00:00:00:
00:00:03: Süße Produkte, harte Märkte.
00:00:05: Agrarne muss im Zucker restrukturieren, verdient aber mit Food and Beverage Solutions.
00:00:11: Was bedeutet das für Anliegerdividende und Ausblick?
00:00:14: Fragen wir sie Eung Stefan Büttner.
00:00:16: Hallo Herr Büttler Grüß Sie
00:00:18: Guten Morgen.
00:00:18: aus dem Börsenradestudio meldet sich Peter Heinrich.
00:00:21: seit der neuen Strategie Agrarna Next Level berichtet Der Konzern entlang zweier strategischer Geschäftsbereich einmal Food and Barrage Solutions und Agriculture Commodities & Specials.
00:00:32: Wobei ACS wiederum Stärke- und Zucker umfasst, bevor wir hier rauf eingehen wie beeinflusst eigentlich momentan der hohe Ölpreis dungelmittel und die indirekten Inflationskostenagraner?
00:00:44: Ja das ist ein Prozess der sich jetzt langsam entwickeln wird.
00:00:47: also da sieht man jetzt noch nicht unmittelbar Öl.
00:00:49: natürlich in den steigenden Energiekosten Betroffenen Inputfaktoren vor allem mit Düngermittel, das wird man erst in den kommenden Monaten sehen.
00:00:57: Das ist auch die Frage wie lange diese Krise jetzt anhält.
00:01:00: aber klar betrifft natürlich den Anbau vor allem im Agrarbereich und wenn diese Produkte wesentlich teurer werden wird man das bei den nächsten Ernten dann auch preislich zu spüren bekommen.
00:01:08: Was ist mit Zölln?
00:01:09: Ukraine Zucker?
00:01:10: Vollau!
00:01:11: Und was war der härteste Einstädt im Zuggergeschäft?
00:01:14: März, twenty-fünfundzwanzig.
00:01:15: Meldung Schließungen der Zuckerproduktion in Leopoldsdorf.
00:01:19: Vermutlich spreich ich es falsch aus.
00:01:21: Kurosso Vani?
00:01:22: Ja, Rujo Vani ist in Tschechien.
00:01:25: ja sind zwei Werke die wir leider schließen mussten.
00:01:28: Leopoldstor hat natürlich das deutlich größere Werk in Österreich.
00:01:32: Ja waren schwierige Entscheidungen die wir aber treffen mussten.
00:01:35: man sieht auch jetzt schon wenn man sich die Weiterentwicklung ansieht dass das absolute richtige Entscheidung war wenn sie auch hart war zu treffen.
00:01:42: Zölle Ein wichtiges Thema, das uns die letzten drei bis vier Jahre im Zuckerbereich ganz extrem begleitet hat.
00:01:48: Wir haben gesehen, dass die Märkte geöffnet wurden für ukrainischen Zucker zollfrei als über eine Million Tonnen Zucker in die EU gekommen.
00:01:56: Man hat es dann langsam auch verstanden, dass das natürlich eine Disruption ist, die nicht verkraftbar ist für die Zuckerindustrie in Europa.
00:02:02: Deswegen hat man sich besonnen und wieder die Einfuhren geregelt.
00:02:06: Und jetzt ist es so, dass man pro Kalender Jahr hunderttausend Tonnen Zucker soll frei.
00:02:11: einführen kann aus der Ukraine.
00:02:13: Jetzt kann man natürlich sagen, dass es im Verhältnis zum Zuckermarkt in Europa mit rund fünfzehn Millionen Tonnen keine große Menge.
00:02:19: Man muss aber schon sehen, dass zwischen drei und vier Millionen Tonne ohnehin zollfrei in die EU kommen über diverse Freihandelsabkommen
00:02:26: etc.,
00:02:27: Und da spielt natürlich jede zusätzliche Tone eine extrem grosse Rolle.
00:02:31: Insofern wird uns das auch weiterhin beschäftigen und führt dann natürlich auch letzten Endes zu den notwendigen Restoperierungsschritten.
00:02:37: Wo produzieren Sie nun Zucker?
00:02:39: Und im Zuckerssegment steht ein Ebit von rund minus onehundert sechs Millionen Euro.
00:02:44: Anwit aus Rechstrukturierung.
00:02:47: Wann greift das wieder ein tragfähiges Geschäftsmodell?
00:02:49: Man
00:02:50: muss diese Hundertsechs Millionen richtig einordnen.
00:02:52: Das sind natürlich schon außerordentliche Effekte drinnen, wir haben noch einen Sachanlagenimperiment gehabt im Bereich Zucker mit rund sechsundvierzig Millionen Euro und wir haben auch noch die Sozialpläne zu verdauen aus der Schließung von Huschowani und Leopoldstorf.
00:03:08: Das macht auch um die fünfzehn Millionen Euro aus.
00:03:10: D.h.,
00:03:11: wenn man das operative Ergebnis betrachtet, dann sind wir damit unter minus dreißig Millionen doch schon besser geworden als im Jahr zuvor.
00:03:18: Also immer noch ein Riesenminus aber natürlich nicht in der Höhe blieb es ja Ausweis mit den minus hundert sechs Millionen.
00:03:24: Es ist ganz einfach unser Ziel muss es sein dass wir jetzt einmal in den nächsten Schritten Richtung einem ausgeglichen Ergebnis kommen.
00:03:31: hier muss aber auf dem Markt mitspielen.
00:03:33: also wir können natürlich Kosten einsparen und Restrukturierungsmaßnahmen setzen.
00:03:37: Wenn sich die Märkte aber nicht erholen preislich, dann wird es schwierig werden.
00:03:41: Wir produzieren noch Zucker in Österreich, wir produzieren Zucker in der Slowakei und in Tschechien, in Ungarn, in Rumänien – und wir müssen uns in Zukunft auf die Standorte fokussieren, die auch wegbewerbsfähig
00:03:52: sind.".
00:03:53: Das meiste Geld verdient Agrariner derzeit klar mit Food and Barrage Solutions.
00:03:57: das Segment lieferte im Jahr im Jahr vor dem Ende des Jahres.
00:04:05: Den größten und stabilsten Ergebnisbetrag.
00:04:08: Dort geht es um Frucht, Zucker, Zubereitung, Brown Flavors, Aromen, Syrup, Soßen, Getränkelösungen für Molkereien, Eiscreme, Backwahn, Getrenke- und Food Service Kunden.
00:04:20: Wozu eigentlich noch Zucker?
00:04:21: Wozu noch Zucker ist ein ganz wesentliches Geschäftsfeld von Agrar.
00:04:26: Und wir haben eben diese zwei strategischen Geschäftsbereiche definiert wo wir einerseits im agrarischen Commodity-Bereich tätig sind und da gehört Zucker nun mal dazu.
00:04:36: Es wird Jahre geben, wo wir froh sind dass wir das Zuckergeschäft haben.
00:04:39: es ist eben ein zyklisches Geschäft, das ist volatil.
00:04:41: im Moment sind wie in einer Talsole aber wir bereiten uns gut vor als wird auch wieder bergauf gehen und dann werden wir umso mehr profitieren von den neuen Strukturen die wir bis dahin geschaffen haben wenn sich der Markt erholt.
00:04:52: also Zucker gehört zu agraner und wir sind davon überzeugt dass es auch mittelfristig wieder zu einem profitablen Standbein werden wird.
00:05:00: Schauen wir noch mal rein in die Zahlen.
00:05:01: Pflichtgemäß, zwanzig-fünfundzwanzig, zweixendzwanziger Zuckerproblem.
00:05:06: Kein schönes Jahr aber auch kein operativer Absturz.
00:05:09: Operativ hat der Kraner leicht zugelegt weil Food and Barrett Solutions stark war und die Zuckerrestrukturierung ja die ersten Wirkungen zeigt.
00:05:18: Der Umsatz fiel um fast acht Prozent.
00:05:20: das operative Ergebnis stieg leicht.
00:05:23: Der EBITS brach wegen Sondeffekten auf drei Komma zwei Millionen Euro ein.
00:05:27: Konzernegebnis Minus minus fünfunddreißig Komma sechs Millionen.
00:05:30: EPS Minus vierundsechzig Euro Cent nach Minus Null Komma sieben Cent im Vorjahr.
00:05:37: Was gab es denn alles noch an Sondereffekten, diese drei Komma zwei Millionen?
00:05:40: Was stecken da drin?
00:05:41: Die erscheinen mir relativ wenig.
00:05:43: Weil sie sprachen ja vorhin von Minus fünfzehn alleine bei Zucker.
00:05:46: Naja im Zucker wie gesagt die Sondereffekte sind kommen vor allem aus dem Zucker.
00:05:50: Da haben wir zum einen die Sachanlagenimperament von sechsundvierzig Millionen.
00:05:54: Wir haben weiter Personalaufwendungen Fürschließung Ruschowani und Leopoldstorfen Sozialplan sozusagen in Summe von treizehn Millionen sondern sind wir hier schon bei rund sechzig Millionen.
00:06:04: Dann kommen noch diverse Rückstellungen für Prozessrisen dazu.
00:06:08: Das macht auch rund zehn Millionen aus.
00:06:10: und dann sind wir schon bei Sondeeffekten von über siebzig Millionen Euro.
00:06:13: Das heißt, das muss man dann einfach mit berücksichtigen zusätzlich zu dem operativen Verlust im Zucker.
00:06:20: Und dann sind die schon dort.
00:06:22: Wir schauen auf die Dividende immer noch bezahlt aber halbiert.
00:06:25: wie hoch ist die Diverdente?
00:06:27: Warum zahlen Sie eigentlich überhaupt eine Dividend aus?
00:06:30: Wir haben halbiert gegenüber dem Vorjahr, warum zahlen wir eine Dividende?
00:06:34: Also es ist ja nicht so dass wir jetzt nur eine einzelne Zahl heranziehen für die Entscheidung ob wir eine dividende auszahlen oder nicht.
00:06:40: Da gar nicht ein Dividendentitel.
00:06:42: Wir haben im Jahr vierundzwanzig fünfundzwannzig schon einen sehr guten Free Cash Flow erwirtschaftet mit rund zweihundertsechzig Millionen Euro und auch im Jahrvier zwanzig sechsundzwantzig ist uns hier einiges gelungen.
00:06:54: wenn man Doch die hohen operative Verluste im Zucker mit Berücksichtigung haben wir trotzdem rund vier Prozent vom Umsatz Freakashore, mit rund hundertdreißig Millionen Euro.
00:07:03: Die Ausschüttung macht in Summe rund einundzwanzig Millionen aus ist also für uns durchaus abbildbar.
00:07:08: und wie schon gesagt, da kann einer einen dividenden Titel ist, haben wir uns auch dazu entschlossen diese fünfund dreißig Cent auszubezahlen.
00:07:14: Kommen wir bisschen zum Ausblick.
00:07:15: Food and Barrage Solutions liefert ja mehr als die Hälfte des Umsatzes das haben wir gerade besprochen und den klar größten Ergebnisbeitrag.
00:07:23: Wird Agrarner an der Börse trotzdem noch stark als Zucker- und Rohstoffwert wahrgenommen?
00:07:28: Wie sehen Sie die Diskussion mit den Analysten?
00:07:30: Das ist immer noch so, das ist ganz klar vor allem weil ja im Fokus jetzt auch die Misere steht.
00:07:35: D.h.,
00:07:36: die starke negativen Ergebnisse oder die Headlines sind ja immer von den Medien ganz klar.
00:07:40: also Agrarener Riesenverlust weiß Gott was.
00:07:42: man sieht immer nur gerne die negatifen Entwicklungen.
00:07:45: Der Zucker ist eine negative Entwicklung deswegen fokussiert man darauf.
00:07:48: Das wird noch einige Zeit dauern bis wir von dem weg kommen.
00:07:50: Was
00:07:51: ist eigentlich das Produkt mit der größten Marge bei Ihnen?
00:07:53: Ich
00:07:53: kann jetzt hier nicht über einzelne Produkte sprechen, ja wollen wir verkaufen in unserem Solutions-Bereich nicht einzeln Produkte sondern Lösungen und diese Lösungen bestehen immer aus mehreren einzelnen Bestandteilen sprich Produkten Und das ist auch genau das wo wir hin möchten dass man eben nicht über Margen bei Einzelprodukten reden Sondern über Margin bei Gesamtlösungen.
00:08:12: Ja.
00:08:12: Bleg in die Zukunft!
00:08:19: Was muss in Zuckerstärke und Food Barrage Solutions konkret passieren, damit das obere Ende möglich wird?
00:08:25: Also
00:08:26: es ist relativ einfach.
00:08:26: Wir müssen im Food & Barrage-Solutionsbereich ans Feuer anknüpfen.
00:08:30: ja wir müssen stärker besser werden oder stabilisierend und der Zucker muss natürlich eine deutliche Verbesserung sehen was aber ehrlich gesagt auch nicht schwer ist weil wir nicht davon ausgehen auf Ebetebene dass wir noch einmal diese außerordentlichen Aufwendungen dieser Höhe haben.
00:08:45: Also für uns steht jetzt im Moment schon das operative Ergebnis im Vordergrund.
00:08:49: Ich denke, dass wir da zumindest das Vorjahr mit den mit den Achtzig Millionen anbissieren.
00:08:54: Aber unsere Ambition ist doch, dass auch das vielleicht übertreffen können und vielleicht gelingt es uns sogar, dass ein dreistelliges operatives Ergebnis erwirtschaften in dem Jahr.
00:09:02: Spannend finde ich!
00:09:02: Das würde ich zum Abschluss gerne noch mitbringen.
00:09:05: Safe Our Soul also rettet unseren Boden sozusagen plakativ übersetzt.
00:09:10: Im März stellt Agrana beim Vienna-Soul Dialog das Thema Böden Versorgungssicherheit und resiliente Rohstoffketten in den Mittelpunkt.
00:09:19: Das ist jetzt keine Kapitalmarkt-Story, aber eigentlich strategisch relevant weil sie als Agrarier stark von landwirtschaftlichen erträgen Düngemittel Bodenqualität und Lieferketten abhängig.
00:09:28: Was ist das für eine Initiative?
00:09:29: Es ist aus unserer Sicht eine ganz wichtige Initiative.
00:09:31: da geht es natürlich darum auch bewusst sein zu schaffen dass wir diese Resilienz brauchen.
00:09:35: man sieht ja auch jetzt wieder ganz speziell durch diesen Iran Krieg wie schnell Lieferketten wieder unterbrochen werden können die große Auswirkungen sind.
00:09:43: Wir verarbeiten agarische Rohstoffe in Österreich.
00:09:46: Wir haben große Produktionskapazitäten hier im Zucker, aber auch in der Stärke und ohne Rohstoff gibt es keine Fabrik.
00:09:53: Und ich denke das muss man schon noch gar ins Bewusstsein rufen.
00:09:56: Deswegen ein Thema dass von Agrarna zu besetzen ist für uns gerade ein ganz wichtiges Thema und deswegen haben wir ja auch diese Initiative so gestartet.
00:10:04: Herr Büttner!
00:10:05: Ich danke Ihnen für das laufende Jahr viel Erfolg.
00:10:08: Danke
00:10:09: sehr gerne vielen Dank alles Gute.
00:10:11: Tschüss
00:10:11: Basenradio Network AG.
00:10:13: Das Basen Radio für Privatanleger.