00:00:00: Börsenradio Network AG.
00:00:02: Top Thema des Tages.
00:00:03: Mein Name ist Lukas Maurer.
00:00:05: Ich bin seit vielen Jahren für die Leute in Wien tätig und betreue insbesondere Kunden im Zusammenhang mit innen- und ausländischen Kapitalveranlagungen und mein Schwerpunkt liegt dabei auf Privatgrund.
00:00:18: Steuern.
00:00:20: Mein Lieblingsthema werden jetzt viele sagen.
00:00:22: Aus dem Börsenradio stelle du grüßt Peter Heinrich.
00:00:25: Servus.
00:00:26: Ja, starten wir einen Steuer.
00:00:29: Schnell Service quasi fürs Depon, eine Orientierung, dann Stolperfallen.
00:00:34: Wenn wir Zeit haben, können wir sogar noch Krypto einbauen.
00:00:36: Und da hat man einen Vortrag zur Vorbereitung geschickt.
00:00:39: Sechzig Seiten.
00:00:40: Das können wir gar nicht alles hier kurz abdecken.
00:00:43: Trotzdem die wichtigen Ideen.
00:00:44: Lass uns reingehen.
00:00:46: Steuer funktioniert nicht in der Zukunft.
00:00:48: Also das, was zwanzig, fünfundzwanzig passiert ist, kann man nicht mehr ändern.
00:00:53: Also planen Sie.
00:00:55: Machen Sie Steuergestaltung und gehen Sie rechtzeitig zu Ihrem Steuerberater.
00:00:59: So viel vorweggeschickt.
00:01:01: Lukas, Steuern funktionieren doch irgendwie wie WLAN.
00:01:05: Man merkt es erst, wenn es nicht mehr funktioniert.
00:01:08: Was sind denn bei Privatanlegern, sagen wir mal, die drei häufigsten Steuerpannen rund ums Depot?
00:01:14: Ja, danke Peter, danke für das Intro.
00:01:16: Die drei häufigsten Steuerpannen.
00:01:19: Ich glaube, da kann man mehr als drei aufzählen.
00:01:21: Deswegen ist es gar nicht so schwer, die drei häufigsten zu nennen, aber eine Der häufigsten Steuerpannen ist ganz bestimmt jene, dass man sich als Anleger nicht im Vorfeld mit den steuerlichen Konsequenzen der Anlageentscheidung auseinandersetzt.
00:01:33: Und das beginnt schon bei der Frage, ob man ein Depot im Inland oder im Ausland eröffnet.
00:01:38: Ich würde sagen, das ist wohl der im Zweifel folgenschwerste Fehler, den man später erkennt und dann ausbaden muss.
00:01:45: Ein weiterer Fehler ist ganz bestimmt, dass man die Optimierungsmöglichkeiten nicht kennt und nicht nutzt.
00:01:50: Also ich denke da insbesondere an das Stichwort Verlustausgleich.
00:01:54: Ja, ein dritter Fehler könnte zum Beispiel sein, dass man die Besteuerung von Investmentfonds nicht ausreichend versteht und eventuell in Produkte investiert, die dann pauschal besteuert werden und die Besteuerung nicht notwendigerweise mit den tatsächlichen Erträgen im Eingang steht.
00:02:10: Auch das noch.
00:02:11: Na, gehen wir doch rein ins Detail.
00:02:14: Fangen wir mit einfachen Dingen an.
00:02:15: Wenn's im Depok lingelt, Dividende, Coupon, Ausschüttungen, Hurra, was wird in Österreich typischerweise automatisch abgebucht?
00:02:23: und ja, Wann muss ich selbst aktiv werden?
00:02:27: Ja, es kommt nicht notwendigerweise darauf an, ob es jetzt Dividende, Kuban oder Ertrag aus einem Investmentfonds ist, sondern es kommt viel mehr darauf an, wo ist denn die Stelle, die diese Erträge abwickelt?
00:02:38: Und da müssen wir unterscheiden, ist das jetzt eine inländische Stelle, ein inländischer Broker, der hier verpflichtet ist beim Gesetzgeber in Österreich, die KEST, also die Kapitale-Tragsteuer, automatisch abzuführen?
00:02:52: oder aber ist es ein Broker im Ausland, der natürlich vom österreichischen Gesetzgeber gar nicht verpflichtet werden kann?
00:02:58: und der Anleger ist selbst verantwortlich.
00:03:00: Dann will ich mal nachhaken.
00:03:01: Inlandsdepot versus Auslandsdepot.
00:03:04: Ich kann mich noch erinnern, letztes Jahr Börsen Tag Wien, da kam einer auf mich zu.
00:03:08: Herzso... Der ist genau in diese Steuerfalle reingetappt.
00:03:12: Der war so frustriert, als er selber ist Deutscher.
00:03:15: Seine Frau Österreichin, er lebt in Österreich, hat ein Österreichisches und ein deutsches Depot.
00:03:21: Da hingen am Schluss irgendwie hundertsechzigtausend Euro in der Luft, weil sogar dann das Depot gesperrt wurde.
00:03:27: Was ist denn so die Definition zwischen Steuer einfach und ja, ab wann werde ich plötzlich selber zum Buchhalter?
00:03:36: Also, Steuer einfach.
00:03:37: Nicht steuer einfach steuer leicht.
00:03:40: was ist das eigentlich so?
00:03:41: von der Wortwahl für ein Unterschied.
00:03:43: Ja das ist natürlich eine super Frage und ich glaube da kann man weit ausholen.
00:03:47: Ich würde sagen die Begriffe steuer einfach nicht steuer einfach steuer leicht die haben sich ein bisschen in der Community geprägt und das sind Begriffe die.
00:03:54: dafür verwendet werden, um zum Beispiel gleich im anderen Vergleich der Plattformen festzulegen oder darzustellen, ob das jetzt steuerlich ein bisschen komplexer ist oder ob steuerlich eben einfach ist.
00:04:06: Und beginnen wir bei Steuereinfach.
00:04:08: Was ist Steuereinfach oder wofür steht Steuereinfach?
00:04:13: Steuereinfach bedeutet in der Regel, dass es ein Inlandstebo ist, also ein Depot beim inländischen Broker und dieser inländische Broker ist zur Abfuhr oder Ermittlung und Abfuhr der Kapitalattragsteuer verpflichtet.
00:04:27: Und mit dem Kapitalattragsteuerabzug ist in aller Regel eine Entbesteuerungswirkung verbunden.
00:04:34: Was bedeutet Entbesteuerungswirkung?
00:04:37: Das bedeutet, mit dem Abfuhr der Steuer durch die Bank, durch die die Beauführung der Stelle, ist, wenn man so will, alles erledigt.
00:04:44: Und deshalb ist es Steuer einfach.
00:04:47: Der Anleger muss sich um nichts kümmern.
00:04:49: würden wir jetzt schreiben, würde ich gleich ein Sternchen machen, denn um nichts kümmern stimmt nicht ganz.
00:04:55: Es gibt natürlich eine Unzahl von Sonderfällen, wo das nicht ganz stimmt, wo man sich vielleicht kümmern muss, vielleicht wo man sich kümmern will, um Optimierungsmöglichkeiten hier wahrzunehmen.
00:05:06: Aber das ist schon ein Detail, da kommen wir vielleicht später noch dazu.
00:05:11: Nehmen wir mal den Kontrast.
00:05:12: Was ist nicht steuer einfach?
00:05:13: Ja, nicht steuer einfach sind all jene Broker, die Nicht im Inland sind und dementsprechend nicht automatisch die Käste abführen.
00:05:21: Und das kann jetzt überall im Ausland sein.
00:05:23: in der Theorie, aber insbesondere im EU-Raum ist es sehr leicht ein Depot im Ausland auch zu eröffnen.
00:05:29: Und ich blickte natürlich sehr gerne nach Deutschland, weil dort ist einfach die Landschaft, die Broker Landschaft viel bunter als bei uns in Österreich.
00:05:36: Da gibt es viel mehr Anbieter, viel mehr Player, dementsprechend mehr Konkurrenz, auch meistens bessere Angebote oder Angebote, die vielleicht auf den ersten Blick besser erscheinen, wenn man sich nur die Gebühren heranzieht oder ansieht.
00:05:50: Und viele dieser Broker sind oder alle dieser Broker.
00:05:53: in Wahrheit sind nicht Steuer einfach, denn die können nicht die österreichische Steuer ermitteln und auch nicht abführen.
00:06:00: Und das ist erwähnt.
00:06:01: Es gibt noch so ein dritten Begriff, der da irgendwo jetzt in der Mitte liegt und das ist der Begriff Steuer leicht.
00:06:06: Und der hat sich wahrscheinlich ein bisschen später erst gebildet, dieser Begriff.
00:06:10: Der ist nämlich dem Umstand geschuldet, dass die nicht steuereinfachen Broker natürlich auch erkannt haben, dass sie österreichische Kunden eher anziehen können oder attracten können, wenn sie eine gewisse Unterstützung in Steuersachen anbieten.
00:06:25: Und jetzt gibt es manche Broker im Ausland, die freiwillig wohlgemerkt einen Report anbieten, der dem österreichischen Anleger die korrekte Versteuerung der Erträge vereinfachen soll.
00:06:36: Das bedeutet dann steuerleicht.
00:06:38: Das bedeutet überhaupt nicht, dass irgendwas automatisch passiert, aber es bedeutet, wenn man so will, eine maßgeschneiderte Lösung oder ein maßgeschneidertes Reporting, das tatsächlich auf die österreichische Steuergesetzgebung bedacht nimmt und das dem Kunden automatisch zur Verfügung gestellt wird, sodass ihm die Erfüllung der steuerlichen Verpflichtungen in Österreich einfach vereinfacht wird.
00:07:02: Es gibt ja selbst deutsche Kunden, haben bei deutschen Brokern Neobroker, Ärger mit der Steuer.
00:07:09: Die berühmten Neobroker, wenig Support, wenig Steuerübersicht.
00:07:14: Also das ist ein hohes Risiko für jemand, der dann natürlich aus Österreich dann beim deutschen Broker wie Trade Republic ist zum Beispiel.
00:07:21: Und da gibt es dann auch Unterschiede.
00:07:22: Das hast du mir auch vorhin auch erklärt.
00:07:23: Es gibt ja jetzt dann auch die österreichische Variante und die deutsche und dann gibt es die Pro-Übertragungen und irgendwie steuerlich dann plötzlich alles durcheinander.
00:07:31: Ja, das ist ein ganz spannendes Thema und da bin ich auch gespannt, was wir da noch sehen werden.
00:07:36: Es ist ja so, dass Lenz des Trade Republic im Jahr twenty-fünfundzwanzig nach Österreich gekommen ist, da gibt es eine österreichisch zweigende Lassung, die sich an die österreichischen Kunden richtet.
00:07:46: Und da gab es natürlich auch Kunden, die schon zuvor Trade Republic Kunden waren in Deutschland.
00:07:51: Und Trade Republic war tatsächlich auch einer dieser steuerleichten Broker, denn Trade Republic hat einen solchen Steuerreport bereitgestellt.
00:07:59: Und die Grunzen wurden dann animiert oder, ja, sagen wir mal, amutig nach Österreich zu wechseln, wenn sie österreichische Steueransässige waren.
00:08:09: Und das war sehr simple in der App.
00:08:11: Nur zwei Klicks und nur kurz die AGBs akzeptiert und plötzlich war man mit seinem Depot in Österreich.
00:08:17: Es war aber nicht immer ganz klar oder ich glaube, es ist nach wie vor nicht ganz klar, ob das nicht steuerlich Auswirkungen haben könnte, weil wenn man in seinem Depot Assets liegen hat.
00:08:26: dann wurden diese Assets ja beim ausländischen Depot in Deutschland auf ein inländisches Depot transferiert und solche Depot-Transfers sind steuerlich immer problematisch und ich sage ganz bewusst immer problematisch, weil es kaum eine Konstellation gibt, wo das nicht im Grunde nach problematisch ist.
00:08:43: Das bedeutet jetzt nicht immer, dass ein Depot-Transfer auch Steuern auslöst, aber da will zumindest steuerlich gewürdigt und beurteilt werden.
00:08:52: Und da Muss man sagen, der Kunde ist ja dann im Jahr, der zur Hälfte für seine Steuern selbst verantwortlich und zur anderen Hälfte nicht.
00:09:02: Und ob das alles so sauber und trennscharf funktioniert, das wird man noch sehen.
00:09:07: Ja, okay.
00:09:10: Nächstes Thema, Auslandsdividenden.
00:09:13: Schon wieder Auslandsärger gleich.
00:09:14: Wann, warum bleiben bei US, Schweiz und Kodividenden oft Steuern im Ausland hängen?
00:09:19: Und was heißt anrechenbar bis fünfzehn Prozent ganz praktisch?
00:09:24: Was heißt das?
00:09:25: Also bei Dividenden ist es in aller Regel so, dass sich zwei Länder um die Besteuerungsrechte streiten.
00:09:32: Die kommen ja aus dem Ausland, also du sagst es, kommt aus den Vereinigten Staaten, kommt aus Deutschland, kommt aus Frankreich, kommt wo immerher.
00:09:39: Immer dann, wenn die auszahlende Gesellschaft, also die Dividendenzahlende Gesellschaft unter Empfänger der Dividende, der Investor, nicht im selben Land steuerpflichtig sind, gibt es da einmal dem Grunde nach Potenzial für Doppelbesteuerung.
00:09:54: Wenn wir uns irgendein deutsches Beispiel her, nehmen wir uns die VW-Aktie.
00:09:59: Die Allianz sagt, die zahlt ja sehr regelmäßig einmal im Jahr eine Dividende.
00:10:05: Und diese Dividende ist im Grunde nach in Deutschland steuerpflichtig, weil sie aus einer deutschen Gesellschaft herausfließt.
00:10:12: Und für den Anleger in Österreich ist sie aber in Österreich steuerpflichtig, weil der mit seinen Einkünften, die er weltweit erzielt, in Österreich einer Steuerpflicht unterlegt.
00:10:22: Diesen Konflikt muss man natürlich irgendwie auflösen.
00:10:25: Und zwischen Österreich und Deutschland und zwischen Österreich und in Wahrheit über achtzig Partnerstaaten gibt es Doppelbesteuerungsabkommen, die regeln, wie sich diese beiden Länder jetzt die Besteuerungsrechte aufteilen sollen.
00:10:38: Und man kann so sagen, bei Dividenden ist so die Standardklausel, die zwar nicht in allen Fällen vorkommt, aber doch in sehr, sehr vielen Fällen vorkommt, dass der Quellenstart der Dividende ein Besteuerungsrecht... bis zu fünfzehn Prozent hat.
00:10:54: Und der Ansässigkeitstaat, also Österreich und unserem Beispiel immer der Staat, wo man primär steuerpflichtig ist, der darf die Dividende nach nationalen Vorschriften besteuern.
00:11:03: In Österreich wäre das die Käst.
00:11:05: Der S-Satz sind siebenundzwanzig, fünf Prozent.
00:11:08: Muss aber dann diese ausländische Steuer, die zulässig ist, also fünfzehn Prozent im Beispiel, auch entsprechend berücksichtigen in der Form einer Anrechnung.
00:11:18: Was heißt das dann im Effekt?
00:11:20: Im Effekt bedeutet das, dass die österreichische Käste reduziert wird, um die deutsche Steuer, die ja schon an der Quelle einbehalten wurde.
00:11:28: Und diese Steuer ist dann nicht mehr siebenundzwanzig, fünf Prozent, sondern sie ist dann nur noch zwölf, fünf Prozent.
00:11:34: Und die deutschen fünfzehn plus die österreichischen zwölf, fünf sind dann wiederum diese siebenundzwanzig, fünf im Summe.
00:11:41: Nur das Geld geht jetzt nicht exklusiv an den österreichischen Fiskus, sondern es geht halt an den deutschen und an den österreichischen Fiskus.
00:11:48: Und bis hierhin klingt das ja vielleicht noch logisch, vielleicht einfach, überhaupt, wenn sich die Bank darum kümmert.
00:11:54: Und
00:11:56: dann geht es aber um Formulare eigentlich.
00:11:57: Oder Doppelbesteuerung klingt eigentlich nach Doppelbelastung.
00:12:00: Also diese Doppelbesteuerungsabkommen in der Realität.
00:12:03: Okay, ist alles geregelt.
00:12:04: Aber in Theorie, aber in der Praxis ist, man braucht Formulare.
00:12:07: Also ich habe eine Nestle-Aktie, kriege meine Nestle-Dividende.
00:12:11: Und jetzt fängt das an, einzureichen, dann kann ich wieder was zurückkriegen.
00:12:15: Aber eigentlich im Formulatschungel geben dann viele auf, wahrscheinlich.
00:12:18: Genau, und das ist immer beim Punkt, da waren wir noch gar nicht.
00:12:20: Wir haben die Doppelbesteuerung ist ja noch gar nicht eingetreten, wenn man davon ausgeht, dass der andere Staat, also jetzt im kleinen Beispiel die Schweiz, weil Nestle aber vorher in Deutschland, wenn der andere Staat tatsächlich nur fünfzehn Prozent einbehalten würde und Österreich würde diese fünfzehn Prozent anrechnen, dann gäbe es ja gar keine Doppelbesteuerung.
00:12:38: Tatsächlich behalten die Staaten aber die Steuer nicht auf Basis der Doppelbesteuerungsabkommen, sondern auf Basis der nationalen Vorschriften ein.
00:12:46: Und dann haben wir in Deutschland die Situation, dass die Steuer, Deutsche Käst plus Solidaritätszuschlag, ist also deutlich mehr als fünfzehn.
00:12:56: Und wir haben in der Schweiz die Situation, dass die Steuer fünfunddreißig Prozent ist, also deutlich, deutlich mehr als fünfzehn.
00:13:02: Und jetzt sind wir bei dem Punkt, den du ansprichst, nämlich das nationale Recht im Ausland, im Staat, aus dem die Dividende fließt und das Doppelbesteuerungsabkommen und das nationale Recht in Österreich, das passt nicht alles perfekt zusammen.
00:13:16: Und während ein Teil der ausländischen Steuer in Österreich berücksichtigt wird, ist ein Teil ein Überhang sozusagen und auf Basis des Abkommens hat man sehr wohl einen Anspruch.
00:13:27: den erstatten zu lassen, aber du sagst es, das ist jetzt eine administrative Hürde, jetzt muss man mit Formularen und jetzt muss man plötzlich zur ausländischen Behörde und das kann zeitintensiv sein und das kann natürlich im Endeffekt auch die Dividendenrandit massiv schmälern, wenn man nämlich diese ausländische Steuer vielleicht gar nicht zurückbekommt, aus faktischen Gründen, nicht aus rechtlichen, aber aus faktischen
00:13:51: Gründen.
00:13:51: Ja, man muss es einfach tun.
00:13:54: Da muss man sich schon vorüberlegen, will ich die Aktie wirklich im Depot haben oder bleibe ich nicht einfach bei den guten österreichischen Werte.
00:14:01: Nächstes Thema, ETF und Force, klingt einfach der Klassiker.
00:14:05: Jeder hat irgendwie Force und ETFs.
00:14:07: Jetzt gibt es schon wieder ein Wort.
00:14:08: Was ist denn ein Meldepot und warum ist nicht meldensteuerlich oft teurer als man denkt?
00:14:14: Ja, Fonds überhaupt ETFs, die sind ja total in Mode gekommen in den letzten Jahren.
00:14:18: Also man weiß ja, die Pension wird für alle nicht reichen, man muss jetzt plötzlich vorsorgen und der Kapitalmarkt ist attraktiv und ETF Spanen oder Fonds Spanen, das ist total in Mode.
00:14:28: Alle machen das, die die Möglichkeit haben und sich darüber Gedanken machen.
00:14:33: Aber steuerlich muss man sagen, ist der Fonds, egal ob ETF oder geschlossener Fonds, mehr oder weniger das Komplexeste, was den Privatanleger überhaupt begegnen kann.
00:14:41: Und das hat folgenden Grund.
00:14:43: Der Fonds ist für Steuerzwecke transparent.
00:14:46: Aber der Anleger kann natürlich nicht in die Fondsbuchhaltung schauen.
00:14:50: Und jetzt kommt dieser Begriff in Spiel, den du genannt hast.
00:14:52: Meldefonds vs.
00:14:53: Nichtmeldefonds.
00:14:55: Die Fonds können, wohlgemerkt, sie können die österreichischen Rechtsvorschriften.
00:15:01: beachten berücksichtigen und ein sprechendes steuerreporting in österreich vornehmen und das bedeutet an sie melden die steuerdaten.
00:15:09: daher kommt der begriff melde von und die besteuerung für den anleger der in österreich lebt ansässig ist.
00:15:15: die folgt dann diesen gemeldeten daten.
00:15:19: und dann haben wir den counterpart nämlich den vor der das nicht tut.
00:15:22: dann hört man es die frage stellen ja warum tut das denn nicht?
00:15:25: und dann muss man vor Augen haben dass der österreichische markt jetzt nicht unbedingt der größte ist und dass jetzt nicht jeder Fonds in jedem Land auf der Welt den österreichischen Anleger als Zielgruppe hat.
00:15:35: Und das bedeutet, für den Fonds ist dieser Meldeaufwand in Österreich ein administrativer Zusatzaufwand.
00:15:42: Und wenn sich der Fonds nicht primär an den österreichischen Anleger richtet, dann nimmt er den unter Umständen nicht in Kauf.
00:15:49: Und das kann für den Anleger, bzw.
00:15:51: das ist für den Anleger natürlich ein großes Problem insbesondere, wenn er es nicht wusste, weil er sich vielleicht im Vorfeld nicht mit der Thematik befasst hat.
00:16:00: Denn die Besteuerung vom Nichtmeldepfond, die passiert jetzt hoschal.
00:16:05: Also während der Meldepfond auf Basis der Erträge, die davon meldet, besteuert wird, wird der Ertrag im Nichtmeldepfond geschätzt.
00:16:14: Und diese Schätzformel sieht vor, dass man zumindest von zehn Prozent vom Marktwert ausgeht.
00:16:19: Also das bedeutet jetzt in der Praxis, wenn man eine Position im Depot liegen hat, um tausend Euro, das ist der Marktwert, das ist ein Nichtmeldepfond, dann fingiert das Gesetz einen Ertrag von zehn Prozent, nämlich als mindester Ertrag.
00:16:34: Der Ertrag kann sogar höher sein, aber mindestens die zehn Prozent.
00:16:38: Und das muss man versteuern.
00:16:40: Und das ist sehr unangenehm, wenn man erst dann drauf kommt.
00:16:43: wenn diese Steuer anfällt, weil dann kann man ja nicht mehr zurück.
00:16:47: Also die Frage, welchen Fonds man sich ins Depot legt aus steuerlichen Aspekten, die sollte man sich in der Regel im Vorfeld stellen.
00:16:54: Ach du meine Güte.
00:16:56: Also nicht nur E-Sin prüfen.
00:16:58: Bleiben wir doch mal bei den ganzen Fonds.
00:17:00: Verkauf auch mit Überraschungsei.
00:17:03: Beim Vorverkauf geht es ja um Anschaffungskosten, die sich verändern können.
00:17:07: Also warum kann es sein, Dass ich beim Verkauf weniger oder mehr Steuern zahle, als ich erwarte.
00:17:14: Im besten Fall erhofft man sich weniger, aber es ist natürlich so.
00:17:17: Der Verkauf ist aber ein Taxi-Vent, das ist ein steuerpflichtiges Event.
00:17:20: Das ist bei den Aktien genauso und bei den Fonds genauso.
00:17:23: Aber bei den Fonds kennen wir das Institut der Ausschüttungsgleichen-Alträge und das bedeutet, dass die Erträge die im Fonds generiert wurden über die Investitionszeit, über die Anlagezeit schon fortlaufend einer Besteuerung unterlegen.
00:17:42: Und wenn aber diese Erträge, die ja gar nicht an den Anleger ausgezahlt werden, sondern im Fonds täsoriert werden, man verwendet den Begriff täsoriert, dann muss das ja irgendwie berücksichtigt werden, wenn der Fonds später mal veräußert wird.
00:17:57: weil sonst würde man ja bei der Veräußerung nochmals die Steuer auf genau diese bereits versteuerten Erträge zahlen.
00:18:04: Und das führt dazu, dass die Ermittlung der Anschaffungskosten von solchen Fonds durchaus komplex ist.
00:18:09: Die ist abhängig von den tatsächlichen Anschaffungskosten, die man halt aufwendet, wenn man den Anteil erwirbt und aber von Korrekturen der Anschaffungskosten, die sich immer dann ergeben, wenn es steuerpflichtige Erträge aus dem vorn gibt die man aber cash nicht seht also die einem nicht tatsächlich zu fließen.
00:18:29: es gibt also hier fiktive steuer events die in aller regel einmal im jahr auftreten und Da können wir jetzt wieder ganz kurz Steuereinfach und Nichtsteuereinfach ins Treffen führen.
00:18:42: Wenn das Steuereinfach ist und das bei der inländischen Bank ist, dann ist man ja in der glücklichen Lage, dass die Bank sowohl diesen fiktiven Ertrag kennt und berücksichtigt und versteuert, aber insbesondere auch diese Anschaffungskosten evident hält.
00:18:57: Aber wenn man das alles jetzt im Ausland hat und man ist selbst verantwortlich, du hast vorhin gesagt, man ist selber der Buchhalter, dann muss man das ja selbst machen.
00:19:05: Und da muss man tatsächlich sagen, die Anschlusskosten-Evidenz beim Investmentfondsanteil, beim ETF, die ist ungleich komplexer, als wenn man einfach nur eine Aktie im Depot liegen hat.
00:19:16: Ja, es gibt ja ganz viele Fonds, die fangen mit Lu oder Lee an, Lichtenstein oder wo sie auch immer gehostet werden.
00:19:25: Wie weit bin ich jetzt weg von diesem Begriff ausschüttungsgleiche Erträge?
00:19:29: Allein das Wort kostet ja schon Nerven.
00:19:32: Ja, es ist ein langes Wort, aber es ist irgendwie ein Wort, wenn man es sehr langsam ausspricht, einem durchaus viel über den Inhalt vertreten.
00:19:39: Ausschüttungsgleicher Ertrag bedeutet nichts anderes als jener Ertrag, der in diesem Fond über das ja erwirtschaftet wurde, der aber gerade nicht ausgeschüttet wurde.
00:19:51: Und deshalb ist er ausschüttungsgleich für Steuerzwecke.
00:19:54: Es geht einfach darum, dass wenn man einen Fond hat, der die Erträge fortlaufend ausschüttet, auszahlt an den Anleger und natürlich dadurch beim Anleger eine Besteuerung erwirkt und den Fond, der das nicht tut, der die Erträge akkumuliert, tesoriert, steuerlich gleich behandeln will.
00:20:11: Und deswegen gibt es eben diese Ausschüttungsgleichen Erträge, wenn man das runterbricht auf das Wesentlichste kann man sagen, das sind jene Erträge, die der Fond theoretisch ausschütteln könnte.
00:20:22: Aber er tut es halt nicht, er investiert das Support wieder ins eigene Fondsvermögen.
00:20:27: Daher kommt dieser Begriff und die Tatsächliche Realität überhaupt bei der Ermittlung dieser Ausstellungswerkenarträge, das ist hochkomplex, das machen Profis, damit muss sich der Anleger in aller Regel gar nicht auseinandersetzen.
00:20:40: Denn diese Steuerdatenmeldungen beim Meldepfonds, die muss ja nicht der Anleger machen, sondern das macht ja der steuerliche Vertreter Fonds, das sind in aller Regel die Big Player, das machen.
00:20:52: Aber der Anleger muss zumindest wissen, was diese Steuerdatenmeldungen dann in der eigenen Steuererklärung bedeuten, wie er die zu verarbeiten hat.
00:21:01: Und das kann man können.
00:21:03: Das ist, wenn man so will, ein mathematisches Rätsel.
00:21:05: Aber man muss sich schon damit auseinandersetzen.
00:21:08: Also, wenn man jetzt eben den Vergleich zieht zwischen einer Aktie, wo man einmal im Jahr eine Dividende bekommt, dann bekommt man den Beleg von der Bank und diesen Betrag kann man ablesen.
00:21:18: Und dem Fonds, mit der vielleicht ein Tessurierender Fonds ist.
00:21:21: Und man muss diesen Ertrag aus einer externen dritten Datenquelle erst mal finden und erkennen.
00:21:28: Das ist ein ungleich komplexer.
00:21:31: Und da passieren natürlich Fehler.
00:21:32: Das ist ganz klar.
00:21:34: Und ich lese das oft, in diversen Online-Fahren zumindest passiv aktiv und lese das oft, dass es dann ein böses Erwachen gibt, wenn man einen Fondsparplan starten will, man hat sich seinen Fonds gesucht.
00:21:46: Es ist ja in aller Munde der heilige Graal, ist der Fonds, den man wählen soll und man sucht sich den billigsten Broker, der ist halt jetzt in Deutschland und man beginnt und spart jedes Monat an und alles geht automatisch.
00:21:58: und dann ist das erste Jahr vorbei.
00:22:00: Und man macht sich das erste Mal ein bisschen intensivere Gedanken über die Steuerfrage und begegnen dann all diesen Themen, den ausschützungsgleichen Ertrag.
00:22:09: Und dann kommen manche Anleger zum Schluss, okay, wir werden das im Folge ja anders lösen.
00:22:16: Wir werden ins Inland gehen, da macht das die Bank.
00:22:18: Jetzt müssen wir nur dieses erste Jahr noch irgendwie auf die Reihe kriegen und alle zukünftigen Jahre, da hat man es dann nicht mehr selbst.
00:22:26: Da sind wir ja eigentlich nach der Frage nach dem Erklärungswechsel.
00:22:30: Was ist das?
00:22:31: Oder wann muss ich das tun?
00:22:33: Ja, auch ein tolles Thema.
00:22:35: Stichwort Erklärungswechsel.
00:22:36: Wir haben in Österreich ein System betreffend Steuererklärung, das einfach das Verfahren kennt, wenn man so will.
00:22:43: Also jemand, der nur lohnsteuerpflichtige Einkünfte hat, und das sind ja ganz viele, Österreicher, der... kann seine Steuererklärung in einer vereinfachten Form einreichen, in der Form der sogenannten Arbeitnehmerveranlagung.
00:22:57: Und wenn es nur darum geht, dass man vielleicht eine Steuergutschrift bekommt, weil man den Kirchenbeitrag bezahlt hat, weil man vielleicht gespendet hat an die freiwillige Feuerwehr, dann ist das dieses vereinfachte Verfahren.
00:23:08: Und für all die anderen Fälle, also immer dann, wenn es auch andere Einkünfte gibt, gibt es das Standardverfahren, von mir ist das Vollverfahren.
00:23:17: Und das ist ganz egal, ob man jetzt betriebliche Einkünfte hat, weil man einen Betrieb hat als Einzelunternehmer oder ob man eine Vermittung hat und eine Wohnung vermietet oder ob man ausländische Einkünfte aus Kapitalvermögen hat.
00:23:30: Immer dann muss man eine volle Steuererklärung eingeben.
00:23:34: Und in FinanzOnline, das ist die Plattform, die ja in Österreich diese ganzen Steueragenten online abwickelt.
00:23:40: Man muss dann einen sogenannten Erklärungswechsel machen.
00:23:43: Man muss also der Behörde, dem Finanzamt anzeigen, dass man nicht mehr in diesem einfachen Verfahren ist, sondern dass man erst in dieses Vollverfahren wechselt.
00:23:52: Und da ist natürlich zu beachten, dass diese Verfahren nicht nebeneinander existieren.
00:23:58: Man kann nicht in dem und in dem Verfahren sein, sondern man ist entweder in dem oder in dem Verfahren und ab dem Moment, ab dem man Ausländische Einkünfte erzielt, ist man im Vollverfahren.
00:24:08: Und das ist ein Fehler, den wir leider in der Praxis auch da oder dort mal beobachten, dass der Anleger in gewohnterweise, so wie er es alle Jahre macht, im Februar oder März seine Arbeitnehmerveranlagung erledigt und vielleicht eine Gutschrift bekommt und sich darüber freut.
00:24:22: und dann Meistens so im April, Mai kommen dann die Steuerreports und die Steuerdokumente.
00:24:29: Man macht sich nochmal Gedanken über das ausländische Depot und glaubt er kann jetzt das beim Finanzamt ordnungsgemäß erklären ohne zu verstehen oder vielleicht erst um dann zu verstehen.
00:24:41: dass diese bereits eingereichte vereinfachte Steuererklärung gar nicht hätte eingereicht werden dürfen, weil es gibt nur eine Steuererklärung.
00:24:49: Da sind alle Einkünfte zu berücksichtigen.
00:24:52: Und ja, in dem Zusammenhang gibt es dann diesen alle Klärungswechsel.
00:24:55: Das ist eigentlich ein einmaliges Event, aber das ist für die, die schon mal mussten, oft ein kritischer Punkt dieser Klärungswechsel.
00:25:05: Komm, wir machen noch weiter.
00:25:07: Das ist so spannend und so wichtig.
00:25:10: Ich glaube, das ist der Feder der meisten Menschen.
00:25:12: Jeder kann dir genau sagen, was Palantir macht und OMV und hat jetzt eine Dividende.
00:25:17: Aber diese Steuerthemen, das ist eigentlich auch der entscheidende Hebel, glaube ich, um die Rendite deutlich zu erhöhen.
00:25:25: Gibt es auch gute Nachrichten?
00:25:27: Verlustausgleich?
00:25:28: Vielleicht eine gute Nachricht?
00:25:30: Was darf die Bank einfach automatisch gegenrechnen?
00:25:34: Und wo sind die harten Grenzen?
00:25:35: Also was geht nicht?
00:25:37: Auch wenn es logisch wäre.
00:25:39: Das ist ein wunderbares Thema auch vielleicht, wo man mal über die guten Seiten zu sprechen.
00:25:44: Also Verlustausgleich.
00:25:45: Es ist ja klar, viele Erträge sind grundsätzlich mit positiven Vorzeichen.
00:25:50: eine Dividende ist.
00:25:51: positiv und ein Zinsertrag, der ist positiv.
00:25:53: und in aller besten Fall sind natürlich auch im Falle der Veräußerung von Werbapieren die Erträge positiv, aber das muss ja nicht so sein.
00:26:02: Man der Börse kann es auch mal nach unten gehen und das bedeutet, es gibt auch negative Einkünfte aus Kapitalvermögen.
00:26:08: und da kommen wir jetzt zum Punkt Verlustausgleich.
00:26:11: Zur Frage, kann man diese negativen Einkünfte jetzt mit den Positiven ausgleichen?
00:26:16: Und ganz vereinfacht gesagt ist die Antwort ja, das geht, das ist möglich, das ist zulässig.
00:26:21: Und zwar innerhalb bestimmter Grenzen.
00:26:24: Und ich glaube, ganz wichtig zu wissen ist, dass alle Erträge, die man im Wertpapierbereich erzielt, in der Regel miteinander ausgleichsfähig sind.
00:26:32: Wenn man aus der Aktie eine Dividende bekommt und später die Aktie mit Verlust verrechnet, dann darf man diese Dividende mit dem Verlust verrechnen.
00:26:41: Das ist möglich.
00:26:42: Und wenn man einen steuereinfachen Broker hat, also im Inland veranlagt, dann macht das die Bank sogar automatisch.
00:26:49: Nicht alle Einkünfte des Kapitalvermögens kann man miteinander verrechnen.
00:26:53: eine Grenze ist zum Beispiel oder jeweils eine Grenze stellt die Änderung des Steuersatzes da.
00:27:00: Das klingt das ein bisschen abstrakt.
00:27:01: Was heißt das?
00:27:02: auf Zinsen aus Geld einlagen?
00:27:04: Also die klassischen Sparzinsen ist ja ein anderer Steuersatz anwendbar.
00:27:08: Das sind ja nur von zwanzig Prozent und nicht sieben und zwanzig Komma fünf.
00:27:12: Und über diese Steuersatzänderungen oder über diese Grenze zwischen den Steuersätzen geht auch der Verlustausgleich nicht hinaus.
00:27:19: Also man kann jetzt nicht die Spazinsen mit dem Verlustausg den Aktien ausgleichen.
00:27:23: Das ist schlicht und einfach nicht möglich.
00:27:26: Und das geht auch in die andere Richtung.
00:27:28: Das ist vielleicht jetzt ein weiter Griff, aber es gibt ja auch einkünftes Kapitalvermögen, die unterliegen ja gar nicht dem Sondersteuersatz, dem Kästsatz in Höhe von siebenundzwanzig Komma Fünf.
00:27:39: Ich denke da jetzt an insbesondere nicht verbriefte Derivate, wenn man Optionen handelt, dann ist man ja im ganz normalen Tarifsteuersatz.
00:27:47: Da hat man immer eine Erklärungspflicht, egal ob es im Ausland oder im Inland passiert.
00:27:52: Und wenn man jetzt aus solchen Einkünften einen Verlust hat, mit dem anderen Steuersatz zu besteuern, falls es positiv wäre, dann gibt es auch keinen Ausgleich, keinen Verlustausgleich.
00:28:03: Also eine generelle Regel ist, wenn der Steuersatz nicht der gleiche ist, dann gibt es auch keinen Verlustausgleich.
00:28:10: Und vielleicht auch wichtig zu wissen, Verlustausgleich gibt es nur im Kalenderjahr.
00:28:15: Also wenn man im Jahr twenty-fünfzig einen Verlust hat in Summe, weil man Position mit Verlust veräußert hat, aber man hat keine positiven Einkünfte.
00:28:23: Dann kann man diesen Verlust nicht im Jahr sixundzwanzig mit positiven Einkünften verrechnen.
00:28:28: Das geht nur im selben Kalender.
00:28:30: Es macht deshalb durchaus Sinn, sich einmal im Advent ein bisschen anzuschauen, wo stehen wir denn mit Verlusten und Gewinnen?
00:28:38: Sollten wir vielleicht noch irgendwo einen Gewinn ganz bewusst realisieren um einen Verlust, der schon realisiert wurde, auch zu verwerten steuerlich oder umgekehrt.
00:28:46: Wenn man sagt, man hat schon viele Gewinne realisiert.
00:28:48: Man hat aber eine Position, die ist ganz tiefrot, die will man eh schon loswerden.
00:28:52: Dann kann man ja drüber nachdenken, ob es nicht kurz vor Weihnachten noch sinnvoll wäre, diesen Verlust zu realisieren, weil man ihn dann steuerlich auch gut verwerten kann.
00:28:59: Da weiß man in der Regel ja schon, wo steht man, wo steht man steuerlich.
00:29:04: Ja, danke für den Hinweis, das stimmt.
00:29:06: Und sei es nur, bis wann geht's?
00:29:09: Wahrscheinlich, der XXIX.
00:29:10: Dezember.
00:29:10: Dreißigster ist ja der letzte halbe Handelstag meistens.
00:29:14: Ja, muss man ein bisschen schauen, wie das ja läuft.
00:29:16: Deswegen sage ich, ich bin mir ganz bewusst, wenn man noch vor Weihnachten macht, ist man in der Regel safe.
00:29:21: Wenn man erst zwischen Weihnachten und Silvester drüber nachdenkt, kann es auch schon knapp werden.
00:29:24: Ja,
00:29:26: okay, aber
00:29:27: sorry, wenn ich dich unterbreche.
00:29:28: Aber zum Lustausgleich gibt es natürlich noch ganz andere Aspekte, nämlich wir haben ja ganz unterschiedliche Einkunftsarten.
00:29:34: Ich habe es vorhin schon erwähnt, es gibt die Einkünfte aus der nicht selbstständigen Arbeit, die klassischen Lohnsteuerpflichtigen Einkünfte, wir haben die Vermietungen, wir haben die Betrieblichen und all diese Einkünfte sind in aller Regel tarifsteuerpflichtig.
00:29:46: Und was gar nicht geht, es gibt keinen Ausgleich zwischen Verlusten aus Kapitalveranlagungen und anderen Einkünften.
00:29:54: Also da darf man sich nicht häuschen lassen und das ist sogar Steuersatz unabhängig.
00:30:00: Wenn man einen Verlust aus Aktien hat, dann weiß man schon aufgrund des unterschiedlichen Steuersatz, dass dieser Ausgleich nicht möglich sein kann.
00:30:07: Aber wenn man ist ein Verlust aus Optionsgeschäften hat, dann wird er dem Grunde nach im Tarifsteuersatz aber ein Ausgleich mit den positiven Einkünften aus seinem Job.
00:30:18: Ja, das geht nicht.
00:30:19: Zwischen den Einkunftsarten, der sogenannte vertikale Verlusteausgleich, der ist ganz stark eingeschränkt.
00:30:25: Ganz spannend.
00:30:26: Also auch nicht mit Immobilien
00:30:28: verrechnet.
00:30:29: Auch das geht nicht.
00:30:31: Und im Inlandsfall habe ich gesagt, die Bank macht das automatisch.
00:30:38: Das ist wunderbar, wenn alles gut funktioniert, aber man darf natürlich manche Grenzen nicht übersehen und vergessen.
00:30:44: Wir haben in Österreich ein sehr strenges Bankgeheimnis und was man keinesfalls glauben darf, ist, dass die eine Bank mit der anderen Bank in irgendeiner Art und Weise kommuniziert.
00:30:53: Also wenn man jetzt bei seiner Hausbank ein Depot hat, das man vielleicht schon einige Jahre hat, wo man vielleicht eine relativ konservative Bayern-Holzstrategie fährt und vielleicht ein paar Dividenden lukriert und dann hat man sich bei einer der Neobanken oder bei einem Online Broker vielleicht ein zweites Depot eröffnet, wo man ein bisschen traded.
00:31:13: Und dann gibt es da plötzlich Verluste, dann ist natürlich ein Verlustausgleich zwischen der einen und der anderen bankdenkbar, aber der kann niemals automatisch erfolgen, weil diese Banken ja keine Informationen austauschen dürfen letztlich.
00:31:27: Also das ist ganz wichtig, wenn man mehr als ein Depot hat, auch wenn es alles im Innern ist, dann ist die Frage des Verlustausgleichs unter Umständen eine, die man erst in der Steuererklärung beantworten kann.
00:31:39: Jetzt kommt eine Besonderheit und die die die erwähne ich immer ganz gern, weil das ist ein Haar von Moment für den einen oder anderen, wenn man ein Gemeinschafts-Debo hat.
00:31:48: Also ganz klassisch, die Ehepartner haben ein gemeinsames Depot, dann untersagt das Gesetz, den Verlustausgleich.
00:31:57: Und das ist irgendwie nicht sehr logisch, man stolpert vielleicht deshalb auch drüber, also wenn man jetzt einfach das Depot mit seinem Partner gemeinsam hat, Obwohl es nur ein einziges Depot gibt, bei einer einzigen Bank und das ist im Inland und man möchte ja irgendwie glauben, alles ist einfach, darf hier kein Verlustausgleich stattfinden.
00:32:17: Und das bedeutet immer dann, wenn man ein gemeinsames Depot hat, sollte man sich sowieso Gedanken über die Frage des Verlustausgleichs machen in der Steuererklärung.
00:32:26: Also man sieht schon, auch Steuereinfach ist nicht immer notwendigerweise steuereinfach.
00:32:31: Es ist tricky.
00:32:32: Also heißt die ganz klare Empfehlung, jedes ein eigenes Depot.
00:32:37: Ja, das muss man leider so sagen.
00:32:39: Ja, ich weiß, es sprechen ganz viele Dinge dafür, das gemeinsam zu machen, auch um einfach Zugriffe zu gewähren oder Gewährleisten, wenn es einfach Fälle gibt, Notfälle gibt, Krisensituationen gibt.
00:32:49: Aber als rein steuerlicher Sicht ist natürlich das Einzeltipot das sauberere, dass das weniger Aufwand in der Nachbearbeitung verursacht.
00:32:59: Wie man klar ist, das muss man auch dazu sagen, um einen Verlustausgleich zu... machen, braucht man mal einen Verlust.
00:33:07: Also wenn man jetzt ein Depot hat, wo man einfach vorspart und nichts veräußert und das ist alles sehr langfristig, hat man ja nicht notwendigerweise einen Verlust.
00:33:16: Also da muss man schon noch differenzieren, aber ein klassisches Trading Depot, wo man viele Transaktionen hat und wo die Verluste und Gewinne halt einfach auftreten, wie sie halt auftreten, da ist ein Gemeinschaftsdepot sehr ungeeignet dafür.
00:33:31: Ja.
00:33:32: Ja, aber von Lust, jetzt komme ich von der Börsen Seite wieder her.
00:33:35: Jetzt hatten wir drei schöne Börsenjahre.
00:33:36: Irgendwann kommen auch wieder Verlustjahre.
00:33:39: Mach mal weiter.
00:33:41: Das finde ich total spannend.
00:33:42: Noch zwei Themen.
00:33:44: Also wir haben viel gelernt.
00:33:45: Mehr Depots, mehrere Baustellen.
00:33:48: Und wenn ich verheiratet bin, dann brauche ich besten zwei verschiedene Depots.
00:33:55: Altbestand, Neubestand, Übertragung.
00:33:58: klingt irgendwie wie Bahnhof.
00:33:59: Gibt es heute noch Konstellationen, wo Altbestände steuerlich anders behandelt werden?
00:34:04: Und wie erkennt man sowas im Depot?
00:34:07: Ja, das ist tatsächlich so.
00:34:08: Also Altbestände gibt es noch.
00:34:10: Die Übergangsregeln sind zwar viele, viele, viele Jahre alt, aber es ist dennoch denkbar, dass man Altbestände hat.
00:34:17: Worum geht es hier?
00:34:19: Das aktuell relevante Regime bei der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögel besagt ja Die Erträge, die Früchte aus der Beanlagung sind pflichtig, also das ist bei der Akzette die Dividende, aber auch die realisierte Wertsteigerung ist auch steuerpflichtig.
00:34:35: Und das war nicht immer so.
00:34:36: Für die jungen Anleger vielleicht das Standard, aber gerade für ältere Anleger, die schon lange an der Börse sind, die können sich erinnern, früher mal vor zwölf, vor zwölf, waren realisierte Wertänderungen, Wertsteigerungen, nur dann steuerpflichtig, wenn sie innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist realisiert wurden.
00:34:58: Und da gab es eine Grenze.
00:35:00: Und die Grenze war der Jahreswechsel, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzehnte, Jahrzeh diesem Stichtag erworben hat, die man halt schon sehr lange im Depo liegen hat.
00:35:16: Und auf diese Aktie ist im Hinblick auf diese Regelungen immer noch die alte Regelung anzuwenden.
00:35:21: Das bedeutet, diese Aktie kann man immer noch steuerfrei veräußern.
00:35:27: Und jetzt kann man bitte die Frage stellen, könnte es passieren, dass man so einen Altbestand auch irgendwie bekommt, dass einem das gar nicht so bewusst ist?
00:35:35: Und auch das ist denkbar, denn der unentgeltliche Übertrag von Wertpapieren stellt ja kein Anschaffungs-Event dar.
00:35:44: Und das bedeutet, die Anschaffungskosten des Rechtsvorgängers bleiben ident, die werden fortgeführt, ebenso aber die Eigenschaft des Assets alt oder neu bestand.
00:35:55: Also wenn man etwas erbt oder geschenkt bekommt, also unentgeltlich erwirbt, dann könnte man auch altbestand erwerben.
00:36:03: Also das ist tatsächlich immer noch ein relevantes Thema.
00:36:07: Und
00:36:09: spannend.
00:36:10: Schluss Thema.
00:36:11: Krypto, machen wir einen kurzen Exkurs.
00:36:14: Was ist bei Bitcoin und Co das Wichtigste, wenn dann?
00:36:18: Was ist steuerlich ein Ereignis?
00:36:22: Verkaufen?
00:36:23: Was nicht?
00:36:24: Man kann ja auch tauschen.
00:36:26: Krypto gegen Krypto.
00:36:28: Worauf soll ich hier achten?
00:36:29: Was ist das Wichtigste bei Bitcoin und Co?
00:36:32: Also ich denke, das Wichtigste ist zum einen, dass die Besteuerung ja inzwischen sehr, sehr ähnlich funktioniert wie jene da.
00:36:39: anderen Kapitalveranlagungen, das ist ja der Reform damals im Jahr zwanzig-zweiundzwanzig geschuldet, insofern ist auch ein Ausgleich von Verlusten aus Kryptowährungen mit Gewinnenausaktien plötzlich denkbar, das war vorher natürlich nicht möglich, aber es gibt ein paar Besonderheiten, die man einfach beachten muss und eine hast du schon angesprochen, nämlich man kann ja auch Kryptowährung in Kryptowährung tauschen.
00:37:02: und während ein Tausch Wertpapier gegen Wertpapier immer ein Realisations-Event darstellt, ist es bei den Kryptowährungen ganz explizit anders normiert.
00:37:10: Bei den Kryptowährungen ist ein Tausch Krypto zu Krypto ein Taxi-Event.
00:37:16: Die Anschaffungskosten vom eingetauschten Asset werden einfach beim neu erworbenen Asset weitergeführt und in dem Zusammenhang wollen wir sagen, dass Wirkt natürlich Herausforderungen, insbesondere, wenn es darum geht, Anschaffungskosten evident zu halten.
00:37:31: Und dann kommen wir wieder zur Frage Steuereinfach, nicht Steuereinfach.
00:37:34: Wir haben ja in Österreich einen ganz großen Player, der ja auch europaweit ein großer Player ist, Bitpanda.
00:37:39: Der ist Steuereinfach inzwischen.
00:37:41: Und zwar seit Jahr zwanzig vierundzwanzig bis zwanzig dreiundzwanzig waren auch österreichische Dienstleister im Kryptowährungsbereich nicht Steuereinfach, weil es die entsprechenden Steueregelungen gar nicht gab.
00:37:55: Aber inzwischen ist das der Fall.
00:37:57: Im Ausland, natürlich, wie auch bei den Wehrpapierbrokern, gibt es kein Steuer einfach.
00:38:02: Aber im Zusammenhang mit den Anschaffungskosten von Krypto-Währungen gibt es einfach, sagen wir mal, noch zusätzliche Herausforderungen aufgrund des Umstands, dass eben der Krypto-zu-Kryptotausch gar keine Realisation auslöst und sich plötzlich die Anschaffungskosten eines Assets von der Anschaffung eines anderen Assets ableiten könnten, oder?
00:38:22: ableiten, tatsächlich ableiten.
00:38:24: Und das zu tracken ist aufwendig.
00:38:27: Das ist durchaus anstrengend und es haben sich, Gott sei Dank, zwischenzeitlich auch Unternehmen darauf spezialisiert, genau solches Tracking zu vereinfachen.
00:38:39: Da gibt es diverse Anbieter, wo man die Kryptotransaktionen einfach einpflegen kann und man dann ordentliche standardisierte aufbereitete Berichte über diese Krypto Transaktionen hat, auch über die steuerlichen Konsequenzen dieser Transaktionen hat.
00:38:54: Und da möchte ich noch einen kleinen Hinweis mitgeben, da muss man auch immer ein bisschen aufpassen, all diese Plattformen, die bieten ja vermeintlich dasselbe an, aber sie tun es dann doch wieder nicht, weil diese Kryptotracker tracken ja in der Regel Erfolg definiert als betriebswirtschaftlicher Erfolg.
00:39:12: Und da hat man auf diverseste Einstellmöglichkeiten, ob das jetzt first in first out gerechnet werden soll oder ob es als Durchschnittspreis gerechnet werden soll oder ob eben der Tausch zwischen Kryptowährungen ein Realisations-Event darstellen soll oder halt nicht.
00:39:26: Aber nicht notwendigerweise alle dieser Anbieter berücksichtigen österreichische Steuerrecht.
00:39:31: Also man darf sich da nicht in die Irre führen lassen.
00:39:33: Ich würde schon durchaus sagen, Es ist sehr empfehlenswert, insbesondere wenn man im Ausland mit Kryptos traded, sich solche Möglichkeiten zu bedienen, um einfach eine Dokumentation zu gewährleisten, die dann im Falle des Falles auch gegenüber der Behörde eine gewisse Zuverlässigkeit hat.
00:39:51: Aber nicht jeder der Anbieter bietet das Gleiche.
00:39:54: Sollten wir vielleicht auch ein bisschen vergleichen und sich ein bisschen einlesen.
00:39:58: Oh wow.
00:39:59: Was mir durch den Kopf geht, ist, wer hat sich das alles ausgedacht?
00:40:02: kann man das nicht wirklich vereinfachen.
00:40:04: Also Aufruf an die Politik, das muss besser werden.
00:40:09: Das waren forty-fünf Minuten volle Steuerpower.
00:40:13: Lukas, ich danke dir zum Abschluss.
00:40:14: Also kümmert euch um eure Steuer.
00:40:17: Also wer mehr wissen möchte, was kannst du empfehlen?
00:40:20: Was ist zu tun?
00:40:21: Also jedenfalls erste Empfehlung, all die, die noch nicht investieren im Vorfeld.
00:40:27: informieren und ganz bewusst entscheiden, ob man sich eine steuereinfachen Brokers bedient oder aus bestimmten Gründen einen ausländischen Broker wählt, aber sich der steuerlichen Konsequenz bewusst ist.
00:40:39: Und die zweite ganz klare Empfehlung ist, Wenn es im Ausland ist und es komplex ist und es ein gewisses Volumen erreicht, dann sollte man sich unbedingt steuerliche Unterstützung suchen.
00:40:50: Man sollte sich vielleicht ein Steuerberater suchen, zumindest für das erste Jahr, damit es ein klares und ordentliches Setup gibt, an dem man dann weiterarbeiten kann.
00:41:00: Aber was wir nicht empfehlen würden, ist einfach auf eigenes Faust eine gewisse Unsicherheit in Kauf nehmen.
00:41:06: Denn und das ist vielleicht ganz wichtiger Input zum Abschluss.
00:41:10: Der Umstand, dass man im Ausland veranlagt, der ist dem Behörden immer bekannt.
00:41:14: Denn innerhalb der ganzen Europäischen Union und darüber hinaus gibt es Mechanismen, die automatisch Informationen über Finanzkonten austauschen.
00:41:23: Und wie gesagt, Umstand, dass man ein Depot im Ausland hat, der bleibt für die Behörde niemals unentdeckt.
00:41:30: Mit diesem Satz lassen wir es so stehen.
00:41:33: Lukas, danke dir.
00:41:35: Danke dir Peter, danke für die Einladung.
00:41:40: NEWS aus Österreich.