00:00:00: Barsenradio-Network AG, das Vorstandsinterview.
00:00:03: Hannes Reuter seit siebenundzwanzig Jahren für Investor Relations verantwortlich bei der Palfinger AG.
00:00:09: Wir treffen uns ja auf den Invest der Anlegermesse... Ich finde es auch schön dass ihr als Österreicher da seid!
00:00:14: Ich weiß doch was viele Jahre mit Palfingern ganz alleine hier als Stan.
00:00:18: jetzt hast du ein paar mitgebracht also find ich gut?
00:00:20: Also mit mitgebracht meine ich du hast ein paar andere Firmen aus Österreich Mitgebracht.
00:00:24: hier in Deutschland mit Investoration Arbeit auf einer Messe gehen ist eigentlich sehr lobenswert.
00:00:29: Dankeschön, das war schon lange die Idee.
00:00:31: Andere Unternehmen dazu motivieren dass sie mitkommen und heuer ist es geglückt.
00:00:36: wir haben einen Gemeinschaftsstand.
00:00:37: zehn Unternehmen sind hier und zwar alles mögliche Banken Versicherung Industrie-Unternehmen Und wir präsentieren uns zusammen als Österreich.
00:00:46: Paket Börsenotiertes Österreich Pakett.
00:00:49: hier in Stuttgart
00:00:50: Kommen wir zum Reentry.
00:00:53: in Musiksprache im Radio würde man sagen Nicht neu einsteigen, aber wieder im ATX.
00:00:58: Gratulation dazu!
00:00:59: Parlfinger.
00:01:02: Ich weiß, dass es mittlerweile historisch ist.
00:01:04: Nächsten Zahlen kommen Ende April.
00:01:07: Es war das drittbeste Jahr – kein Rekordjahr.
00:01:10: Aber was war am Ende stärker?
00:01:11: Gegenwind oder Managementdisziplin?
00:01:13: Der Gegenwind war schon ziemlich stark und vor allem im zweiten Halbjahr mit den ganzen Zöllen die da aus den USA gekommen sind.
00:01:22: Wir haben zwar dort Produktionen und auch Montagen, aber speziell mit der Section Two-Forty-Two sozusagen die Zölle, die noch mal draufgekommen sind auf Stahl und Aluminium, haben uns dann letztlich auch getroffen und allein im vierten Quartal haben wir uns diese Zöllen ca.
00:01:38: zwölf Millionen Ebel gekostet.
00:01:40: Ja es ist schon schmerzhaft!
00:01:43: Jetzt gibt's ja diesen USA Israel Krieg in Iran.
00:01:47: Betrifft das euch auch irgendwie in irgendeiner Form?
00:01:50: Zum einen trifft es uns indirekt, weil einfach Verunsicherung angesagt ist.
00:01:55: Das ist immer so wenn ein Krieg wütert, ist Verunsicherung da.
00:01:59: Wir sind nicht betroffen vom höheren Ölpreis Weil bei uns die Energiekosten relativ gering sind wir.
00:02:06: Wir sind natürlich nicht energieintensiv.
00:02:08: Bei uns sind die Energie-Kosten liegen bei ungefähr einem Prozent des Umsatzes.
00:02:11: Also direkt betroffen eher weniger.
00:02:14: Aber durch die Verunsicherung, die hier geschürt wird, verschleppen sich Investitionen.
00:02:19: Jeder ist vorsichtig.
00:02:20: Da investiere ich erst im nächsten Quartal, kaufe den Kran erst drei, vier, fünf Monate später.
00:02:25: Schauen wir mal wie das entwickelt mit dem Krieg und da trifft es uns natürlich auch.
00:02:29: Heißt das Orderbuch geht zurück?
00:02:32: Das Orderbuch liegt jetzt bei rund einer Milliarde.
00:02:35: Ist relativ stabil, geht nicht zurück.
00:02:37: Wenn du sagst eine Milliarde bis wohin ... Also in die Zukunft ist es dann...
00:02:42: Wir haben eine Visibilität von circa sechs, sieben Monaten.
00:02:45: Also Unternehmen das ca.
00:02:46: zwei, drei, zwei, vier Milliarden Umsatz macht, ein Milliarde Orderbuch haben wir, da kann man sich so ungefähr ausrechnen wie lang wir vorausschauen können.
00:02:55: Noch mal zum zwanzig-fünfezwanziger Jahr.
00:02:57: Der Hintgucker war ja der Cashflow über hundert und achtzig Millionen Euro Free Cashflow und mehr als zweihundert Millionen Euro weniger Netto-Schulden.
00:03:05: Wie viel davon ist echte operative Stärke?
00:03:07: Und wie viele striktes Aufräumen in den Bilderns.
00:03:10: Natürlich haben wir aufgeräumt.
00:03:11: Das sieht man auch, dass wir unser gebundenes Kapital ungefähr um fünfzig Millionen reduziert haben.
00:03:16: Dann haben wir weniger investiert im Jahr zweitausendfünfundzwanzig.
00:03:20: nicht das wir es nicht wollten aber es haben sich einfach Sachen verschoben.
00:03:23: Wir wollten zum Beispiel letztes Jahr schon den Grund in Indien kaufen für unser Werk, das wir bauen wollen und das hat sich ins Jahr zweihundertsechsundzwantzig verschoben.
00:03:33: Inzwischen haben wir den Grund gekauft.
00:03:35: Wir wollten schon letztes ja unseren Service- und Aufbauhaber in München anfangen zu bauen, hat sich auch wieder verschoben.
00:03:43: Leidergott ist durch die Bürokratie in Deutschland aber auch da können wir heuer starten.
00:03:47: Es haben sich also einige Investitionen verschoben Wir haben aufgeräumt und letztendlich ist der höchste Cashflow in unsere Unternehmensgeschichte rausgekommen.
00:03:56: Einenhundert und achtzig Komma fünf Millionen Euro.
00:03:58: das darf natürlich nicht jedes Jahr abwarten.
00:04:00: was man erwarten darf ist dass wir über hundert Millionen free cash flow haben.
00:04:06: Gute Jahre und dann vielleicht ein Hundertvierzig, Hundertfünfzig Millionen.
00:04:09: Aber dieses Rekordniveau von über Hundertdachzig Millionen ist schon sehr anspruchsvoll.
00:04:14: Das
00:04:14: nur Rekordsniveaus ja!
00:04:15: Was habt ihr denn in Indien vor?
00:04:17: In Indien wollen wir also in Pune einen Montagewerk bauen.
00:04:22: Also kein Produktionswerk.
00:04:23: Indien hat eine sehr gute... Was
00:04:26: ist das Unterschied zwischen Montage- und Produktionswerks?
00:04:29: Wo wird produziert nach Indien geschippert?
00:04:33: Wir produzieren nicht in Indien, aber wir haben eine sehr gute Lieferantenstruktur.
00:04:37: In Indien können wir dort produzieren lassen und was wir machen ist dann sozusagen die Endmontage zum Gerät hin.
00:04:45: Wir werden dort nicht eigene Teile produzieren.
00:04:47: also das haben wir uns einige Unternehmen aus Europa aus USA angeschaut.
00:04:52: jeder hat dort ein Montagewerk und kein Produktionswerk weil einfach eine sehr gut lieferanten Struktur vorhanden ist.
00:04:58: Das
00:04:58: heißt ihr braucht da auch keine Übernahme machen.
00:05:01: Wir machen auch keine Übernahme ein.
00:05:02: Weil wir
00:05:02: kennen uns ja mittlerweile auch schon bislang Jahre, gefühlt von zwanzig wahrscheinlich, sehr sehlich für...
00:05:06: Zwei jährige.
00:05:06: ...vor zwanziger Jahre,
00:05:07: ja?
00:05:07: ...fünfundzwanzig.
00:05:08: Palfinger ist natürlich über Namen groß geworden!
00:05:10: Palfingern ist durch Übernahmen groß geworden und die letzte große Übernahme war im Jahr zwei tausendsechzehn.
00:05:14: Und eigentlich das Wachstum von zwei taussendsechtzehn weg war zum großen Teil organisch.
00:05:19: Und auch die Ziele, die wir uns gesetzt haben, die zwanzigtreißiger Ziele sozusagen mehr als drei Milliarden Umsatz zu machen, ist ein Hundertprozent Organikziel.
00:05:29: Dieses Reach Hire, das ist die wichtigste Schraube.
00:05:35: Service, Marine, Effizienz, APAC.
00:05:38: Das Service gehört auf alle Bädel dazu und wir machen rund dreihundertfünfzig Millionen Umsatz im Servicebereich.
00:05:45: Den wollen wir verdoppeln in den nächsten fünf Jahren.
00:05:48: Wir haben schon angefangen letztes Jahr mit einem Ersatzteil Hub in der Nähe von Chicago.
00:05:52: also wir investieren in den USA sehr viel ins Service weil wir hier noch nicht so eine dichtes Struktur haben wie in Europa.
00:05:59: In Europa ist mein Superservice, aber im USA ist es noch verbesserungsfähig.
00:06:04: Das ist ein großer Hebel.
00:06:06: Ergebnismäßig wollen wir haben ein Hebel bei der Hubarbeitsbühne – ein Produkt das in den letzten Jahren negativ war, Double-Digit negativ waren, dass wir restrukturieren und das zukünftig Double-digit iBIT.
00:06:20: bringen soll.
00:06:21: Wo setzt
00:06:21: sich das ein?
00:06:22: Arbeitsbühne klingt jetzt erst mal nicht sehr spannend, auch mit viel Konkurrenz.
00:06:26: aber ich habe was anderes.
00:06:28: Das
00:06:28: ist ein Produkt ähnlich wie der Kran, auch ein Hightech-Produkt.
00:06:32: Der Markt ist sogar noch viel größer als der Klanmarkt, mit dem aber keine Lasten irgendwo hinhebt sondern Menschen.
00:06:39: also man kann zwei drei Personen bis zu achtzig neunzig fünfundneinzig Meter hoch heben um zum Beispiel eine Versade zu reinigen, um ein Service bei einem Windrad an Land zu machen.
00:06:52: Das sind so die Dinge.
00:06:54: oder die ganze Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen wird immer mit kleinrennen und natürlich Hubarbeitsbühnen gemacht.
00:07:01: Ja
00:07:01: also ich habe gedacht, die kippen ja überall.
00:07:03: Es hiebt mir oft so fünf Meter zehn Meter hoch aber fünfundneunzig Meter?
00:07:07: Wow das muss ihr dann da wer nicht umkippen!
00:07:10: Das ist schon ein Spezialfahrzeug und sehr schwer und wenn man... Ich war schon mehrmals da oben.
00:07:16: echt Wenn man da runter schaut, ist der Lkw schon so klein wie eine Zündholzschachtel.
00:07:21: Und wenn der Wind geht und sich das Ganze ein bisschen bewegt, ja hat man schon Respekt davor.
00:07:26: Wie lange dauert es bis man dann aufhört?
00:07:28: Das geht relativ schnell.
00:07:29: Ja echt?
00:07:30: Wie lang?
00:07:31: Für wie?
00:07:31: nun zwei Minuten?
00:07:31: Nein, zwei drei Minuten.
00:07:33: Echt so schnell?
00:07:33: Bis mal oben.
00:07:34: Wow!
00:07:35: Würde der Wind zu stark gehen stoppt das System weil's natürlich Sicherheitssysteme hat und es dann gefährlich werden würde.
00:07:42: und dann stoppt es.
00:07:43: also man kann ganz rauf kann man nur fahren wenn der Wind eine gewisse Stufe so drunter ist.
00:07:49: Ja, dann sage ich schon mal vielen Dank!
00:07:50: War spannend die Aktie.
00:07:52: zwanzig fünfzwanzig fast siebzig Prozent nach oben.
00:07:54: oder kann man sagen ja ATX also alle Ziele erreicht
00:07:58: und auch heuer sind wir auch rund zehn Prozent im Plus und wir sind sehr zufrieden mit der aktuellen Aktienbeformanz.
00:08:04: Hannes, ich danke dir.
00:08:05: Danke.
00:08:06: Sehr gerne,
00:08:10: danke.