20 Jahre Strommarkt Liberalisierung - Verbraucher bequem und zahlen drauf
Andrea Benckendorff, CEO der österreichischen Strombörse EXAA, wundert sich, auch 20 Jahre nach der Liberalisierung des Strommarktes: "Trägheit und fehlende Information halten Verbraucher vom Anbieterwechsel ab." Sie erklärt die Preisbildung an der Strombörse, die ähnlich wie am Aktienmarkt funktioniert - durch Angebot und Nachfrage. Grundsätzlich möglich sind Spot- und Intraday-Handel sowie Termingeschäfte, auch über Landesgrenzen hinweg. "Die EXAA fokussiert sich auf das Day-Ahead Geschäft. Unsere Stärke liegt im direkten Kundenkontakt und maßgeschneiderten Lösungen." Zur aktuellen Diskussion über Gebotszonen sagt sie: "Eine Trennung würde die Marktliquidität gefährden." Österreichs Wasserkraftwerke liefern laut Benckendorff flexible Energie und sichern Stabilität. Im Blick auf Europas Energiezukunft fordert sie stärkere Marktintegration: "Ein transparenter Markt ist entscheidend - besonders in Krisenzeiten." Sie betont die Bedeutung regionaler Besonderheiten und lobt das Zusammenspiel der Marktteilnehmer. Fazit: EXAA-Chefin Benckendorff sieht Herausforderungen, aber auch viele ungenutzte Potenziale im Stromhandel Europas.
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