00:00:00:
00:00:03: Meine Damen und Herren, mein Name ist Thomas Erath.
00:00:05: Ich bin CFO der Zumtobelgruppe und ich bin hier mit Herrn Gross zu unserem Jahresergebnis zum Tobi-Grupp.
00:00:13: Willkommen beim Börsenradio Herr Erath!
00:00:15: Jahresergeben ist ein kleiner Rückgang beim Umsatz, ein großer Rückgang bei dem Gewinn – so hatte es seinerzeit schon Neil Armstrong formuliert oder zumindest ähnlich.
00:00:25: Aber auch ein Gewinn von einer Million ist ja immerhin einen Gewinn.
00:00:29: Ist das berühmte blaue Auge nach diesem turbulenten Geschäftsjahr?
00:00:34: Ich würde sagen, wir haben uns nicht schlecht gehalten für den wirtschaftlichen Rahmen, den wir derzeit vorfinden.
00:00:41: Natürlich sind wir nicht zufrieden mit dem Ergebnis.
00:00:44: Auch unsere Aktionäre können damit nicht zu Frieden sein.
00:00:47: Es haben ein paar besondere Effekte dazu geführt dass das Jahresergebnis auf rund eine Million Euro geschrumpft ist insbesondere latente Stauern.
00:00:57: In den operativen Kennzahlen waren wir aber am oberen Ende unserer Guidance für den
00:01:03: Kapitalpark.".
00:01:04: Also gut geschlagen, nicht zufrieden, oberes Ende der Guidance... also das ist das blaue Auge!
00:01:09: Aber Sie haben es anders beschrieben?
00:01:10: Es sieht gut aus recht.
00:01:11: trotzdem hat.
00:01:13: die Aktionäre gehen leer aus.
00:01:15: der Aktionärer, die man auch nicht zufrieden sei.
00:01:18: Jetzt gibt es keine Dividende, obwohl ja eine Million Nettogewinn dasteht.
00:01:23: Warum haben Sie sich zu diesem Schritt entschlossen?
00:01:26: Also wir haben eine Dividendenpolitik.
00:01:29: das wird dreißig bis fünfzig Prozent unseres Netto-Ergebnisses ausschütten.
00:01:34: Das heißt bei einer Millionen.
00:01:36: Netto Ergebnis wären das dreihundert bis fünfhundertausend Euro und wir haben gesagt den Aufwand nicht wert, sondern dann verzichten wir lieber ganz auf eine Dividende und schauen dass wir unsere operative Performance im nächsten Jahr verbessern.
00:01:52: Und dort deine Dividenden ausschütten nun nicht drei bis fünfhunderttausend
00:01:56: Euro.".
00:01:57: Der Staat Österreich scheint ja irgendwie weniger Gruppel zu kennen und rechnet einfach anders.
00:02:01: also das kleine Ergebnis ist auch so hatten sie es gerade schon angesprochen ein Resultat deutlich höherer ertrag steuern.
00:02:09: diese Stiegen nach dem wie man jetzt betrachtet von sechshundert tausend auf neun komma sieben millionen.
00:02:15: diese dann wiederum gehen zurück auf wertberichtung aktiver latenter steuern eben in den usa großbritannien österreich es sind wir beide keine steuerberater.
00:02:25: klingt das trotzdem hin?
00:02:27: also sie schon wunderbar bin ich ja genau beim richtigen.
00:02:30: also die frage an den steuer.
00:02:31: berater erklären sich bitte so.
00:02:33: dass ist auch.
00:02:33: ich verstehe
00:02:34: latente stauern sind keine tatsächlichen Erstragsstauern, die man an das Finanzamt in einem Staat abführt.
00:02:42: Sondern es sind Ausgleichsposten für eine, würde ich sagen Bestauerung, die das tatsächliche Ergebnis auch wirklich berücksichtigt.
00:02:50: Das heißt sie haben einen Verlust.
00:02:52: Sie würden keine Stauern zahlen.
00:02:55: dann würden sie nichtsdestotrotz den Ergebnismal-Stauersatz multiplizieren und eine positive Ertragsstauer einbuchen weil sie in Zukunft einen Stauervorteil hätten aus diesem Verlust.
00:03:09: Also das ist eine rechnerische Größe, es ist hochkomplex und für viele Leute eigentlich nicht nachvollziehbar.
00:03:16: ist eine Vorschrift unter IFRS und ist da eine gleichmäßige Bestauerung als tatsächlich.
00:03:24: also das hat nichts damit zu tun dass wir die Stauern an irgendeinen Start abführen sondern das eine rechnerische Gröse.
00:03:31: Rechenrisch insofern Gegen das Nettoergebnis dann läuft, oder wie?
00:03:36: Das gegen das Netterergebnis ist aber nicht zahlungswirksam.
00:03:40: Das heißt sie überweisen keine Stauern sondern sie buchen lediglich den Staueraufwand oder den Staurantrag.
00:03:47: Da habe ich jetzt im Staat Österreich unrecht getan und sozusagen.
00:03:51: Ja so ist es!
00:03:54: Danke für die Klarstellung.
00:03:56: Der Finanzminister freut sich nicht über zusätzliche Stauere.
00:03:59: Schauen wir uns das operative Geschäft an.
00:04:02: Wie verteilt sich zunächst einmal die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr, im abgelaufenen Global aus der globalen Brille betrachtet?
00:04:11: Also alle Märkte sind eigentlich sehr verhalten.
00:04:14: Wir hatten im Dachbereich einen Umsatzrückgang von drei Prozent in Süd- und Osteuropa minus fünf Prozent und Nord- und Westeuropa fast neun Prozent.
00:04:25: Positive Impulse hatten wir aus der Region Amerika und Mea Und dort haben wir Umsatzzuwächse von rund sieben Prozent gehabt.
00:04:35: Aber durchaus ist die Nachfrage sehr verhalten, am Markt herrschen auch Überkapazitäten und das werkt man einfach.
00:04:42: USA lief also offensichtlich besser?
00:04:45: Ist es jetzt so ein Basis-Effekt dass das Geschäft vorher ein bisschen kleiner war?
00:04:48: Jetzt freut man sich dann über entsprechende Zuwächsen.
00:04:51: ich hätte das immer so verstanden.
00:04:52: Sie bauen dieses Geschäft derzeit noch auf.
00:04:55: Also USA.
00:04:56: da haben wir unser Werk geschlossen und aufgrund der Werkschließung haben wir sicher noch einen Last Time beigehabt, also dass die Kunden nochmal bestellt haben und Vorräte angeschafft haben für gewisse Leuchten.
00:05:08: Gleichzeitig bleiben wir in den USA, haben nur keinen Werk mehr und liefern eben aus Europa direkt an die USA.
00:05:17: Sie haben im abgelaufenen Jahr die eine oder andere Restrukturierungsmaßnahme ergreifen müssen.
00:05:22: Wir hatten uns auch alle Quartale drüber unterhalten.
00:05:26: Das haben sie einen Überblick?
00:05:27: was das alles gekostet hat?
00:05:30: diese Restrukturierungskosten das Ergebnis belastet?
00:05:34: Also wir haben rund zwanzig Millionen Euro an besondere Effekten und Restrukturierungskosten gehabt, haben damit aber auch das Geschäft wippewerbsfähiger und schlanker aufgestellt.
00:05:45: Und wir haben ein Effizienzprogramm.
00:05:47: da haben wir uns sechzehn Millionen eingesparts und sechs Millionen Restrukturierungskosten dagegen gehabt.
00:05:54: Das heißt wir haben eine Nettoarsparnis in dem Jahr von rund zehn Millionen Euro gehabt.
00:05:59: Wie sieht es dann auf der operativen seite sektoral aus also die entwicklung der einzelnen geschäftssegment.
00:06:05: Also wir haben zwei segmenten das leuchten segment und das komponente segment, dass leuchte segment ist deutlich resilienter und stabiler und das komponenten gescheft hard art sehr mit dem markt.
00:06:18: das sind nicht nur wir als auch unsere konkurrenz hat dieselben probleme über zehn Prozent mit dem Umsatz nach unten gegangen, aber auch unsere Konkurrenzsysteme entsprechend schlecht.
00:06:30: Und hier muss sich der Markt erholen damit wir zu einer dauglichen Verbesserung kommen.
00:06:35: Wie beurteilen Sie jetzt diese Entwicklung?
00:06:38: Man versucht das Ganze ja immer auf so einem Zeitstrahl dann zu betrachten.
00:06:41: Es gibt gute Zeiten und es gibt es offensichtlich seit einiger Zeit schon schlechterer Zeiten.
00:06:46: Wann ist der Boden erreicht Talsole durchschritten?
00:06:49: Da gibt's ja wunderbare Sprachbilder dafür.
00:06:53: Wir hoffen, dass wir am unteren Ende des Zykluses angekommen sind.
00:06:57: Wir gehen davon aus, dass unsere Umsätze in diesem Jahr stabil bleiben also auf Vorjahresniveau und das auch bei unserer Komponentendoktor.
00:07:07: die Umsätze etwas anziehen werden da am Markt erhebliche Kosten Erhöhungen da sind.
00:07:14: Bei DCBs als Leiterplatten verzeichnen wir Kostenerhöhung von rund Und diese Kostenerhöhungen werden wir auch an unsere Kunden weitergeben.
00:07:24: Ich habe noch ein Sprachbild gefunden, Licht!
00:07:26: Wo sehen Sie Licht?
00:07:27: Wo sehen sie Wachstum?
00:07:28: Also in den Geschäftsbereichen Industrie sehen wir Wachstem also auch bei Sportstätten.
00:07:34: die laufen immer noch ausgezeichnet und bei dem Produkten insbesondere bei Außenlachten sehen wir verstärkte Nachfrage.
00:07:44: und bei unserem Lichtbahnsystem Tecton.
00:07:46: Sportstädtensfußball
00:07:49: bringen Sie Licht
00:07:50: In die dunklen Geschäfte der FIFA sozusagen?
00:07:54: Ja, wir beleuchten Arenen.
00:07:57: Auch bei den nächsten EM haben wir bereits verschiedene Angebote gelegt.
00:08:02: Wir sind zugelassener Partner bei der FIFA.
00:08:05: also in diesem Bereich beleuchte nur wirklich die FIFA und für uns läuft das Geschäft sehr gut.
00:08:12: Wir seien sehr zufrieden mit den Sportstätten.
00:08:14: Was
00:08:15: und
00:08:16: wo müssen oder werden sie investieren?
00:08:20: Wir investieren jedes Jahr sehr viel Geld, insbesondere in unserem Maschinenpark.
00:08:26: Hier müssen wir noch ein paar Anlagen modernisieren.
00:08:30: Rund forty-fünfzig bis fünfzig Millionen Euro investieren wir jedes Jahr und das ist signifikant bei unseren Umsatz nach.
00:08:37: fünf Prozent von unserem Umsatz geht wieder in neue Maschienen, in neue Technologien – unnatürlich neue Produkte!
00:08:45: Was gibt es für Innovationen?
00:08:47: Im Punkt der Innovation ist hier insbesondere unser Lichtbahnsystem zu nennen.
00:08:54: Dann haben wir Kontrollsbereich Innovationen mit unserem System Kicher, aber auch bei der Komponente gibt es verschiedene neue Komponenten die weniger Strom verbrauchen und eine gleichmäßige Beläuftung zustande bringen.
00:09:10: Haben Sie aktuell Kapitalmaßnahmen geplant oder ist die Kriegsfasse gefüllt genug und sie kommen ohne Kapitalmaßnahmen durch das jetzt angelaufene Geschäftsjahr?
00:09:23: Also wir haben keine Kapital-Maßnahme geplant.
00:09:26: Wir sind solide kapitalisiert, wir haben rund vierhundertdreißig Millionen Euro Eigenkapital und mit dem sehen wir uns durchaus gerüstet auch für eine stürmischere Zukunft.
00:09:39: sollte diese dann kommen und aufgrund des Krieges im Iran
00:09:43: und umgedreht, dass sie in die Schatulle greifen, um
00:09:46: sich auf
00:09:47: dem Feld der Merchant Acquisitions weiter zu betätigen?
00:09:51: Wenn wir eine gute Gelegenheit bekommen etwas zu kaufen das hervorragend zu uns passt und dementsprechende Synergien hat sind wir sicher nicht abgenallt dazu.
00:10:01: In der letzten Vergangenheit kann ich nur sagen es war kein Acquisitionsubjekt dabei was uns interessiert hätte und in das wir Geld investierten.
00:10:11: Zum Tobel der Finanzverstand, Thomas Erath.
00:10:14: Vielen Dank fürs Update!