00:00:00: Börsenradio-Network AG.
00:00:01: Rückblickend betrachtet, es war schon auf Kante genäht damals der Börsengang und das war nicht den Stein gemeißelt dass das ein Erfolg wird wie wir ihn jetzt tatsächlich vorgefunden haben.
00:00:12: Das Vorstandsinterview
00:00:14: Ja auch im Schönenberg, Vorsitzender der Andritz AG.
00:00:18: Willkommen beim Börse Radio.
00:00:19: Ich bin an die.
00:00:20: Großandritz zählt zu den größten österreichischen Industriekonzernen Anlagenbauer ist weltweit aktiv in Wasserstoff, Zeltstoff-, Metall-Umweltechnik und Wachstumstreiber bleiben.
00:00:31: Dekarbonisierung, Infrastruktur und Modernisierung bestehende Anlagen.
00:00:36: Die Aktie gilt als solider Industrie- und Infrastrukturwert mit stabiler Dividende.
00:00:41: In den vergangenen Jahren sind sie relativ stark durch hohen Auftragseingang und robuste Margen.
00:00:47: Herr Schönberg, lassen Sie uns jetzt nicht über die Zahlen sprechen!
00:00:50: Uns über eine Zahl nur sprechen nämlich twenty-fünf.
00:00:54: Andritz freiert nämlich in diesem Jahr twenty-five Jahre an der Börse, das klingt gut!
00:00:59: Aber wenn man mal zurückrechnet... Das waren schon wilde Zeiten damals Anfang des neuen Jahrtausends.
00:01:05: Zu wild?
00:01:06: Sicherlich nicht zu wild, wenn wir uns die Historie von Andritze angucken.
00:01:11: So sind fünfzehnzig Jahre Börser ist ein schönes Jubiläum, ein Geburtstag den gerne und intensiv feiern, aber auch nur einen Meilenstein in der an Meilensteinen nicht armen Geschichte von Andrets, die ja seit über hundertvierundsebzig Jahren existiert.
00:01:32: Aber es ist schon so das Rückblick betrachtet und wir haben jetzt ein bisschen ins Spiel geguckt.
00:01:39: Es war schon auf Kante genäht damals der Börsengang und es war nicht in Stein gemeißelt, dass das ein Erfolg wird wie wir ihn jetzt tatsächlich vorgefunden haben.
00:01:49: Wir hatten Börsungang versucht bereits im Herbst, zweitausend, den wir dann nicht umsetzen konnten.
00:01:56: Dann ist die Dotcom Blase geplatzt Und dann war das, was man Karter Stimmung nannte an den Börsen.
00:02:02: Es wurde vieles erwartet und man war für vieles bereit aber einen kleinen Maschinenbauer aus Graz in der Börse zu begrüßen war sicherlich nicht das was ganz oben auf der Agenda stand.
00:02:13: Wir haben den Bösengang dann gewagt zwar eine schwierige Entscheidung.
00:02:19: wir haben sowohl den Banken die uns unterstützt haben aber auch den Private Equity Investoren haben wir an dieser Stelle auch viel zu verdanken.
00:02:29: Wir konnten den Börsengang als reine Kapitalerhöhung fahren, was an sich nicht der ursprüngliche Idee der Private Equity Investoren waren.
00:02:38: Aber damit hatten wir als Firma das notwendige Geld in den zweiten Teil unserer richtigen Akquisition Allström zu kaufen.
00:02:48: Die Tranche wurde fällig.
00:02:50: Sodass wir sagen, wir haben sicherlich gewisse Risiken im Kauf genommen und es ist gut gegangen Und es war rückwirkend betrachtet, wirklich war der Börsengang nicht das Ziel einer Aktivität sondern der Beginn der Entwicklung von eine andere Zwiebel sie heute kennen.
00:03:11: Also ich habe ganz bewusst die Zeit, die Jahrtausendwende, die wilde Zeit ins Spiel gebracht also dass das Platz in der Dotcom-Blase wo die Bause auf einmal ja ist nicht nur ne blutige Nase sondern das war ja inklusive Nasenbeinbruch sehr vorsichtig war.
00:03:27: und Sie haben dann Ich will es mal so positiv formulieren, Sie haben dann wie erfolgreiche Bergsteiger oder gute Piloten den Gipfelsturm abgebrochen und dann eben später erneut probiert.
00:03:38: Hatten sie gerade nochmal skizziert?
00:03:40: Was war denn die Story?
00:03:42: mit welcher Story haben Sie bzw.
00:03:44: Ihre Vorgänger dann den Kapitalmarkt doch überzeugt?
00:03:49: Es war das große Potenzial.
00:03:50: Das war die Vision, die wir hatten aus Andrids deutlich mehr zu machen, als es war ein Lizenz-Baschinenbauer für den osteuropäischen Markt.
00:04:01: Das war's vor dem Fall der Mauer und vor der Neuordnung Europas!
00:04:06: Und ich glaube die Ideen waren gut.
00:04:09: auch die Akquisition, die ich eben schon ansprach mit Oströmen, die schon eingefädelt war, deutete in die richtige Richtung.
00:04:17: die Idee, eine sehr zersplitterte Industrie wie Zulieferindustrie für Papier und Zellstoff zu konsolidieren.
00:04:24: Und einen Anbieter zu schaffen der eine Gesamtanlage für den Kunden her produzieren kann.
00:04:31: ich glaube das hat letztlich überzeugt und man hat den agierenden Menschen auch geglaubt, die ein solides Leistungsversprechen hatten über über die letzten zehn Jahre, die sie bei Andritz schon tätig waren.
00:04:45: Ich glaube das war das was tatsächlich den Ausschlag gegeben hat.
00:04:49: Sie hat mir dann auch gesagt... Das war der Beginn der Geschichte der Andritze.
00:04:55: wie sie heute sich darstellt.
00:04:58: bleibt also die Frage nach dem Warum des Börsengang damals?
00:05:01: Was hat sich für Andritzz durch diesen Börsengang geändert?
00:05:04: welche Chancen haben sich ergeben und was hat Andritzt ausgemacht?
00:05:09: Die Chance, die sie ergeben haben war, dass wir wachsen konnten.
00:05:12: Wir konnten wachsen organisch durch Investitionen aber insbesondere durch Akquisitionen.
00:05:18: Wir hatten das Ziel eine geschlossene technische Lösung für die Zeltstoff- und Papierindustrie darzustellen und das waren im Grunde eine Bayern-Bildstrategie, die wir aufsetzen konnten.
00:05:31: Das Ziel ist uns dies gelingt ohne Abhängigkeiten von externen Finanzierungen.
00:05:37: dafür brauchten die Börse als Finanzierungsvehikel.
00:05:41: und was uns dann auch, ich würde sagen eindrucksvoll gelungen ist.
00:05:45: Und zwar Ich würde mal sagen zum Nutzen von allen Partnern, die im Unternehmen etwas zu sagen haben Die Kunden haben maßgeblich profitiert weil wir einen glaube ich ein solider Anbieter jetzt in den Märkten geworden sind, in denen wir unterwegs sind.
00:06:01: Wir haben den Umsatz verachtfacht seit dem Börsengang.
00:06:04: unsere Belegschaft ist gewachsen sieben Mal mehr Mitarbeiter, als wir zu Börse gegangen hatten.
00:06:11: Inzwischen ungefähr dreißig tausend und wir haben unsere Ergebnisse für sechzehn.
00:06:16: Facht machen jetzt einen E-Bitar von circa siebhundert Millionen pro Jahr.
00:06:22: Das ist glaube ich sehr gut.
00:06:23: das zeigt alle können profitieren die Anteilseigner die Investoren sind mit einer Gesamt Shareholder Return über diese Jahre von über sechs Tausend Prozent herausgegangen.
00:06:36: Ich glaube, das zeigte es war der richtige Schritt.
00:06:39: Es hat uns große Chancen gegeben und wir haben diese Chancenen, würde mal sagen sehr diszipliniert aber auch sehr beherzt genutzt.
00:07:05: Anders steht für ein Technologiekonzern der Ingenieurlösungen in verschiedenen Branchen, für seine Kunden zuverlässig und pünktlich erbringt.
00:07:18: Wir sind ein großer Maschine- und Anlagenbauer.
00:07:21: Wir können komplexe Projekte quasi in allen Teilen der Welt umsetzen – das haben wir gezeigt!
00:07:28: Wir haben die Finanzkraft schwierige Projekten auch zum Ende zu bringen Und während die Innovationskraft unsere Kunden auf dem Weg beispielsweise einer Gründransformation wie sie jetzt ansteht zu begleiten, indem wir Technologien angepasst.
00:07:46: Auf ihr Geschäftsmodell entwickeln und es als Partner anbieten können, den Sie kennen, dem Sie vertrauen und mit dem Sie sich auch trauen, auf eine solche Reise zu gehen.
00:07:58: Wie robust ist Andritz?
00:08:00: Jetzt nach vormundzwanzig Jahren Börsengeschichte, die Geschichte der andere selber ist ja viel länger.
00:08:07: Wie robust zeigt sich ihr Geschäft jetzt heute trotz einer schwächelnden Weltkonjunktur und einer angespannten geopolitischen Lage?
00:08:15: Also wir, die nächste Krise kennen wir ja nicht aber wir sind ja seit sechs Jahren sind in einem Krisenmodus den wir uns vor zehn Jahren in unseren wüstesten Plänen nicht hätten vorstellen können.
00:08:26: das fing an mit Covid.
00:08:28: Wir hatten dann den nicht unerheblichen Schock mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine.
00:08:35: Jetzt ist es ja so, dass wir quasi quartalsweise neue Kriege haben.
00:08:40: In dieser Zeit haben wir unseren Umsatz unser Ergebnis kontinuierlich gesteigert.
00:08:47: D.h.,
00:08:47: wir sind schon, glaube ich, gestärkt aus diesen Krisen hervorgegangen was von Anfang an gemacht haben und das war wahrscheinlich für Covid.
00:08:57: Das war die größte Lehre, wir haben unsere Strategie möglichst viel Wertschöpfung, möglichst dicht an unsere Kunden heranzubringen, haben wir weiter verstärkt dieses Konzept Local for Local weiterfossiert womit wir auch insbesondere unsere Lieferkettenrisiken reduziert haben.
00:09:17: Das heißt Wir sind nicht mehr ausschließlich davon abhängig dass Güter rund um die Weltschiffe, sondern haben unsere Lieferketten sehr lokal in Asien, in Nordamerika und Südamerika, in Europa.
00:09:33: Wir sind aber auch in der Lage, die Lieferketten zu verschränken, um so auch kostenoptimierte und zeitoptimiete Lösungen für die Kunden herzubringen haben aber auch gelernt, dass wir eine gewisse Flexibilität auch versprachlich in unser Kunden vereinbaren müssen um halt in Krisenfällen wenn sich Dinge ändern auch schnell umstellen zu können.
00:09:53: Und es zeigt sich das unsere Kunden die verstehen das und wir haben es tatsächlich geschafft durch diese ganzen Krisen zwar mit viel Arbeit aber ohne große Blessuren durchzukommen.
00:10:05: Also nicht der große Tanker der einmal Fahrt aufnimmt und dann nicht mehr zu stoppen ist beziehungsweise kaum noch Kurven fahren kann, sondern eher so die agile Fregatte?
00:10:15: Ich glaube das Bild zeigt es ganz gut.
00:10:17: Wir wären natürlich schon der große Tank.
00:10:19: hat er anders selbst bestimmen können aber dafür sind wir zu klein.
00:10:23: Die Carbonisierung ist ein großes Thema, das bleibt ein großes thema.
00:10:27: gefassten Megatema Welche Chancen entstehen daraus?
00:10:30: für Sie für Andritz?
00:10:32: Also Es gibt ja ab derzeit einen großen Trend zur Elektrifizierung Richtung Erneuerbare Energien Kreislaufwirtschaft.
00:10:42: bei diesen Themen besetzen wir glaube ich wichtige Technologien.
00:10:47: Erneuerbare Energie, unser Wasserkraftgeschäft ist hundert Prozent erneuerbarer Energie.
00:10:53: Wir haben ein Großteil unserer Umsätze im Bereich Zellstoff und Papier mit sogenannten Biomasse kesseln.
00:11:03: das sind Kraftwerke die mit Biomasse betrieben werden.
00:11:07: Auch das ist erneuerbare Energie.
00:11:10: Wir haben investiert in die Entwicklung von Technologie zur Produktion von grünem Wasserstoff, da sind wir gerade im Bau einer der ersten Kursanlage für Satz-Gitter und deren Salkosprojekt für den Grünen Stahl so dass wir im Grunde in sehr vielen unserer Geschäfte dort für die Aktivitäten zur Dekarbonisierung beitragen Im Bereich Metals Technologieführer für Produktionsanlagen, für Elektro-Bläche die wesentlich sind um Elektromotoren aber auch um Transformatoren herzustellen.
00:11:46: Unsere Tochtergesellschaft Schule baut Anlagen für Batterietechnik.
00:11:52: Auch dort gibt es einen ich glaube strategisch wichtigen Bedarf sich nicht komplett von chinesischen Herstellern abhängig zu machen.
00:12:00: also Ich glaube dass wir überall mit der Innovationskraft und auch dem Vertrauen unserer Kunden in neue Lösungen zu gehen, dass wir gute Akzente setzen hier technologisch die Basis zu schaffen um für die nächsten zwanzig Jahre auch die Technologien bereitstellen zu können.
00:12:18: Die die Gesellschaft braucht eine grüne Transformation.
00:12:22: Herr Schönbeck die schwierigste Aufgabe für den Vorstandsvorsitzenden sich zu beschränken jetzt gucken sie nicht erschreckt.
00:12:31: Sie haben viele Themen im Kopf.
00:12:32: ich will jetzt eines hören Wir sind Radio, deswegen könnt ihr zur Zuhörer nicht sehen was hinten entsteht.
00:12:39: Antritts?
00:12:40: For growth that matters!
00:12:43: Das ist Ihr Claim.
00:12:44: Welches Projekt, das ist die Herausforderung, welches Projekt beschreibt die Leistungsfähigkeit und das Portfolio und den Claim von anderen am besten?
00:12:54: Ich glaube dass wir in all diesen Projekten genau diesem Claim gerecht werden.
00:12:59: unsere Strategie ist nachhaltiges profitables Wachstum.
00:13:04: Wir sehen Wachstum halt nicht nur im Wachsen von Umsatz und Ergebnis, sondern wir wollen auch technologisch wachsen.
00:13:12: Wir wollen eine Umgebung schaffen in dem unsere Mitarbeiter wachsen können, indem unsere Kunden, in denen wir unseren Kunden helfen zu wachsen.
00:13:21: Das ist das was uns antreibt.
00:13:22: Das ist auch das was unsere Belegschaft motiviert sehr dicht am Kunden mit dem Kunden zusammen Dinge zu schaffen die vorher nicht da waren oder auf die man mit Stolz und Mitzufriedenheit blicken kann.
00:13:35: Ich glaube, das sind die Projekte, die uns wirklich erfüllen.
00:13:38: Und es sind ja alles Projekten, die man von außen sehen kann.
00:13:41: wenn unsere Mitarbeiter zehn Jahre später in einem fremden Land dort vorbeifahren dann sehen sie halt was Sie gebaut haben.
00:13:48: Das ist das uns ausmacht!
00:13:49: Das ist auch das, was unsere Leute so stark motiviert.
00:14:02: Das Basenradio Nummer eins.