Wiener Börse Podcast

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00:00:00: Börsenradio-Network AG.

00:00:02: Die Expertenmeinung.

00:00:04: So jetzt Maastberg, ich bin Head of Group Research der erste Gruppank AG.

00:00:08: Und aus dem Börseradiestudio stellt die Frage Peter Heinrichs.

00:00:12: Schauen wir auf den ATX.

00:00:13: das erste Quartal ist drum.

00:00:15: Der stand am einunddreißigsten März bei rund fünftausend dreihundert vierviertzig Punkten und liegt im Monatsvergleich rund sieben Prozent im Minus.

00:00:23: Gleichzeitig trennt der Markt gerade und zwar ziemlich brutal zwischen gewinnen und verlieren.

00:00:29: OMV liegt klar im Plus verbunden ebenfalls, während RBI, Andritz-Straberg und Flughafen Wien im Monat zugleich teils deutlich verloren haben.

00:00:38: Es gibt verschiedene Lesarten.

00:00:40: eine ist Energie und relative Preissetzungsmacht werden gesucht Konjunktur und Reisethemen eher gemieten.

00:00:48: Jetzt haben wir fünf einhalb Wochen Krieg.

00:00:50: Was haben die Börsen inzwischen begriffen?

00:00:52: Und was blenden sie noch aus?

00:00:55: Die Börse haben natürlich naturgemäß mit Unsicherheit reagiert weil durch einen Krieg im Nahen Osten natürlich das verständlicherweise sehr stark mit Öl zu tun hat.

00:01:05: Ich brauche jetzt gar nicht mehr so sehr erwähnend die Straße von Hormus etc.

00:01:10: und all das, was dort vielleicht auch in der Zwischenzeit beschädigt wurde.

00:01:14: Faktum ist dass es natürlich schon einen deutlichen Anstieg im Ölpreis gebracht hat und gleichzeitig – das hat man mit den März-Zahlen bereits gesehen – in den Inflationen zuletzt.

00:01:30: NRL muss man vielleicht ein bisschen unterscheiden, denn die Wiener Börse, die ja auch zum Großteil Zentral- und Osteuropa ihn repräsentiert – und auch einige andere zentrale und osteuropeische Märkte haben weniger verloren.

00:01:43: Vielleicht weil sie auch regional vom Kriegsgeschehen weiter weg sind?

00:01:48: Also hierzudelt hat die Wina Börsee also auch manche zentralen und osteuropabörsen deutlich weniger verloren als große etablierte Märkte.

00:01:57: Aber dennoch, es ist ein globales Ereignis.

00:02:00: Es schüttelt alle Kapitalmärkte durch und es hat nicht nur natürlich Auswirkungen auf Aktienmärktes sondern es hat natürlich auch Auswirkung an Afferentenmärkste wo Renditen gestiegen sind.

00:02:12: Und die Frage ist jetzt wie lang dieser Konflikt dauert?

00:02:15: Sollte er bald beendet sein dann wird's wahrscheinlich auch schneller eine Entspannung geben was den Ölpress betrifft weniger stark belastend für das Wachstum sein.

00:02:27: Sollte der Krieg doch noch länger dauern und vor allem die Schäden, die man ja wahrscheinlich gar noch nicht so abschätzen kann erheblich sein in der Region im Nahen Osten dann kann es natürlich schon auch weiterhin Inflationskräfen sein.

00:02:43: Ja ich habe eine Statistik rausgesucht.

00:02:45: Statistikaustier meldet für Österreich im März eine CPI-Schnellschätzung von drei Prozent nach zwei Prozent im Februar.

00:02:53: Wie groß ist die Gefahr einer zweiten Inflationswelle in Europa?

00:02:57: Das wird dir erst schmerzhaft für uns alle!

00:02:59: Also wir hatten das erwartet, dass die Inflation für mehr so um die Marke von drei zu liegen kommen wird.

00:03:05: auf der anderen Seite wie gesagt das Schlüsselfaktor für die ganze aktuelle Situation ist die Dauer des Konflikts.

00:03:12: wenn der Konflikt so schnell beendet werden kann mit Trump heute angeblich andeuten soll, dann hat es natürlich jetzt unmittelbar eine Erleichterung für den Ölpreis zur Folge.

00:03:28: Das muss so sein weil der Ölpres auch stark von Psychologie getrieben wird.

00:03:36: aber auf der anderen Seite muss man schauen wie sehr in der Realität mögliche Ölförderstätten und Bilefdraffinerien beschädigt sind, in der dortigen Region oder weniger stark betroffen.

00:03:54: Und davon wird es abhängen auch selbst wenn der Krieg beendet sein sollte dass die Inflation doch durch eine Zeit lang hoch bleiben wird und damit natürlich auch der Ölpreis höher bleiben wird.

00:04:08: Oder das Worst-Case-Szenario wäre natürlich, dass der Kriegtoch nicht beendete sein sollte es zu weiteren Anschlägen kommen kann.

00:04:18: Ich möchte jetzt nicht zu sehr negativ sein, aber all das ist nicht auszuschließen.

00:04:22: Dann würde das natürlich auch eine entsprechende Unsicherheit mit nur für die Merke bedeuten, sondern dann hätte das natürlich Auswirkungen nach Inflation und Wachstum.

00:04:31: Blicken wir auf Österreich.

00:04:33: welche Geschäftsmodelle?

00:04:35: Gehen Sie nochmal durch ein paar habe ich ja schon erwähnt profitieren eher von hohen Energiepreisen?

00:04:38: und welchen Geräten zuerst unter Druck.

00:04:41: Ja profitieren tut in Österreich zum Beispiel...ja was haben sie erwähnend Die OMV, klar!

00:04:46: Natürlich führen da Öl- und Glaskonzernen in der Region Zentralen Dostropas.

00:04:52: Es profitiert beispielsweise auch eine SPO die im Ölförderbereich prostellstätig ist.

00:05:00: auf der anderen Seite also da kann man sagen die profitieren vielleicht wirklich dann hätte es vielleicht auch noch.

00:05:07: sollten dann Strompreise anziehen darübergehend einen Einfluss auf Versorgerwerte.

00:05:14: Aber auf der anderen Seite, all das was vielleicht stark Konsum orientiert ist und mit Infation zusammenhängt.

00:05:21: Und wo Preise natürlich dann in einem zweiter Unteneffekt weiter steigen wäre negativ.

00:05:27: Schauen wir mal auf den Privatanleger.

00:05:28: Privater lege es ihn ja ganz schnell sehr schnell nervös.

00:05:33: Was solltet ihr jetzt auf keinen Fall tun?

00:05:34: Also wir sollten glaube ich auf keinen fall die Nerven vollkommen wegschmeißen.

00:05:39: Leider kann man solche Konflikte solche Verunsicherungen immer wieder vor.

00:05:46: Ähnliche Anlässe, das waren jetzt.

00:05:49: ein ähnlicher Anlass war natürlich der Russlands Krieg gegen die Ukraine.

00:05:53: Die Pandemie war etwas ganz anderes.

00:05:55: aber es gibt immer wieder, das wollte ich sagen einzelne Ereignisse die Kapitalmärkte durchschütteln.

00:06:01: Aber wenn man jetzt ein privater Aktionär ist, privater Investor dann denke ich sollte man auch wenn man investiert ist eher erst einmal global diversifiziert sein, in den richtigen Ländern aktiv sein und Regionen.

00:06:17: Dann auch natürlich in den Richtigen Branchen ganz generell je nach Branche.

00:06:22: es gibt die Branchen, die konjunktur-sensiv sind also stark zyklische Branchen sie natürlich jetzt in so einer Situation stärker betroffen als vielleicht Branchen die defensiv sind und höhere Dividenden ausschütten.

00:06:38: Also hier sollte man, glaube ich auch dann richtig aufgestellt sein.

00:06:43: Wir zum Beispiel haben einen Phone in der erste Gruppe, der auf all das eine Antwort gibt, nämlich wir screenen laufend die hundertfünfzig größten Blue Chips im USA und Europa und Asien und sind je nach Marktphase von diesen Hundertfünftig Blue Chip immer in den vierzig interessantesten Werten aus.

00:07:04: aktueller sich investiert.

00:07:06: Das heißt, wir können mit diesen vierzig Werten je nach Marktphase immer in die richtige aus unserer Sicht Strategie gehen und damit – das zeigt davon auch bis dato kann man in einem Abwärtstrend der Börsen weniger verlieren und ihnen ein Aufwärtertrend natürlich mehr gewinnen.

00:07:25: Davon nennt sich erst der Equity Research Fund und er kann auf unsere Homepage ersichtlich sein.

00:07:32: Trotzdem investieren viele Privatanleger heimisch, also schauen auf den ATX.

00:07:39: Ist das jetzt schon vielleicht eine antizyklische Chance oder noch zu früh für Mut?

00:07:44: Natürlich schwingt da ein gewisser Patriotismus mit aber ich würde jetzt trotzdem sollte man einen Veranlagungzulumen haben dass nicht besonders groß ist, fahren wir mal so an dann würde ich erst recht oder dann kann ich es erst recht nur verständlicherweise, logischerweise nur mit einem Fonds halbwegs diversifizieren.

00:08:07: Das heißt wenn man über geringere Eigenmittel verfügt sollte man eher Fonds kaufen und da kann man natürlich sich das Risiko über den Zeithorizont noch einmal reduzieren indem wir auch idealerweise mit ein Fonds spart bleiben in so einen Fonds oder mehrere Fonds investieren.

00:08:27: Wer natürlich ja etwas größeres Vermögen hat oder etwas geerbt hat, der muss vielleicht nicht unbedingt in Renn diversifizierte Anlagebehege gehen.

00:08:38: Sondern er kann auch Aktien-Einzeltitel beimischen.

00:08:42: Oder man kann natürlich Gold beimichen bis zum gewissen Grad.

00:08:46: Das ist meiner Sicht nicht mehr als fünf bis zehn Prozent.

00:08:50: Aber natürlich kann man dann noch in Einzeltitel gehen.

00:08:52: aber ich würde davon abraten nur in einzelne... lokale Märkte zu gehen oder nur in einzelne Branchen zu gehen und in sonst keine anderen Asset-Gassen zu investieren.

00:09:06: Also aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, doch regional oder zumindest dann auch weiter global zu streuen und das auch in entsprechenden Branchen und Asset.

00:09:18: Herr Mosbeck, danke für die Einschätzung.

00:09:20: Merci!

00:09:21: Bitte gerne.

Über diesen Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.

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