00:00:00:
00:00:02: So macht man es, so einfach geht's.
00:00:03: So aktiviert man privates Kapital zur persönlichen Vorsorge, zur Vermögensbildung und for the greater good of the economy.
00:00:15: Und damit der Gastgeber des Wiener Börsepreises... Wir sind jetzt hier schon in den gemütlichen Teilen übergegangen.
00:00:21: Es ist das Paläne der Österreich.
00:00:23: Der Mond ist aufgegangen, alles ist hier so in wunderschönes Licht getaucht.
00:00:27: Man hört es vielleicht im Hintergrund, das gemurmeld und Smalltalk.
00:00:32: Ich habe den Christoph Buschern als Gastgeber erlebt auf der Bühne wie ein Entertainer, also Thomas Gottscher auf Speed.
00:00:40: Ihr hattet den Bundeskanzler da?
00:00:41: Also das ist natürlich schon mal ein Highlight!
00:00:44: Wie habt ihr das geschafft?
00:00:45: Ja, also da sage ich natürlich Danke fürs Kompliment aber bestehe schon drauf.
00:00:49: Es geht um ernsthafte Themen.
00:00:51: Natürlich geht's in Österreich wie in Deutschland auch was ganz einfaches nämlich die Frage wie aktiviert man niedrig oder gar nicht verzinstes Sparvermögen zum Wohle jeder einzelnen Sparerin, jedes einzelne Sparrers.
00:01:03: Zum Wohler der Unternehmen und letztlich zur gesamt volkswirtschaftlichen Entwicklung?
00:01:07: dafür sind eine ganze Reihe von Maßnahmen gesetzt.
00:01:10: insbesondere Deutschland hat ja viele Aktivitäten entfaltet, insbesondere jetzt zur Überholung der alten Rista-Programme.
00:01:16: Wir haben ähnliche Tendenzen in Österreich und man hat sich aktuell schon der zweiten Säule also der Betrieblichenaltersversorgung zugewandt da bei der Kapitalallokation, Stichwort Kapitalgarantie versus Kapitalmarktorientierung der Veranlagung Möglichkeiten der persönlichen Aufstockung, Möglichkeiten der Überführungen von Abfindungsprogrammen auch in Verrentungsprogramm zuzuwenden.
00:01:38: Das ist mal sehr positiv und deswegen hat es uns ganz besonders gefreut den Bundeskanzler auch zu begrüßen, der mit seiner Partei dem Kapitalmarkt ohnehin sehr zugewandt ist und die Regierungskoalition auch die Kraft hatte sich zumindest der zweiten Säule in Teilen zuzuwendet.
00:01:53: aber was noch aussteht und das vielleicht der große Unterschied zur Deutschland ist natürlich die dritte Säume Die Ermächtigung.
00:02:00: Und wie Vollmächtigung, na ja dessen was eigene Selbstverständlichkeit sein sollte.
00:02:05: Nämlich jedes einzelnen jeder Einzelnen in einem privates Altersforsorgekonto auch selbst zu gestalten steuerlich erleichter zu gestalten im besten Fall sogar staatlich incentiviert zu gestalken.
00:02:16: da blicken wir aus Österreich sehr neidvoll nach Deutschland.
00:02:19: noch neid voller übrigens zu unseren Prager Kollegen die ja einen geradezu beispielhaften Ansatz gewählt haben wenn mein Prager CEO Kollege österreichische Aktien kauft.
00:02:46: Du
00:02:48: hast gesagt, dieses Thema treibst du mit deinem Team seit vielen Jahren voran.
00:02:54: Seit zehn Jahren bist du jetzt hier Chef der Börse in Wien?
00:02:57: Ich hatte so den Eindruck
00:02:59: auch
00:03:00: von deinem ganzen Auftreten her.
00:03:01: Also so ein bisschen den Schalk im Nacken, die Politik anzufassen und sagen pass auf jetzt bewegt euch doch!
00:03:09: Du bist jemand der sowas kann, der sowahs darf, der auch punktet dann wirklich damit, täuscht der Eindruck, so will ich es formulieren, dass das heute eine Art Durchbruch war?
00:03:19: Ja also als Durchbruchs möchte ich das noch nicht bezeichnen.
00:03:22: Es gibt mal per se eine durchaus historische neue zugewandtheit.
00:03:27: Es ist ja Premiere, dass der Kanzler heute hier war auch die Finanzstaatssekretärin aus der gleichen Partei, die allerdings einem anderen Finanzminister des Koalitionspartners zugeordnet ist.
00:03:37: Beide waren da.
00:03:38: das ist ein Durchbruch, eine außerordentliche Zuwendung, die das Thema Kapitalmarkt öffentlich so noch nicht erfahren hat in Österreich aber am Ende wir kennen uns seit Jahrzehnten und sind beide seit dreiß Jahren im Geschäft.
00:03:50: Wir wissen es zählt Der finale Gesetz ist Text.
00:03:53: Bei den entscheidenden Stellschrauben, insbesondere also die Dimensionen.
00:03:56: Pensionskonto individuelles Steuererleichtertes, Pensions-Konto da wo faktisch alle umliegenden Länder sich erheblich bewegen.
00:04:04: Wir haben es gehört, die Slowenen haben sehr radikales Modell vorgelegt.
00:04:07: Die Tschechen haben sehr Radikales Model vorgelegt.
00:04:09: Die Polen haben ihre Ockys eingeführt gar.
00:04:12: Alle mit dem gleichen Hintergrund, die Ermächtigung der Individuen und die Motivation der Indivriduinen es in die Hand zu nehmen steuerlicher leicht hat und sogar teilweise staatlich Bezuschuss.
00:04:22: Und dann muss ich eben leider sagen, bislang still ruder See.
00:04:25: wir fallen da leider etwas aus der Zeit.
00:04:27: und das große große Paradoxon ist ja dass Österreich das chancenreichste Land in diesem Kanon ist.
00:04:33: Das muss man sich auf die Zunge zergehen lassen.
00:04:36: sein unglaublich reiches Land mit einem sehr aktiven und erfolgreichen Unternehmertum.
00:04:41: hier liegt eine unmittelbar zu aktivierende Wachstumsreserve für das land.
00:04:45: Wir haben bis zu vierhundert Milliarden.
00:04:48: Vierhundert Milliarden, eine große Summe für ein vergleichsweise mittelgroßes Land.
00:04:52: Vierundert Milliarden in niedrig oder gar nicht verzinsten Spareinlagen die unmittelbar investiv aktiviert werden könnte.
00:04:59: da schlummert ne Riesenwachstumsreserve.
00:05:01: man muss das angehen.
00:05:02: Das ist die große Tragik dieses so erfolgreichen Landes und seines erfolgreichen Unternehmertums dass mir eigentlich auch kein anderes westliches Land bekannt wäre was derart hoch entwickelt ist und diese Potenziale so schmählich vernachlässigt.
00:05:15: Ein anderes Thema Wurde auch so richtig aus der rausgegangen, bis zu thirty-fünf Jahre ATX
00:05:21: total returned.
00:05:22: Von nicht allzu langer Zeit hat man noch gefeiert die Zehntausendpunkte mittlerweile vierzehntausend Punkte und das in einer Welt, die nah dran ist an so einer globalpolitischen Katastrophe?
00:05:33: Ja also naja gut da gilt für den österreichischen Markt das was für alle entwickelten vollen die westliche welt integrierten Kapitalmärkte gilt.
00:05:40: Die großen emittenten sind natürlich internationale Konzerne, sie hängen also an der Weltkonjunktur.
00:05:45: Gott sei Dank kann man nur sagen ja da wird ja sage ich mal die die interne nationale Wahrnehmung immer so von der nationalen Diskussion überformt.
00:05:53: und dann wundern sich die Leute warum Nationale Kursentwicklung nicht mit nationalen Stimmungslage zusammenpasst?
00:05:59: Naja, weil die Konzerne, die die Nationalindizes determinieren natürlich nur den geringeren Teil ihrer Wertschöpfung im Heimatmarkt erzielen und Gott sei Dank international diversifiziert sind.
00:06:11: Etwas was übrigens politisch viel zu wenig bedankt wird, dass das ja ein wahnsinniger Wohlstandsimport ist der derart international tätigen nationalen Konzerner, weil dann doch hier die Dividenden dafür anfallen Großteil der Besteuerung stattfindet.
00:06:26: Länger und so erklärt sich das, ja?
00:06:28: Dann vergiss eins nichts.
00:06:29: Da gibt es schon einen Unterschied.
00:06:31: Und vielleicht ist auch Teil der Begründungen für das Alpha was wir derzeit produzieren.
00:06:35: Darf man nicht vergessen!
00:06:36: Wir sind in einer europäischen Pier in den vergangenen zwei Jahren deutlich in der Outperformance gagen.
00:06:40: also der RTX Total Return schlägt den Eurostox doch deutlich der Zeit.
00:06:47: Der RTX hatte hat und wird immer haben diese Besonderheit, dass er natürlich das Tor auch zur Zentral- und ausdeuropäischen Region öffnet.
00:06:54: Da ist das Wachstum eben doppelt so hoch.
00:06:56: es war's, ist es und es wird auf absehbare Zukunft auch noch zu sein, doppelt wie im westeuropa.
00:07:02: Und das ist der Grund dann für die gute Performance.
00:07:05: Die aber leider nochmal eben hauptsächlich den Ausländischen Investoren zugute kommt und deswegen gehts ja so dringend um die Stärkung der nationalen Investorenbasis.
00:07:13: Aber gleiches Problem auf beiden Seiten.
00:07:16: Also auch die Piefges haben hier die gleiche Aufgabe vor sich, wie wir in Österreich.
00:07:20: Es sagt der Oberpfiffge.
00:07:22: Der Sonderpreis der Wiener Börse goes to RTX.
00:07:26: Ja das kann man wohl so sagen wobei du kennst auch meinen Ansatz
00:07:29: den ich
00:07:29: ja auch mit dem Team konsequent immer verwirklichte.
00:07:32: Wir sind Infrastruktur-Provider.
00:07:34: wer sind?
00:07:35: Wir facilitieren den Markt!
00:07:37: Wir führen das Handelsbuch nicht.
00:07:38: Wer enthalten uns auch deswegen großen Jubelmeldungen oder Katastrophen?
00:07:41: Meldung hinsichtlich Indexentwicklung.
00:07:44: It is what it is, wobei wir uns schon gestattet haben über die vergangenen Dekade auf eine deutliche Unterbewertung hinzuweisen.
00:07:50: klar das kann man immer tun.
00:07:52: natürlich promoten wir die gute Entwicklung jetzt auch aber man muss auf den Teppich bleiben.
00:07:57: sich an Kurzentwicklungen zu heften ist für US-Präsidenten mindestens genauso schädlich wie für Börsenchefs.
00:08:03: ja mit dem Fahrstuhl fährst du hoch fährste aber genau so schnell wieder runter.
00:08:06: da muss man agnostisch neutral sein.
00:08:08: dass unsere Rolle und mehr steht uns nicht zu.
00:08:10: an der Stelle
00:08:11: Ich habe gerade geguckt auf den Teppich bleiben, auf dem roten Teppi.
00:08:14: Also diesen Gästen ist ja der rote Teppig bei Wiener Börsepreis ausgerollt worden.
00:08:19: Schöne Veranstaltungen, bist du zufrieden?
00:08:21: Ja absolut und danke dass du da warst!
00:08:24: Danke fürs Interview!
00:08:25: Bis zum nächsten
00:08:30: Jahr!