Beton, Bits und Brenner: PORR baut am nächsten Bauboom
Vom Reinraum bis zum Brenner: PORR baut aus einer Hand! PORR-Chef Karl-Heinz Strauss widerspricht im Gespräch mit Peter Heinrich vom Börsenradio dem Krisengerede: Nicht die Bauwirtschaft stecke in der Krise, sondern vor allem der Immobilien- und Wohnbau. Für Infrastruktur, Energiewende, Rechenzentren und intelligente Verkehrssysteme erwartet er für die kommenden acht bis zwölf Jahre einen Bauboom. Wie technisch PORR inzwischen arbeitet, zeigen zwei Großbaustellen: In Erfurt entsteht für X-FAB die Chipfabrik Fab4Micro samt Reinräumen. Am Brenner-Basistunnel bohren Maschinen wie "Wilma", 200 bis 250 Meter lang und bis zu 3.000 Tonnen schwer. Auch personell baut PORR Brücken: Rund 250 Fachkräfte aus Indien arbeiten in Rumänien, nachdem Kontakte auf Baustellen in Doha entstanden waren. Finanziell stehen 9,8 Mrd. Euro Auftragsbestand einem saisonal schwachen Cashflow gegenüber. Strauss kündigt zum Jahresende wieder einen positiven Cashflow an, will nur passende und profitable Aufträge annehmen und erwartet 2026 ein noch besseres Jahr als das Rekordjahr 2025.
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