Wien rockt das Parkett: ATX TR erstmals über 10.000 Punkte
Manuel Schleifer, Aktienmarktstratege der Raiffeisenbank International, sieht den Anstieg des ATX TR über 10.000 Punkte als das Ergebnis einer logischen Entwicklung. "Das ist ein Grund zum Feiern, aber auch eine Notwendigkeit", betont er. Die Marktstimmung ist von Optimismus geprägt, trotz globaler Unsicherheiten. Besonders US-Anleger investieren verstärkt in europäische Aktien, da hohe Bewertungen in den USA abschreckend wirken. "Der Kapitalfluss zeigt: Europa bietet aktuell ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis", erklärt Schleifer. Er verweist auf strukturelle Unterschiede zwischen den USA und Österreich. Während der ATX keine großen Tech-Konzerne oder Rüstungsunternehmen enthält, profitieren Banken und Industrieunternehmen vom Aufschwung. "Die staatlichen Stimuli und eine Rückkehr zur Normalität könnten weiteres Wachstum bringen", sagt er. Ein weiterer Punkt: Psychologische Marken wie die 10.000 Punkte-Grenze könnten neue Anleger anziehen. "In Österreich fehlt eine ausgeprägte Aktienkultur. Mehr mediale Aufmerksamkeit könnte helfen", meint Schleifer. Trotz Skepsis sprudelt das Kapital in Europa, und volatile Märkte bieten Chancen.
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