Konsequenz mit höheren Zinsen noch mehr Geld zurückzahlen muss über die Staatsanleihenseite.

00:02:05: Der Krieg kostet enorm viel Geld also rein vom Haushalt.

00:02:09: von Defizit der USA wird es wahrscheinlich weiter ansteigen und möglicherweise weitere hohe Randiten bringen.

00:02:19: Das heißt, die Anleihmärkte werden mit Vorsicht gesehen.

00:02:22: Es ist auch ein Grund warum das eher für Aktien spricht und Aktien sind letztendlich in dem Umfeld Inflationen, wie schon angesprochen auch ein guter Inflationsschutz weil ja im Wesentlichen die Unternehmen dann auch in der Long Run die höheren Preise weitergeben und dass für bösenotierte Unternehmern natürlich dann eher gut ist.

00:02:46: also Aktie ist alternativlos, die Inflation steigt.

00:02:50: Der Arbeitsmarkt schwächelt in den USA.

00:02:52: Sitzt dann Fett und EZB jetzt in der geldpolitischen Zwickmühle?

00:02:56: Ich

00:02:56: glaube nicht!

00:02:58: Ich glaube, die Fett ist mehr in einer Zwick-Mühle denn Trump hat ja wiederholt niedrigere Zinsen zur Ankurbelung der Wirtschaft gefordert.

00:03:09: Die Inflasion ist aber dort höher als in der Eurozone natürlich auch durch die Energiepreise befeuert und ich glaube der neue Gouverneur Kevin Walsch hat schon angingen lassen bei seiner letzten Rede, dass es möglicherweise zu einer Zinserhöhung kommt.

00:03:27: Also das Gegenteil was Trump haben will, möglicherweise ist hier ein neuerlicher Konflikt mit dem neuen Fed-Gouverneure vorprogrammiert.

00:03:38: aber natürlich ist es so, dass eine steigende Inflation Ausgaben mit einer doch vielleicht eher verhalteren Wirtschaft im Vergleich nicht kompatibel ist.

00:03:53: Kommen wir zu ihrem Spezialgebiet, CE und Österreich.

00:03:58: CE wächst stärker als der Euroraum?

00:04:01: Ist Osteuropa inzwischen der robustere Teil Europas?

00:04:05: Ich würde sagen Zentral- und Osteurober ist nach wie vor der Wachstumsmotor der EU.

00:04:10: Warum?

00:04:11: Weil es gibt dort nach wie vor langfristig, obwohl alle diese Länder schon in den letzten Jahren aufgeholt haben, weiteres Aufholpotenzial.

00:04:21: Natürlich was Infrastruktur betrifft natürlich auch was Produktivität betrifgt und natürlich auch etwas durchschnittliches Einkommen betriffe, obwohl es da auch deutlich höhere Lohnartschlüsse gegeben hat.

00:04:33: aber im Vergleich ist das immer noch attraktiver von den Standorten her als der westeuropäische Teil der EU.

00:04:41: Und es gibt beispielsweise auch Erfühle von Aufholpotenzial nach wie vor, nach Bankdienstleistungen.

00:04:47: Nach Versicherungen

00:04:48: etc.,

00:04:48: um hier westeuropäische Divorce zu kommen.

00:04:52: und man kann in großer modo nach wie vorsagen wenn die EU mit einem Prozent wächst dann wächst sie mit mehr als dem Doppelchen.

00:05:02: das ist so ein Faustregel die man anwenden kann weil hier nach wie Voraufholpotential gegeben ist.

00:05:09: Schauen wir da mal tiefer rein Wo liegt denn derzeit die größte Chance und wo liegen die größten Risiken?

00:05:17: Naja, Risiken gibt sicher auch vielleicht in mancher Leinsicht was politischer Natur betrifft.

00:05:25: Aber gut, wo gibts die nicht?

00:05:26: Die man in Deutschland.

00:05:28: wie gesagt ist die Politik auch nicht die einfachste für den Bundeskanzler.

00:05:34: Frankreich is schwierig.

00:05:36: Ungarn beispielsweise hat sich von der Politik wie sie wissen... zum positiven verändert.

00:05:41: Dort gibt es auch wiederum eine Annäherung an die EU, bei Polen sowieso, der Kroatien-Detto.

00:05:49: also ich würde meinen das sind Zentral und Ostropa schon natürlich auch die Region nach wie vor stark von der EU profitiert und eigentlich lässt sich das alles abbilden in Form von vielen Werten an der Wiener Börse, die natürlich einen erheblichen Anteil am Umsatz aus dieser Region zentralen Rostaloppers generieren und das ist natürlich auch der wesentliche Treiber für die Wiener Börse als solche.

00:06:17: Ja, schauen wir da mal rein!

00:06:18: Der ATX Total Return liegt im Jahr zwanzig sechsundzwanzig hier to date fast dreißig Prozent vorne.

00:06:25: also kann ja fast nicht mehr sagen wie nis günstig oder nur noch günstiger gewesen immer.

00:06:30: die Zahlen sind schön plus dreißzig kommen irgendwas prozent das sind drei tausend neunhundert fünfzig Punkte mehr seit Jahresbeginn Schon eine enorme Relle.

00:06:38: oder ist da jetzt schon zu viel eingepreist?

00:06:41: Eigentlich ist Wien nachher vor Attraktivbewertet trotz dieses Anstiegs.

00:06:46: Wenn man nur auf das KGV aktuell schaut, wir haben ein KG V von zwölf für dieses Jahr bei einem Gewinnwachstum von an die zehn Prozent und wir haben für nächstes Jahr einen KGv von elf dadurch bedingt weil der Gewinneranstieg mit fünfzehn Prozent noch einmal höher sein soll Gleichzeitig bei einer Dividendenrandit von um die vier Prozent.

00:07:09: Das heißt, eigentlich sind die Fundamentalldaten der Bewertung noch bevor vollkommen intakt und vergleichsweise attraktiv.

00:07:18: Man kann natürlich Indizes nicht hundertprozentig miteinander vergleichen aufgrund der Zusammensetzung, der Berechnungsweisen

00:07:25: etc.,

00:07:26: aber in Summe gesehen ist doch Wien nach wie vor attraktiver oder teils deutlich günstiger.

00:07:33: bewährte das viel wie viele andere international am Hersteller.

00:07:36: Schauen wir mal rein auf die Zusammensetzung, was hat den Boom im ATX ausgemacht?

00:07:42: Einen Teil davon natürlich.

00:07:43: Banken haben die Winerelle stark getragen.

00:07:46: man kann sich natürlich fragen wie lange geht das gut wenn der C-Raumboom wunderbar Wenn Konjunktur und Kreditqualität nachlassen dann wird es darunter gehen wahrscheinlich.

00:07:55: Naja Wind besteht zu einem Großteil nachher vor von der Gewichtung zur gesamten Market Capors Werten die in Zentralindustrie stark sind.

00:08:03: Der Trend wird wahrscheinlich nicht abreißen.

00:08:06: und der andere Teil ungefähr ein Drittel besteht aus Werten, die eigentlich in vielerlei marktnischen globale Machtführer sind.

00:08:16: Und Kostenführerschaft haben.

00:08:18: also das sind Werte wie Andritz oder Atheon-Days oder Tonco etc.

00:08:25: Und daher sind auch diese Werte, würde ich mal meinen an der verbleibenden Rest ja nichts in Dalland.

00:08:31: Osterloppe ist auch relativ gut aufgestellt, weil sie in Marktnischen sehr erfolgreich operieren.

00:08:39: Kommen wir zu einem Österreich-Spezialthema.

00:08:42: Idee des Zukunftdepots.

00:08:44: Also Zukunftdepot und Zukunftsfonds nicht verwechseln?

00:08:48: Liebe Hörer das Depot ist für Kinder und Jugendliche gedacht.

00:08:51: der Fonds so langfristig das Pensionssystem stützen.

00:08:54: also beim zukünftigen Zukunftsdepot profitieren vor allem die Familien Die überhaupt fünftausend Euro sparen können, ist das Vermögensbildung oder ein Steuergeschenk für Gutverdiener?

00:09:03: Was ist Ihre Meinung zu dieser Idee?

00:09:05: Ja ich halte es für eine sehr gute Idee.

00:09:08: Weil man an und für sich einen ersten Schritt macht um hier sehr weit in die Zukunft zu denken.

00:09:15: Sprich dieses Zukunftsdepot soll ja für Kinder- und Jugendliche bis achtzehn Jahre gemacht werden.

00:09:23: Das hat Bundeskanzler Stocka diese Woche eigentlich jetzt einmal konkreter veröffentlicht und das macht schon Sinn, dass man von dieser reinen fast Staatsausgaben orientierten Finanzierung der Pensionen in Österreich wegkommt.

00:09:42: Und quasi mal eine Auslagerung an die Kapitalmärkte unternimmt weil wie gesagt da geht es fast über ein Umlageverfahren Der Staatseinnahmen wird praktisch Jeder vierte Euro, mittlerweile in Österreich nur für Pensionen aufgewandt.

00:10:00: Das ist natürlich eine Relation die nicht mehr passt und im Endeffekt sollte doch auch mehr passieren noch was Pensionskassen und private Vorsorge also zweite dritte Säule hier in Österreich betrifft.

00:10:14: aber das zukunftsdepot ist schon mein erster richtiger Schritt in die richtige Richtung.

00:10:19: es ist kein Geheimnis dass quasi Staatseinnahmen die gleich wieder ausgegeben werden, nicht verzinzt sind.

00:10:28: Während man hingegen Geld langfristig veranlagt und hier über die Kapitalmärkte auf Sicht von vierzig, fünfundvierzig Jahren tatsächlich und farktisch deutlich mehr als Randit erzielt werden kann.

00:10:44: Und man kann über diesen Zeitraum auch drei, vier Crashes durchmachen – da wird nicht viel passieren!

00:10:50: Und ganz im Gegenteil ich glaube dann in Vierzig Jahren wird es zu Freude vieler Kinder und Jugendlicher sein, wenn sie dann an ihr gelten kommen.

00:11:01: Ja, wenn der Artig so weitermacht wunderbar Herr Mosböck ich danke Ihnen!

00:11:05: Gerne, vielen Dank!

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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